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Presse

„Mixtur aus positiven Ansätzen und versorgungsfernen Ideen“

Zu den heute von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach vorgestellten Eckpunkten einer Notfallreform erklären die Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner:

Berlin, 16. Januar 2024 – „Die heute vorgestellten Eckpunkte enthalten einige positive Ansätze, beinhalten aber auch leider immer noch unrealistische und versorgungsferne Ideen. Richtig ist der Ansatz einer verbesserten Patientensteuerung durch eine Stärkung der Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie deren Vernetzung mit den Rettungsleitstellen. Fern der Realität ist vor dem Hintergrund knapper personeller medizinischer Ressourcen, eine 24/7-Versorgung „aufsuchender Art“ etwa durch Fahrdienste einrichten zu wollen. Problematisch bleibt die Standortauswahl von Integrierten Notfallzenten (INZ) an Kliniken. Wenn maximal jedes der derzeit an der Notfallversorgung teilnehmenden 1.200 Krankenhäuser ein INZ bekommen sollte, wäre dies personell unmöglich zu stemmen. Immerhin wird offen die Finanzierungsproblematik angesprochen. Hier müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen Vorhaltekosten geltend machen können. Entscheidend werden nun die konkreten Ausformulierungen der Eckpunkte sein.“