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Stand 17.10.2018

KBV-Zukunftspraxis

Mit dem Projekt KBV-Zukunftspraxis treibt die KBV als aktiver Spieler die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter an. In einem Ideenwettbewerb haben wir digitale Anwendungen und Dienste gesucht und gefunden, mit denen wir zeigen wollen, wie eine sinnvolle Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland gestaltet werden kann. Die Siegerehrung fand am 26. September 2018 in Berlin statt (mehr Infos).

Mitmachen als Praxis: Bewerbung per E-Mail

Bei Interesse an einer Teilnahme am Projekt KBV-Zukunftspraxis, senden Sie uns bitte den ausgefüllten Fragebogen an: zukunftspraxis@kbv.de

Fragebogen (DOCX, 65 KB)

Details zum Projekt

  • Ideenphase mit Wettbewerb: 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018
  • Implementierungsphase und Praxistest: 1. Januar 2019 bis Sommer 2022
  • Evaluations- und Abschlussphase: 2022

Informationen für interessierte und teilnehmende Praxen

Die KBV ruft interessierte Praxen, MVZ und Krankenhäuser auf, am Projekt KBV-Zukunftspraxis teilzunehmen. Im Rahmen des Projektes werden innovative digitale Dienste in geeigneten Praxen der ambulanten Versorgung gezielt getestet und evaluiert.

Sollten Sie und Ihre Einrichtung als KBV-Zukunftspraxis ausgewählt werden, implementieren wir mit Ihnen gemeinsam den zu testenden Dienst und begleiten Sie während des Betriebs (ca. 12-18 Monate). Während des Tests und direkt anschließend bitten wir Sie um ein Feedback zur Praxistauglichkeit und zu Ihren Erfahrungen bezüglich des zu testenden Dienstes.

Dabei ist es vorab wichtig zu wissen, dass wir Sie bei der Implementierung und dem Betrieb des Dienstes insofern unterstützen wollen und dürfen, als dass wir Ihnen nachweisbare Kosten für die technische Implementierung, die Anbindung an das Praxisverwaltungssystem und direkte Nutzungskosten soweit möglich ersetzen.

Eine Erstattung ist dabei immer an eine vorab einzuholende und abzustimmende Übernahmezusage durch die Projektleitung gebunden. Nicht ersetzen können wir Ausfallzeiten oder Personalkosten, die aus zeitlichen Aufwendungen für Sie als Praxisinhaber oder für Ihre Mitarbeiter durch die Implementierung, Schulung, den Betrieb oder die Evaluation (Befragung) entstehen.

Abschließend bitten wir um Verständnis, dass nicht alle Praxen, die sich bewerben, auch in das Projekt eingebunden werden können, da die jeweils zu untersuchenden Dienste jeweils spezifische Anforderungen an die Evaluationsumgebung haben werden. Die Auswahl der Praxen wird sich aus den jeweiligen Evaluationsszenarien für die ausgewählten Dienste und den entsprechenden Anforderungen ergeben.

 

KBV-Zukunftspraxis: Übersicht der Gewinner

Die folgenden Unternehmen erhalten die Chance, ihr Produkt ab 2019 in ausgewählten Zukunftspraxen zu testen:

Gewinner 1. Preis XpertEye

Hersteller: AMA Xpert Eye GmbH

Produkt: XpertEye ist eine „You see what I see“-Lösung basierend auf einer Datenbrille in Kombination mit einem Smartphone. Sie ermöglicht den Benutzern, Wissen und Expertise über Distanzen hinweg in Echtzeit zu transportieren, indem das Sichtfeld, Gesten und die Stimme übertragen und mit einem Experten geteilt werden können – beispielsweise in der Kombination Arzt in der Praxis und Pflegekraft bei Hausbesuch oder Pflegeheimbesuch.

Fokus im Praxistest: Ist eine Option für eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung von Heimbewohnern und nicht mobilen Patienten gegeben?

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Gewinner 2. Preis Idana

Hersteller: Tomes GmbH

Produkt: Idana ist eine Software für Ärzte in Kombination mit einer App für Patienten, die Routineprozesse digital unterstützen, insbesondere die Anamnese. Die Erfragung von Informationen zur Krankengeschichte beim Patienten erfolgt über adaptive digitale Fragebögen per Smartphone-App. Die abgefragten Daten sollen automatisch in der ärztlichen Dokumentation gespeichert und zur Vorbereitung des Patientengesprächs genutzt werden können.

Fokus im Praxistest: Erfolgt eine Verbesserung der Anamnese und eine Vereinfachung der Praxisabläufe? Und wie werden diese Daten genutzt?

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Gewinner 3. Preis DermaFC

Hersteller: Magnosco GmbH

Produkt: DermaFC ist ein Gerät, das als lasergestützte Dermatofluoroskopie krankhafte Veränderungen von Krebszellen anhand des Hautfarbstoffs Melanin in einem sehr frühen Stadium erkennt. Grundlage ist die Kombination von Lasertechnologie mit künstlicher Intelligenz (KI).

Fokus im Praxistest: Stellt das Produkt eine sinnvolle Diagnoseunterstützung für Dermatologen und Hausärzte dar?

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Gewinner Aaron.ai

Hersteller: Aaron GmbH

Produkt: Aaron.ai ist ein KI-basierter Telefonassistent (Software), der Anrufe der Praxis entgegennimmt, wenn Medizinische Fachangestellte überlastet sind. Der Assistent nimmt die Wünsche des Patienten (z.B. Termin, Wiederholungsrezept) auf und verarbeitet diese zum Teil automatisiert.

Fokus im Praxistest: Ist damit ein Bürokratieabbau in den Praxen erreichbar?

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Gewinner Respiro

Hersteller: Amiko Digital Health Limited

Produkt: Respiro dient der Verbesserung der Behandlung von Atemwegserkrankungen mittels sensorbasiertem Feedback (Add-on zu den Inhalatoren) und künstlicher Intelligenz. Dabei erfasst der Inhalatorsensor beim Inhalieren entsprechende Daten, die sich der Arzt in der Sprechstunde und der Patient per Smartphone-App anzeigen lassen können. So wissen beide, ob der Patient bei der nächsten Anwendung beispielsweise länger oder tiefer inhalieren sollte. Eine Übertragung in die ärztliche Dokumentation ist geplant.

Fokus im Praxistest: Erfolgen eine subjektive Verbesserung der Therapiewirksamkeit und eine Unterstützung des Managements von chronisch erkrankten Patienten? Wie stellt sich die Akzeptanz bei Ärzten und Patienten dar?

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Gewinner intellipix

Hersteller: zollsoft GmbH

Produkt: intellipix ist eine standortübergreifende, vernetzende Gesamtlösung für dermatologisch-fachärztliche Leistungen und dermatoskopische Diagnostik mithilfe von KI. Basis ist eine Bildarchiv-Software für Dermatoskope. Die mittels Smartphone-Aufsatz von Hautveränderungen aufgenommen Bilder können so automatisch mit einem großen Archiv verglichen und mittels KI ausgewertet werden. Auch ein Abgleich mit vorherigen Aufnahmen ist möglich, um Veränderungen zu erkennen.

Fokus im Praxistest: Verbessert das Produkt die Kooperation von Fach- und Hausärzten? Unterstützt es Haus- und Hautärzte bei der internen Praxisorganisation?

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Gewinner Ada - Your Health Guide

Hersteller: Ada Health GmbH

Produkt: Ada/Dx ist eine Software für Praxen zur Ermittlung einer Vordiagnose bzw. zur Diagnoseunterstützung für seltene Erkrankungen mittels KI-gesteuertem Fragenkatalog – laut Hersteller erkennt Ada mittlerweile 1.500 Krankheitsbilder und 200 seltene Krankheiten. Der Patient gibt dazu die Parameter im Wartezimmer in die Software ein.

Fokus im Praxistest: Wie wird ein solches Tool bei Ärzten und Patienten akzeptiert?

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Gewinner KLINDO

Hersteller: KLINDO GmbH

Produkt: Die Software KLINDO dient der digitalen Erfassung und Auswertung von standardisierten psychometrischen Fragebögen (z.B. psychometrische Tests bei ADHS, Demenz oder auch Depression) in ärztlichen und psychologisch-psychotherapeutischen Praxen.

Fokus im Praxistest: Ist dies eine sinnvolle Option zur Reduktion von Bürokratieaufwand in psychotherapeutisch orientierten Praxen? Stellt dies eine sinnvolle digitale Diagnoseunterstützung dar?

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Gewinner doctorly

Hersteller: doctorly GmbH

Produkt: doctorly ist ein cloudgestütztes PVS, welches eine ganzheitliche Plattform für Ärzte und Patienten anbietet. Durch moderne Technologie und Prozessflüsse verspricht der Hersteller eine Reduzierung des administrativen Aufwandes um bis zu 50 Prozent.

Fokus im Praxistest: Wie stellen sich Nutzen und Akzeptanz einer kooperativen PVS-Ausrichtung zwischen Arzt und Patient dar?

Hinweis: Eine Evaluation kann erst nach der Zertifizierung durch die KBV als PVS gestartet werden.

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Gewinner RED Medical

Hersteller: RED Medical Systems GmbH

Produkt: RED Medical ist ein webbasiertes Cloud-PVS bzw. Arzt-Informations-System, das bereits durch die KBV zertifiziert ist. Das System wird als „Software as a Service“ (SaaS) vollständig außerhalb der Praxis geführt.

Fokus im Praxistest: Wie erweisen sich Nutzen und Akzeptanz einer solchen virtualisierten PVS-Lösung? Wird in der Praxis durch die vollständig externe Systembetreuung Zeit eingespart?

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