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Antibiotikaverordnungen im Qualitätszirkel diskutieren

06.03.2024 - Auf Initiative eines pädiatrischen Bielefelder Qualitätszirkels im Jahr 2016 entstand das regionale Projekt „Antibiotische Therapie in Bielefeld – AnTiB“, an dem unter anderem auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe beteiligt ist.

In den letzten Jahren haben niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und weiteren Projektpartnern Antibiotika-Empfehlungen für die Fachgebiete Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Pädiatrie und Urologie erarbeitet, die auch im Qualitätszirkel eingesetzt werden können.

So können Sie beispielsweise das Qualitätszirkel-Modul „Arzneimittelmonographie“ nutzen, um einzelne Wirkstoffe zu diskutieren, unter anderem in Bezug auf Wirkmechanismen, Indikationen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen. Ebenso kann das Modul „Methoden und Instrumente der evidenzbasierten Medizin – Leitlinien“ als Basis für eine Zirkelsitzung zum Antibiotikaverordnungsverhalten dienen. Moderierende, die Fragen zur Durchführung von Zirkelsitzungen zu diesem Thema haben, können sich per E-Mail an antib@posteo.de wenden.

Auch wenn Deutschland zu den drei Ländern in der EU mit dem geringsten Antibiotika-Verbrauch in der ambulanten Versorgung gehört und dieser in den letzten Jahren kontinuierlich weiter zurückgeht (European Centre for Disease Prevention and Control), ist es wichtig, sich immer wieder mit der Thematik zu beschäftigen, um Antibiotika bewusster einzusetzen und Resistenzen zu vermeiden. Dieses Ziel verfolgt auch die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2030).

Die KBV bietet ebenfalls einen Medikationskatalog zu verschiedenen Indikationen wie Infekte der oberen Atemwege oder Harnwegsinfekte an, die in Zirkelsitzungen genutzt werden können.

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