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Stand 24.08.2018

KBV-Zukunftspraxis

Mission KBV-Zukunftspraxis

Mit dem Projekt KBV-Zukunftspraxis treibt die KBV als aktiver Spieler die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter an. In einem Ideenwettbewerb haben wir digitale Anwendungen und Dienste gesucht und gefunden, mit denen wir zeigen wollen, wie eine sinnvolle Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland gestaltet werden kann.

Im Rahmen des Take-off-Events am 26. September 2018 präsentieren die aussichtsreichsten Kandidaten ihre Produkte. Die Besten werden am Ende prämiert und sollen ab 2019 in der ambulanten Versorgung getestet werden.

Mehr Infos zur Veranstaltung

Details zum Projekt

Die Mission KBV-Zukunftspraxis gliedert sich in folgende Phasen:

  • Ideenphase mit Wettbewerb: 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018
  • Implementierungsphase und Praxistest: 1. Januar 2019 bis Sommer 2022
  • Evaluations- und Abschlussphase: 2022 (Projektabschluss: 15. Dezember 2022)

Take-off: Event in Berlin

Am 26. September 2018 präsentieren sich alle ausgewählten Anwendungen in Berlin. Es werden drei Sieger gekürt sowie die bis zu 10 potenziellen Teilnehmer der KBV-Zukunftspraxis bekanntgegeben.

Nähere Infos zu dem Event

Mitmachen als Unternehmen: Was sind meine Vorteile?

Hinweis: Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.

Gemeinsam mit geeigneten Bewerbern wird ein Evaluationsvorgehen und Vertragswerk entwickelt, was nach einer Beschlussfassung durch den Vorstand der KBV ab 2019 in die Umsetzung gebracht werden soll.

Ihre Vorteile als Teilnehmer

Als Dienstleister von Gesundheits- und Medizin-Apps möchten Sie Ihre digitale Anwendung unter Echtbedingungen testen und Feedback bekommen, mit Experten auf dem Gebiet und der Zielgruppe selbst an der App arbeiten, sie verbessern und zur Marktreife bringen und als letzter und wichtigster Punkt: mit einer erfolgreichen Evaluation die Chancen für eine Integration in den ambulanten Versorgungsalltag verbessern. Durch das Projekt KBV-Zukunftspraxis wird dies möglich.

Das können wir Ihnen auf der Mission konkret bieten:

  • Insiderwissen zum Gesundheitswesen und Zusammenspiel der verschiedenen Akteure
  • Bekanntwerden und Vernetzung im „Gesundheitsbereich“
  • Ideenwettbewerb und Auswahl geeigneter Dienste
  • Testen ausgewählter digitaler Anwendungen in der realen Versorgungswelt (KBV-Zukunftspraxen)
  • Rückmeldung aller Beteiligten (Ärzte, Patienten, …) zu Nutzen und Problemen Ihres Produktes
  • Evaluation der Praxistests und Veröffentlichung eines Evaluationsberichts

Mitmachen als Praxis: Wo kann man sich als Zukunftspraxis bewerben?

Die KBV ruft interessierte Praxen, MVZ und Krankenhäuser auf, am Projekt KBV-Zukunftspraxis teilzunehmen. Im Rahmen des Projektes werden innovative digitale Dienste in geeigneten Praxen der ambulanten Versorgung gezielt getestet und evaluiert.

Sollten Sie und Ihre Einrichtung als KBV-Zukunftspraxis ausgewählt werden, implementieren wir mit Ihnen gemeinsam den zu testenden Dienst und begleiten Sie während des Betriebs (ca. 12-18 Monate). Während des Tests und direkt anschließend bitten wir Sie um ein Feedback zur Praxistauglichkeit und zu Ihren Erfahrungen bezüglich des zu testenden Dienstes.

Dabei ist es vorab wichtig zu wissen, dass wir Sie bei der Implementierung und dem Betrieb des Dienstes insofern unterstützen wollen und dürfen, als dass wir Ihnen nachweisbare Kosten für die technische Implementierung, die Anbindung an das Praxisverwaltungssystem und direkte Nutzungskosten soweit möglich ersetzen.

Eine Erstattung ist dabei immer an eine vorab einzuholende und abzustimmende Übernahmezusage durch die Projektleitung gebunden. Nicht ersetzen können wir Ausfallzeiten oder Personalkosten, die aus zeitlichen Aufwendungen für Sie als Praxisinhaber oder für Ihre Mitarbeiter durch die Implementierung, Schulung, den Betrieb oder die Evaluation (Befragung) entstehen.

Abschließend bitten wir um Verständnis, dass nicht alle Praxen, die sich bewerben, auch in das Projekt eingebunden werden können, da die jeweils zu untersuchenden Dienste jeweils spezifische Anforderungen an die Evaluationsumgebung haben werden. Die Auswahl der Praxen wird sich aus den jeweiligen Evaluationsszenarien für die ausgewählten Dienste und den entsprechenden Anforderungen ergeben.

Bewerbung per E-Mail

Bei Interesse an einer Teilnahme am Projekt KBV-Zukunftspraxis, senden Sie uns bitte den ausgefüllten Fragebogen (siehe unten) an: zukunftspraxis@kbv.de

Wir speichern Ihre Daten ab. Nach unserer Take-off-Veranstaltung am 26. September 2018 in Berlin stehen die Produkte/Apps und Dienstleistungen fest, die am Projekt teilnehmen. Anschließend wählen wir geeignete Evaluationspartner aus und melden uns Ende September/Anfang Oktober 2018 bei Ihnen.

Auswahlverfahren und Bewertungskriterien

Die KBV legt Bewertungskriterien fest, anhand derer sie über die Teilnahme eines Dienstleisters und seines Produktes am Projekt KBV-Zukunftspraxis entscheidet. Folgendes Bewertungsvorgehen findet hierbei Anwendung:

Fünf Themenfelder

Bei der Bewertung der zukunftsträchtigen digitalen Dienste stehen folgende fünf Fragestellungen und Themenfelder im Fokus:

  1. Bringt die digitale Anwendung / App Mehrwerte für den Arzt innerhalb der Praxis?
  2. Verbessert sie die Interaktion zwischen Arzt und Patient?
  3. Schafft sie Mehrwerte für den Patienten, die er auch in die Arztpraxis trägt?
  4. Verbessert sie die Interaktion zwischen Arzt und Arzt / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung / Krankenkasse?
  5. Verbessert sie die Interaktion zwischen Arzt und Kassenärztlicher Vereinigung?

1. Schritt: „K.-o.-Kriterien“

Trifft eines der unten genannten Kriterien entsprechend der eingereichten Unterlagen auf das Angebot zu, wird es nicht weiter untersucht und von dem weiteren Bewertungsvorgehen ausgeschlossen. Der Bewerber wird entsprechend informiert.

K.-o.-Kriterien sind:

  • Die Vertraulichkeit und das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient werden gefährdet.
  • Die Wahrung und Förderung der Therapiefreiheit des Arztes ist nicht sichergestellt.
  • Die Patientensouveränität ist gefährdet.
  • Datenschutz und Datensicherheit erfüllen europäische Standards nicht vollständig.
  • Das Angebot kann keinem der vorgegebenen fünf Themenfelder zugeordnet werden.
  • Datennachnutzung (sekundäre Analysen, Verkauf – auch anonymisiert) ist Teil des Geschäftsmodells.
  • Die Anbieterfinanzierung ist für die Projektphase nicht ausreichend sichergestellt.
  • Die Beachtung der bestehenden ethischen, gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen ist nicht sichergestellt. Die allgemeinen geschäftlichen Voraussetzungen für Auftragnehmer öffentlicher Einrichtungen werden durch den Anbieter nicht erfüllt. Der Anbieter ist nicht Inhaber der Urheberrechte oder legitimierter Vertreter im Sinne des Urheberrechtes für die zur Bewerbung eingereichte Anwendung.

2. Schritt: Bewertung der quantitativ bewertbaren Kriterien

Die Bewertung der folgenden quantitativ bewertbaren Kriterien erfolgt per Punktevergabe (maximal möglich: 420 Punkte).

Ärztliche und medizinische Belange (50 Prozent der Gesamtwertung)

  • Medizinischer Mehrwert und Hintergrund
  • Anwendbarkeit und Akzeptanz
  • Transparenz und Persönlichkeitsschutz

IT-technische Belange (25 Prozent der Gesamtwertung)

  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Anwenderfreundlichkeit und Administration
  • IT-Architektur
  • Effiziente Anwendung

Business-Case und Background, Finanzen und Controlling, Juristisches (25 Prozent)

  • Business-Case und Background
  • Finanzen und Controlling
  • Juristisches

3. Schritt: Zusammenfassung der Bewertungsergebnisse

Die Punktergebnisse aller Kriterien werden aufsummiert und ergeben das abschließende Gesamtergebnis. Die Priorisierung folgt absteigend der Gesamtpunktsumme. Das Gesamtergebnis und der Punkteabstand zum maximal möglichen Punktwert werden dem einreichenden Bewerber mitgeteilt.

Dieses Gewichtungsvorgehen erfolgt ausschließlich für die Bewertung der vorgeschlagenen Anwendungen für die Priorisierung zur Umsetzungsplanung vor der Förderphase.