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"Wir brauchen einen politischen Plan, keine düsteren Prophezeiungen"

"Wir brauchen einen Plan der Politik, wie wir sicher durch Herbst und Winter kommen werden. Bei der Ausarbeitung sollte der Bundesgesundheitsminister federführend sein. Das wäre besser als düstere Prophezeiungen einer sogenannten ‚absoluten Killervarianteʻ zu äußern und die Menschen damit zu verunsichern", sagte heute Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Berlin, 19. April 2022 – „Zur Planung gehört auch, dass idealerweise bereits jetzt die jährlichen Impfkampagnen zum Schutz gegen Grippe und COVID-19 inklusive notwendiger Auffrischungsimpfungen in den Praxen abgestimmt werden. Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen haben mehrfach bewiesen, dass die Praxen der richtige Ort sind, um Impfungen schnell und verlässlich durchzuführen“, so Gassen.

„Welche Maßnahmen sollen wann ergriffen werden, um rechtzeitig zu verhindern, dass wir in einigen Monaten nicht schon wieder über ein Herunterfahren des Landes und der gesamten Gesellschaft sprechen? Das ist die Kernfrage, die Politik beantworten muss. Die Chancen sind besser denn je, denn große Teile der Bevölkerung sind mittlerweile mindestens vollständig geimpft. Wir unterstützen jede Maßnahme, die dabei hilft, insbesondere die noch nicht geimpften über 60-Jährigen zu überzeugen, sich doch noch impfen zu lassen“, erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Dr. Stephan Hofmeister.

Zu große Erwartungen sollten allerdings nicht darin gesetzt werden, dass sich noch sehr viele Bürgerinnen und Bürger eine vierte Impfung geben lassen werden, zeigten sich die KBV-Vorstände überzeugt. „Die Zahlen belegen, dass sich mittlerweile fast alle, die sich auch impfen lassen wollen, geimpft sind“, erläuterte Hofmeister. „Die vierte Impfung scheint auch für Risikogruppen eher für einen zeitlich kürzeren Rahmen nur etwas zu bringen – und die Lösung kann ja nicht darin bestehen, sich alle paar Wochen erneut impfen zu lassen“, ergänzte Gassen.