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Presse

KBV-Vorstand für verlängerte Impfverordnung

Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), und Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV, äußerten sich im Interview mit der Rheinischen Post zum aktuellen Stand der Corona-Pandemie.

Der KBV-Chef begrüßte die Verlängerung des Geltungszeitraums der Impfverordnung bis zum 25. November, allerdings sei die Frist zu kurz. „Wir sprechen uns für eine Verlängerung der Geltungsdauer idealerweise bis 31. März 2023 aus“, sagte Gassen. Er forderte außerdem einen mit der Ständigen Impfkommission (STIKO) abgestimmten Plan, wer erneute Auffrischungsimpfungen erhalten solle. „Die über 60-Jährigen und die Risikopatienten müssen im Fokus stehen“, forderte KBV-Vize Hofmeister.

Gassen lobte den Einsatz der Haus- und Facharztpraxen in der Pandemie. Die bisher verabreichten 88 Millionen Impfdosen zeigten, dass die Praxen das Impfen aktuell alleine bewältigen könnten. Für die anstehenden Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen forderte er aufgrund der Inflation und gestiegener Gehälter für Medizinische Fachangestellte einen finanziellen Ausgleich.

Die Pandemie sei für die meisten Menschen erst einmal vorbei. Durch die Impfquote in Kombination mit der hohen Zahl an Genesenen gebe es eine hohe Immunität in der Bevölkerung. „Corona verschwindet nicht, wird aber zum allgemeinen Lebensrisiko. Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“, sagte Gassen. Er betonte, dass die meisten Ansteckungen im privaten Umfeld erfolgen würden. Hofmeister ergänzte, dass eine allgemeine Maskenpflicht nicht nötig sei. Auch einen Lockdown solle es auf keinen Fall wieder geben. „Wir müssen aus dem Krisen- in den rationalen Modus“, so der KBV-Vize.

Der Artikel in der Rheinischen Post vom 13.05.2022