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Praxisnachrichten

Darmkrebsmonat März - Patienten gezielt auf Früherkennungsprogramm ansprechen

17.02.2022 - Der März steht bundesweit im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Ärzte können dies nutzen und ihre Patienten verstärkt auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Darmkrebs hinweisen. Infomaterialien dazu bietet die KBV.

„Informieren Sie Ihre Patientinnen und Patienten gezielt über das Darmkrebs-Früherkennungsprogramm und motivieren Sie sie zur Teilnahme“, appellierte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister an die Ärztinnen und Ärzte. „Ihnen kommt bei der Darmkrebsprävention eine entscheidende Rolle zu, gerade auch in der Pandemie.“

War die Zahl der Früherkennungskoloskopien zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im April und Mai 2020 leicht rückläufig, so stieg sie in 2020 im Vergleich zu 2019 insgesamt leicht an. Und auch im ersten Halbjahr 2021 nahmen mehr Menschen das Angebot einer Früherkennungskoloskopie an als im Vergleichszeitraum von 2019 (+ 9,35 Prozent). Dies geht aus dem Trendreport des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) für das erste Halbjahr 2021 hervor. „Das zeigt den großen Einsatz der Praxen bei den so wichtigen Früherkennungsuntersuchungen – auch unter Pandemiebedingungen“, hob Hofmeister hervor.

Darmkrebsscreening als organisiertes Programm

Teil des Darmkrebsscreening-Programms ist ein Beratungsgespräch über die Früherkennung des kolorektalen Karzinoms für Versicherte ab 50 Jahren. Es kann von allen Vertragsärzten angeboten werden, die Leistungen zur Krebsfrüherkennung erbringen – also neben Hausärzten unter anderem auch von Gynäkologen und Urologen.

Das Programm zur Früherkennung von Darmkrebs wird seit 2019 als organisiertes Darmkrebsscreening angeboten: Seither erhalten anspruchsberechtigte Versicherte eine Einladung zur Früherkennung auf Darmkrebs von ihrer Krankenkasse, um mehr Menschen mit diesem Untersuchungsangebot zu erreichen.

Männer haben seit 2019 bereits ab 50 Jahren Anspruch auf eine präventive Koloskopie, da sie ein höheres Risiko als Frauen haben, an Darmkrebs zu erkranken. Bei Frauen liegt die Altersgrenze für die Koloskopie bei 55 Jahren.

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 25.000 Menschen an Darmkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt jährlich bei rund 61.000. Der Darmkrebsmonat März ist jährlich immer wieder Auftakt, die Erkrankung und deren Möglichkeiten zur Früherkennung zu thematisieren.  Zu den Initiatoren gehören die Felix Burda Stiftung, die Stiftung LebensBlicke und der Verein Netzwerk gegen Darmkrebs.

Patienteninformationen für die Praxis

Die KBV bietet mehrere Patienteninformationen zum Früherkennungsprogramm sowie zum Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl. Die DIN-A4-Blätter können auf der Internetseite der KBV kostenlos als PDF-Dokumente heruntergeladen werden.

Außerdem stellt die KBV zum Thema Darmkrebsfrüherkennung ein Plakat für das Wartezimmer zur Verfügung. Unter dem Titel: „Große Probleme fangen oft winzig an“ soll es Patientinnen und Patienten auf die Darmkrebsfrüherkennung aufmerksam machen. Ärztinnen und Ärzte können das Plakat kostenfrei über die Warenkorb-Funktion bestellen (siehe unten).

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