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Veranstaltungen

Forum Digitalisierung: Medizin im Wandel – Wie verändert die Digitalisierung den Praxisalltag und Arztberuf?

Fachtagung am 29. März 2019 in Berlin

Wie verändert sich die Medizin? Wie wirken sich digitale Prozesse auf die Qualität der Patientenversorgung und die Arztrolle aus? Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran und ist eines der prägenden Themen der Zeit.

Die KBV lud daher in der Reihe Forum Digitalisierung zu der Fachtagung „Medizin im Wandel – Wie verändert die Digitalisierung den Praxisalltag und Arztberuf?“ ein. Ziele der Veranstaltung waren die Auseinandersetzung mit und die Positionierung zu den fachlich-medizinischen Chancen und Risiken durch digitalisierte Prozesse. Zudem sollten ethische, ökonomische und auch praktische Aspekte der Digitalisierung für die ärztliche Versorgung diskutiert werden.

Vorträge mit Fokus auf den Status der Digitalisierung im Gesundheitswesen, der Versorgungsqualität, die Einordnung von „Big Data“ und Erfahrungen aus der täglichen Praxis im Kontext der Patientenversorgung wurden gehalten.

Workshops fanden zur „Künstlichen Intelligenz (KI) aus Ärzte- oder Patientenperspektive“, zur „Nutzung und Einordnung von Gesundheits-Apps“ und zu „Arzt-Patienten-Kommunikation im digitalen Zeitalter“ statt.

 

  • Wichtig sei die Bereitschaft der Ärzte, die Digitalisierung in der Versorgung auch zu nutzen, betonte Dr. Thomas Kriedel.

    Wichtig sei die Bereitschaft der Ärzte, die Digitalisierung in der Versorgung auch zu nutzen, betonte Dr. Thomas Kriedel.

  • Interaktiv: Die Teilnehmer stimmen über eigene Kenntnisse und Nutzen der Digitalisierung ab.

    Interaktiv: Die Teilnehmer stimmen über eigene Kenntnisse und Nutzen der Digitalisierung ab.

  • Prof. Dr. med. Jörg Debatin referiert über die digitale Zukunft der Medizin.

    Prof. Dr. med. Jörg Debatin referiert über die digitale Zukunft der Medizin.

  • Zeigt sich kritisch: Prof. Dr. Gerd Antes zeigt  Probleme und Lücken von Big Data auf.

    Zeigt sich kritisch: Prof. Dr. Gerd Antes zeigt Probleme und Lücken von Big Data auf.

  • Dr. Irmgard Landgraf gibt einen Einblick in den durch die Digitalisierung veränderten Praxisalltag.

    Dr. Irmgard Landgraf gibt einen Einblick in den durch die Digitalisierung veränderten Praxisalltag.

  • Beim „Markt der digitalen Services“ informiert die KBV über diverse Anwendungen, beispielsweise KBV2GO! und den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117.

    Beim „Markt der digitalen Services“ informiert die KBV über diverse Anwendungen, beispielsweise KBV2GO! und den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117.

  • In der abschließenden Podiumsdiskussion tauschen sich Teilnehmer über Inhalte und Ergebnisse der vorangegangenen Workshops aus.

    In der abschließenden Podiumsdiskussion tauschen sich Teilnehmer über Inhalte und Ergebnisse der vorangegangenen Workshops aus.

Fachtagung zur Digitalisierung in der Medizin

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:

"Die KBV geht davon aus, dass die Digitalisierung natürlich auch maßgeblich Einfluss auf die zukünftige Tätigkeit des niedergelassenen Arztes und Psychotherapeuten hat. Deshalb ist es wichtig, möglichst im Vorfeld zu erkennen, wohin führt Digitalisierung, was wird erwartet, welche Trends werden wir in der Zukunft sehen. Viele sind ja unsicher, wo die Digitalisierung genau hingeht, Stichwort KI. Das kann heute noch keiner voraussagen, aber wir möchten eben die Industrie, die Politik, die niedergelassenen Ärzte, die Wissenschaft, alle zusammenführen und möglichst gemeinsam in Form einer Tagung auch auszuloten, gibt es jetzt schon einigermaßen verlässliche Antworten, denn viele von denen, die da zusammenkommen, gerade die Industrie, die arbeiten ja auch an Entwicklungen, an Techniken, die demnächst dann auch in die Praxis, in die Medizin Einzug halten werden."

Wer kommt auf dem Forum Digitalisierung zusammen?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
"Wir haben uns bemüht, da all die notwendigen Stakeholder, wie es auf Neudeutsch heißt, die Player, zusammenzuholen. Das sind vor allem einmal die Medizin selbst, die natürlich auch digitalisiert und Methoden einführt, es ist die Industrie, die die Apparaturen, die Programme liefern muss. Es sind natürlich auch die niedergelassenen Ärzte, auch die Krankenhausärzte, die natürlich diese Produkte einsetzen. Und es sind natürlich die Organisationen, die die Administration machen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung, aber auch die Krankenkassen, die Politik - und all die wollen wir zusammenführen, um möglichst frühzeitig Antworten zu finden und zu erkennen, wohin wird es wahrscheinlich gehen. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wer sich jetzt noch anmelden will, hat leider Pech gehabt, aber wir werden darüber, auch über die Ergebnisse informieren. Wir freuen uns besonders, dass auch die KBV und das ZI, was etwas ähnliches macht, in diesen Dingen wahrgenommen werden und als wichtiger Player gesehen werden, die in der Lage sind, diese Fragen wissenschaftlich unter allen Beteiligten zu erörtern."

Was erhoffen Sie sich vom Forum?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
"Erste Antworten, würden wir schon sagen. Wir wollen zumindest einen Konsens unter den Teilnehmern herbeiführen, wohin kann es gehen. Wenn es möglich ist, diesen zu erreichen, denn wenn man die Zukunft nicht genau kennt und wir wissen es nicht, kann man natürlich versuchen, sie zu gestalten, indem man die wesentlichen Beteiligten fragt, was macht ihr, wohin wird es nach Eurer Sicht gehen, und dazu dient diese Tagung. Da wird keine einzelne Tagung ausschlaggebend sein; es wird ein Prozess sein. Aber wir möchten diesen Prozess begleiten, um damit auch a)unsere Interessen einzuspielen und zweitens zu wissen, wo wird es wahrscheinlich hingehen, damit wir unsere Politik und unsere Handlungen darauf auch ausrichten können."

Ein Schwerpunkt: die Künstliche Intelligenz...

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
"Wir wissen, dass KI kommen wird, diese artificial intelligence oder Künstliche Intelligenz wird kommen auf jeden Fall, wir wissen nur noch nicht genau, wie sie sich auswirken wird. Was man glaube ich jetzt schon mit ziemlicher Sicherheit in der Medizin sagen kann, dass Algorithmen, also Rechenregeln, in der Lage sein werden, schneller, vielleicht auch effizienter als Ärzte Muster zu erkennen. Das bedeutet Auswertung von Reihenröntgenuntersuchungen, zum Beispiel beim Mammographie-Screening, die Bilder müssen ausgewertet werden. In der Pathologie könnte man sich das vorstellen. Da wird die KI den Arzt wesentlich unterstützen, auch beschleunigen die Tätigkeit, und bei anderen Anwendungsfeldern muss man einfach sehen, welche kommen werden. Eins hat aber die Entwicklung schon gezeigt: Diese KI ist nur so gut, wie die Daten, die man reinsteckt. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass man diese KI, diese Programme mit guten und validen Daten füttert. Und da denke ich, ist das KV-System auch aufgerufen, weil bei uns ja viele Millionen von validierten Daten im täglichen Behandlungsprozess anfallen. Die könnten dann, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen: Patient stimmt zu, natürlich anonym, auch zur Verfügung gestellt werden."

Die Digitalisierung spielt auch in der Medizin eine große Rolle, die aber häufig noch genau definiert werden muss. Die KBV veranstaltet deshalb eine Fachtagung zum Thema: "Medizin im Wandel - Wie verändert die Digitalisierung den Praxisalltag und Arztberuf?" Welche Ziele die KBV damit verfolgt, erklärt Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.