Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 
Stand 19.01.2022

Coronavirus

Corona-Viren

COVID-19-Zertifikate

Die digitalen COVID-19-Zertifikate der EU dienen als Nachweis, dass eine Person gegen COVID-19 geimpft wurde, von Corona genesen ist oder negativ auf Corona getestet wurde. Arztpraxen sind berechtigt, alle drei Zertifikate auszustellen.

Dabei wird ein QR-Code generiert, mit dem sich das jeweilige Zertifikat in die CovPass-App oder die Corona-Warn-App einlesen und bei Bedarf vorzeigen lässt (alternativ kann auch der Papier-Ausdruck mit dem QR-Code genutzt werden). Die Zertifikate gelten in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Anwendung in Deutschland ist in Paragraf 22 des Infektionsschutzgesetzes sowie in der Coronavirus-Impfverordnung und Coronavirus-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) geregelt.

Fragen und Antworten zu den Zertifikaten stellt das BMG auf seiner Internetseite bereit.

Impfzertifikat

Anspruch

Wer gegen das Coronavirus geimpft wurde, hat Anspruch auf ein Impfzertifikat. Als Nachweis wird der gelbe Impfpass oder die Impfbescheinigung und ein Lichtbildausweis vorgelegt.

Impfzertifikate für Genesene: Davon unabhängig gilt eine Person als vollständig geimpft, wenn sie genesen ist und eine Impfung erhalten hat. Sie hat dann Anspruch auf ein Impfzertifikat. Der Nachweis der Genesung wird mit einem positiven PCR-Test oder einem gültigen Genesenenzertifikat belegt. Es kann also auch jemand nur einmal geimpft werden und als vollständig geimpft gelten, der die Krankheit durchgemacht hat, ohne einen Genesenenzertifikat erhalten zu haben, z.B. weil die Erkrankung länger als 90 Tage zurücklag (siehe "Genesenenzertifikat").

Hinweis: Auch Auffrischimpfungen können in gleicher Art und Weise wie Erst- und Zweitimpfungen oder die Impfung nach einer Genesung im digitalen Impfnachweis dokumentiert werden.

Ausstellung

Wer darf die Zertifikate ausstellen?

Impfzertifikate können überall dort ausgestellt werden, wo COVID-19-Schutzimpfungen durchgeführt werden, zum Beispiel im Impfzentrum oder in einer Arztpraxis. Darüber hinaus können sich Bürger an eine Apotheke oder einen Vertragsarzt, der die Impfung selbst nicht durchgeführt hat, wenden.

Wie können Ärzte die Zertifikate ausstellen?

PVS-Lösung: In den Arztpraxen können die Zertifikate direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt werden, um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die notwendigen Daten nicht noch einmal dokumentiert werden müssen und der QR-Code mit einem Klick generiert werden kann. Ein erforderliches Update wird von den meisten PVS-Herstellern bereitgestellt. Die Kosten werden vom Bund finanziert.

Desktop-Client: Eine Alternative ist der Desktop-Client (auch „Komfort-Client“). Mit der Anwendung können die Personendaten automatisch durch die Integration des elektronischen Kartenterminals befüllt werden. Die Daten müssten so nicht mehr per Hand eingetragen werden. IBM hat den Desktop-Client im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und stellt diesen kostenfrei bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist der Zugang zur Telematikinfrastruktur sowie eine Internetverbindung. Praxen können die Anwendung online herunterladen. Die Konfiguration muss nach Angaben von IBM durch einen IT-Techniker vorgenommen werden. Die Installationsdatei, die Anleitung sowie das Anwender-Handbuch finden Sie hier.

RKI-Webanwendung: Alternativ kann der Impfzertifikatsservice des Robert Koch-Instituts genutzt werden, der über die Telematikinfrastruktur läuft. Die Eingabe der Daten wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum erfolgt manuell, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Abrechnung und Vergütung

Das Ausstellen der Impfzertifikate wird nach der Coronavirus-Impfverordnung wie folgt vergütet:  

Pseudo-GOP Leistung gemäß Corona-Impfverordnung Vergütung
Impfzertifikat für Personen, die in der eigenen Praxis geimpft wurden
88350 Ausstellung eines Impfzertifikats 6 Euro
88351 Ausstellung eines Impfzertifikats automatisiert mithilfe des PVS-Systems 2 Euro
Impfzertifikat für Personen, die nicht in der eigenen Praxis geimpft wurden
88352 Ausstellung eines Impfzertifikats 6 Euro

Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen. Vertragsärztinnen und Vertragsärzte geben dazu die entsprechenden Pseudo-Gebührenordnungspositionen an.

Genesenenzertifikat

Anspruch

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Vorgaben für Genesenennachweise am 15. Januar 2022 im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung angepasst. Danach können Personen ein Genesenenzertifikat erhalten, wenn:

  • die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist

UND

  • das Datum der Abnahme des positiven Tests mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage zurückliegt

Das Genesenenzertifkat ist 90 Tage gültig. Die Dauer wurde laut RKI von sechs Monate auf 90 Tage reduziert, da die bisherige wissenschaftliche Evidenz darauf hindeutet, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Deltavariante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante haben.

Hinweis: Eine Person, die die Erkrankung durchgemacht hat, kann nur innerhalb dieses Zeitraums (maximal 90 Tage und mindestens 28 Tage) einen solchen Nachweis ausgestellt bekommen. Nach Ablauf dieser Frist und bevor eine Impfung stattgefunden hat, gilt die Person als nicht vollständig geimpft und eben auch nicht als genesen. Um als genesene Person vollständig geimpft zu sein und Anspruch auf ein Impfzertifikat zu haben, reicht eine Impfung (siehe "Impfzertifikat").

Ausstellung

Wer darf die Zertifikate ausstellen?

Das Genesenenzertifikat dürfen Ärztinnen und Ärzte ausstellen, die PCR-Tests durchführen sowie nachträglich im oben genannten Zeitraum jeder Arzt oder Apotheker.

Wie können Ärzte die Zertifikate ausstellen?

PVS-Lösung: In den Arztpraxen können die Zertifikate direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt werden, um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die notwendigen Daten nicht noch einmal dokumentiert werden müssen und der QR-Code mit einem Klick generiert werden kann. Ein erforderliches Update wird von den meisten PVS-Herstellern bereitgestellt. Die Kosten werden vom Bund finanziert.

Desktop-Client: Eine Alternative ist der Desktop-Client (auch „Komfort-Client“). Mit der Anwendung können die Personendaten automatisch durch die Integration des elektronischen Kartenterminals befüllt werden. Die Daten müssten so nicht mehr per Hand eingetragen werden. IBM hat den Desktop-Client im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und stellt diesen kostenfrei bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist der Zugang zur Telematikinfrastruktur sowie eine Internetverbindung. Praxen können die Anwendung online herunterladen. Die Konfiguration muss nach Angaben von IBM durch einen IT-Techniker vorgenommen werden. Die Installationsdatei, die Anleitung sowie das Anwender-Handbuch finden Sie hier.

RKI-Webanwendung: Mit dem Impfzertifikatsservice des Robert Koch-Instituts können ebenfalls Genesenenzertifikate generiert werden. Dafür müssen die Daten manuell in ein Online-Formular eingegeben werden, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Abrechnung und Vergütung

Das Ausstellen der Genesenenzertifikate wird nach der Coronavirus-Testverordnung wie folgt vergütet:  

Pseudo-GOP Leistung gemäß Coronavirus-Testverordnung Vergütung
COVID-19-Genesenenzertifikate gemäß § 22 Absatz 6 des Infektionsschutzgesetzes
88370 Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats 6 Euro
88371 Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats – automatisiert mit Hilfe des PVS-Systems 2 Euro

Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen. Vertragsärztinnen und Vertragsärzte geben dazu die entsprechenden Pseudo-Gebührenordnungspositionen an.

Testzertifikat

Anspruch

Wer ein negatives Testergebnis erhalten hat, kann dafür ein Testzertifikat bekommen und es in der App hinterlegen.

Ausstellung

Wer darf die Zertifikate ausstellen?

Das digitale COVID-19-Testzertifikat der EU kann überall dort ausgestellt werden, wo Tests durchgeführt werden, zum Beispiel in Teststationen, Apotheken und Arztpraxen, wenn das Testergebnis negativ ist.

Ein COVID-19-Testzertifikat der EU setzt die Anwendung eines Nukleinsäureamplifikationsverfahrens (PCR-Test) oder einen Antigenschnelltest, der auf der EU-Testliste enthalten ist, voraus:

Common list of COVID-19 rapid antigen tests (PDF-Dokument)

Wie können Ärzte die Zertifikate ausstellen?

Zur Erstellung von COVID-19-Testzertifikaten stellt T-Systems im Auftrag der Bundesregierung das CWA-Schnelltestportal bereit. Über das Portal ist auch eine Übermittlung in die Corona-Warn-App (CWA) möglich.

Für Ärztinnen und Ärzte, die bereits eine eigene Softwarelösung entwickelt haben oder eine Softwarelösung Dritter einsetzen, bietet T-Systems eine Schnittstelle für die Anbindung der Partnersysteme an die Corona-Warn-App an.

Für die Nutzung des Portals und die Anbindung an die Corona-Warn-App ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Weitere Informationen zur Anmeldung stellt das Unternehmen hier bereit. Hotline für Fragen zum Schnelltestportal: 0620 2274 3730 (montags bis sonntags von 6 bis 20 Uhr)

Abrechnung und Vergütung

Das Ausstellen eines Testzertifikats ist Teil der Abstrichleistung und in der Vergütung enthalten. Diese ist in der Coronavirus-Testverordnung mit 8 Euro festgelegt. Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen.

Anbindung an die App: Für die Abrechnung von Bürgertests ist nach der TestV eine Anbindung an die Corona-Warn-App verpflichtend. Teststationen, Apotheken und Vertragsärzte müssen technisch in der Lage sein, auf Wunsch der getesteten Person, Testergebnisse und COVID-19-Testzertifikate in die App zu übermitteln.