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Ziel: Ambulante Versorgung weiterentwickeln / Moratorium bei der Digitalisierung gefordert

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) stellt die große Bedeutung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten heraus. Das verdeutlichen weit mehr als eine Milliarde Arzt-Patienten-Kontakte pro Jahr. Es gilt, die Praxisstrukturen zu stärken und diese von der Bevölkerung hoch geschätzten wohnortnahen Versorgungsstützpunkte zukunftsfest zu machen.

Berlin, 22. Oktober 2021 – „Die neu gewählte Koalition steht gerade auch auf dem Feld der Gesundheitspolitik vor großen Herausforderungen. Dabei kann sie sich auf das bewährte System der ambulanten Versorgung verlassen. Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und ihre Teams der Medizinischen Fachangestellten machen einen tollen Job. Das hat sich insbesondere während der Corona-Pandemie gezeigt. 13 von 14 Covid-19-Patientinnen und -Patienten wurden durch die Niedergelassenen behandelt“, betonte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.

“Dabei haben die Praxen nicht nur die Pandemie gestemmt, sondern auch die reguläre Versorgung aufrechterhalten. Über drei Millionen Arzt-Patienten-Kontakte täglich sprechen hier eine beredte Sprache“, erklärte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender. „Dieses System der ambulanten Versorgung muss gestärkt werden. Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den ärztlichen und psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen und ihrer Teams“, stellte er klar. „Dazu gehört ebenso, dass sowohl die Praxen, die die ambulante Versorgung innehaben, als auch die Krankenhäuser, die für die stationären Fälle verantwortlich sind, über eine ausreichende finanzielle Ausstattung verfügen“, ergänzte KBV-Chef Gassen.

Auch im Bereich der Digitalisierung warten große Herausforderungen auf die neue Koalition. „Wir müssen beim Digitalisierungsprozess weg von dem Grundsatz, nur darauf zu schauen, was technisch möglich ist. Die derzeitige, technisch vollkommen unausgereifte Einführung von elektronischer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und eRezept zeigen, wie es eben nicht laufen darf“, erklärte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.

Vor diesem Hintergrund sprechen sich KBV und KVen für ein einjähriges Moratorium aus. Die neue Leitfrage muss lauten: „Was ist gut für die Versorgung der Patienten und erleichtert gleichzeitig die Arbeit für die Praxen?“