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„Was wir nicht können, ist warten auf die große Reform“

„Alles überall kann nicht vorgehalten werden. Vor dem Hintergrund knapper und endlicher Ressourcen muss jeglicher Eindruck vermieden werden, es sollten Parallelstrukturen mit 24/7-Diagnostik und -behandlung aufgebaut werden. Dazu ist die Situation schon regional zu unterschiedlich“, kommentierte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), das Positionspapier von Marburger Bund (MB) und der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) in einer ersten Stellungnahme.

Berlin, 09. Juni 2022 - „Vor allen Dingen können wir eines nicht: Warten! Warten auf eine Gesamtreform, wie sie die Verfasser des Papiers sich wünschen. Zudem muss vor dem Hintergrund knapper und sehr endlicher personeller Ressourcen jeglicher Eindruck vermieden werden, es sollten Parallelstrukturen aufgebaut werden“, erklärte der KBV-Chef.

„Die Personalressourcen sind insbesondere in den Krankenhäusern teilweise dramatisch knapp. Das gilt nicht nur für die Pflege, sondern auch für den ärztlichen Bereich“, sagte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV. „Leitlinie allen Handelns muss sein, knappe Ressourcen gezielt anzubieten und einzusetzen. Alles andere ist nicht machbar! Schon deshalb ist es auch wichtig, ein vorgeschaltetes, verpflichtendes, einheitliches und validiertes Ersteinschätzungsverfahren so schnell wie möglich einzuführen“, fügte er hinzu.

Immerhin – so die KBV-Vorstände – würden MB und DGINA nicht mehr davon sprechen, dass an allen Krankenhäusern auch eine Notfallversorgung stattfinden müsse.