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Stand 17.07.2019

Studien

PraxisBarometer Digitalisierung

Welche digitalen Angebote nutzen die rund 175.000 Vertragsärzte und -psychotherapeuten bereits in ihren Praxen? Welche Bedeutung haben diese? Von welchen (zukünftigen) Anwendungen versprechen sie sich den größten Nutzen?

Antworten auf diese Fragen will die KBV mit dem PraxisBarometer Digitalisierung auch im Jahr 2019 erhalten. Dazu wurden von Ende April 2019 bis Ende Mai per Zufallsauswahl circa 9.000 Ärzte und Psychotherapeuten angeschrieben und um das Ausfüllen eines Online-Fragebogens gebeten. Dabei bleibt der Datenschutz zu jeder Zeit gewahrt, die Angaben werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert verarbeitet. Die Ergebnisse sollen die KBV dabei unterstützen, die Digitalisierung im Sinne der Vertragsärzte und -psychotherapeuten zu gestalten und die Politik bei weiteren Vorhaben in diesem Bereich zu beraten.

Zentrales Thema des PraxisBarometers Digitalisierung ist, wie sehr die Niedergelassenen digitale Angebote bereits in ihren Praxen nutzen und welche Rolle diese in ihrem Arbeitsalltag spielen. Einige Fragen widmen sich der Kommunikation mit anderen Ärzten und Psychotherapeuten, Patienten, Krankenhäusern, Kassenärztlichen Vereinigungen sowie den Krankenkassen und Behörden. Darüber hinaus sollen sich Ärzte und Psychotherapeuten dazu äußern, welche Chancen und Risiken sie bei der digitalen Entwicklung sehen. Zudem werden sie nach Einsatzbereichen gefragt, in denen eine Digitalisierung aus ihrer Sicht sinnvoll ist.

Das PraxisBarometer wurde 2018 zum ersten Mal durchgeführt. Alle Dokumente dazu stehen am Ende der Seite zum Download zur Verfügung. 

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Das PraxisBarometer Digitalisierung findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Die Befragung soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um so auch die Entwicklung in den Praxen abbilden zu können. Sie wird im Auftrag der KBV vom renommierten IGES Institut durchgeführt und wissenschaftlich begleitet.

Mit dem ersten PraxisBarometer Digitalisierung hatte die KBV 2018 die bis dato umfassendste repräsentative, wissenschaftlich begleitete Befragung von Ärzten und Psychotherapeuten zum Stand der Digitalisierung vorgelegt. Ein Ergebnis war, dass die Niedergelassenen der Digitalisierung durchaus aufgeschlossen gegenüber stehen. Wichtig war für die Befragten, dass die Praxis daraus einen konkreten Nutzen für die Organisation oder die Patientenversorgung ziehen kann.

Auf Anfrage stellt die KBV den Datensatz der Befragung 2018 in anonymisierter Form zur Verfügung.

Die Befragung ist abgeschlossen. Aktuell werden die Ergebnisse ausgewertet. Eine Veröffentlichung ist für Herbst geplant.

Warum die Befragung so wichtig ist

Weshalb befragt die KBV Niedergelassene zur Digitalisierung?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Weil es für uns ganz wichtig ist zu wissen, wie sich die Digitalisierung in den Praxen auswirkt. Uns ist wichtig unsere eigene Politik darauf auszurichten und gleichzeitig auch die Information dann gezielter in die Arztpraxen geben zu können, nämlich das, was uns der Gesetzgeber als Aufgabe gibt. Deshalb ist es sehr, sehr wichtig für uns zu wissen, wie die Basis damit umgeht.“


Was kam beim ersten Mal vor einem Jahr heraus?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Sehr erfreulich für uns war, dass ein Großteil der Praxen, die angeschrieben worden sind, auch mitgemacht hat. Das war erfreulich. Die Ergebnisse waren für uns sehr interessant; es kamen zwei große Ergebnisse dabei heraus: Die Ärzte sind durchaus daran interessiert, ihre Praxis zu digitalisieren; aber nur dann, wenn es ihnen und der Versorgung – ihrer Arbeit für die Patienten – auch nützt. Und dabei sind zwei Probleme aufgetreten: Ärzte haben Sorge, dass bei der Digitalisierung der Datenschutz nicht ausreichend gewährleistet ist. Das muss man einfach ernst nehmen, trotz aller technischen Vorkehrungen. Und das zweit ist, dass viele Ärzte sich unzufrieden gezeigt haben mit der Software, die ihnen die Industrie zur Verfügung stellt, also die Praxisverwaltungssysteme. Sie möchten da mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse für ihre Praxis eingegangen sehen.“


Worum geht es in diesem Jahr beim Praxisbarometer Digitalisierung?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Uns geht es darum zu wissen, wie die Praxis digital ausgestattet ist, wo sie weitere Bedürfnisse sieht an digitaler Unterstützung rein auf Hardware-Ebene, und wir würden gerne wissen, wie ihre Erwartung ist – Was kommt auf die Praxen zu? Wo sehen sie einen großen Vorteil? Wie wird mit der potenziellen ePA umgegangen? Wie sind die Wünsche der Versicherten? Die kommen ja auch mit digitalen Wünschen, die kommen mit Apps, mit Ergebnissen aus Apps in die Praxen. Dazu wollen wir die Einschätzung der Ärzte wissen, um dann gezielt auf die Praxen zuzugehen und Angebote machen zu können.“


Was passiert mit den Ergebnissen?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Wir nehmen diese Ergebnisse als Basis unserer Politik, unseres Agierens in der gematik, auch gegenüber der Politik und in den Medien. Und versuchen damit natürlich auch, die KVen zu informieren und gleichzeitig entsprechende Beratungsangebote aufzubauen oder auf die Industrie zuzugehen, um zu erreichen, dass die Programme besser an die Bedürfnisse der Praxen angepasst werden.“


Warum sollten Praxen sich einbringen?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Sie sollten teilnehmen, damit wir die Möglichkeit haben, die Digitalisierung auch nach ihren Bedürfnissen zu steuern. Das wird uns nicht komplett gelingen, weil auch die Industrie und auch die Politik vielleicht andere Vorstellungen haben. Trotzdem sind wir dann in der Lage, genau unsere Forderungen auf die Interessen der Praxen und der niedergelassenen Versorgung abzustellen.“

Mit dem PraxisBarometer Digitalisierung startet die KBV 2019 erneut eine der umfassendsten Befragungen zu diesem Thema in der ambulanten Versorgung. Etwa 9.000 Vertragsärzte und -Psychotherapeuten werden Ende März eingeladen, einen Online-Fragebogen dazu auszufüllen. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel erklärt, was die KBV mit den Ergebnissen vorhat und warum sich Praxen unbedingt beteiligen sollten.

  • Digitalisierung in Praxen 2018

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