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Vorschläge Corona-Expertenrat: „Ausgewogen, sachlich und auf Nachhaltigkeit bedacht!“

„No-Covid ist kein Thema mehr – gezielte Risikominderung (Mitigierung) und Protektion der Risikogruppen sind die empfohlenen Säulen der zukünftigen Corona-Strategie. Ausgewogen, sachlich und auf Nachhaltigkeit bedacht ist die aktuelle Stellungnahme des Corona-Expertenrats ausgefallen“, sagte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Berlin, 09. Juni 2022 - „Es ist zu begrüßen, dass nun nicht mehr im Vordergrund steht, die gesamte Gesellschaft mit Maßnahmen herunterzufahren nach dem zweifelhaften Motto ,Viel hilft vielʻ. Ebenfalls richtig ist es, wie es die Expertinnen und Experten empfehlen, beispielsweise die bisher diffuse und ansatzlose Teststrategie mit oft qualitativ wertlosen Bürgertests medizinisch begründet zu fokussieren“, erklärte KBV-Chef Gassen weiter.

„Zwingend notwendig ist auch, dass nicht mehr die reine Entwicklung der Inzidenzzahlen im Vordergrund stehen soll, sondern dass ein digitales Echtzeitlagebild zum Einsatz kommt, das die Krankheitslast nach Altersgruppen sowie die Kapazitäten der Krankenhäuser auf Stadt- und Kreisebene differenzierter abbilden kann. Das Expertengremium hat seriöserweise keine schlimmen Horrorszenarien an die Wand gemalt, sondern Vorschläge skizziert für drei unterschiedlich schwer verlaufende Szenarien im Herbst und Winter, die so auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO schon gemacht wurden“, erläuterte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV.

„Dabei betont der Expertenrat, dass die Ausgangsvoraussetzungen etwa was die Impfquote angeht deutlich besser sind als noch vor einem Jahr. Darauf können wir aufbauen und auch der Bevölkerung die Sinnhaftigkeit gut koordinierter und gegebenenfalls notwendiger Maßnahmen vermitteln. Nur so lässt sich Akzeptanz erreichen“, zeigten sich beide Vorstände überzeugt.