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Presse

Gassen: „Entbudgetierung von Kinder-Arzneien grundsätzlich richtig“

Er begrüße die Pläne Prof. Karl Lauterbachs, Medikamente für Kinder zu endbudgetieren erklärte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

„Der Weg der Entbudgetierung ist grundsätzlich der richtige“, erklärte KBV-Vorstandsvorsitzender Gassen. Ergänzend forderte er „Klarheit und Verbindlichkeit“ in Bezug auf kinderärztliche Untersuchungen und Behandlungen. Der GKV-Spitzenverband kritisierte die Pläne hingegen als „Weihnachtsgeschenk für die Pharmabranche“.

Minister Lauterbach bezeichnete es als „inakzeptabel“, dass in der EU erhältliche Medikamente für Kinder in Deutschland nicht verfügbar seien. Das vorgestellte Eckpunktepapier für ein neues Arzneimittelgesetz zielt darauf ab, Engpässen bei speziell für Kinder dosierten Medikamenten entgegenzuwirken. Sichergestellt werden soll dies durch eine höhere Herstellervergütung und mehr EU-Einkäufe. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde für kommende Woche angekündigt.

Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind mehr als 300 Arzneimittel bekannt, die von Lieferengpässen betroffen sind. Grund hierfür seien eine hohe Nachfrage, nicht funktionierende Lieferketten, eine geringe Zahl von Herstellern und insbesondere der Preisdruck in der Generika-Produktion, weswegen sich die Herstellung von Medikamenten auf den asiatischen Markt konzentriert.

Der Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. Dezember 2022