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Digitale Vordrucke

Neben der konventionellen Bedruckung und der Blankoformularbedruckung gibt es bei einigen Vordrucken auch die Möglichkeit der digitalen Nutzung. Aktuell sind dies:

  • die Überweisung zum radiologischen Telekonsil auf Muster 6,
  • seit dem 1. Juli 2017 die Laborüberweisung auf Muster 10,
  • der Anforderungsschein für Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften auf Muster 10A sowie
  • ab dem 1. April 2018 die Überweisung auf Muster 6, wenn für die Durchführung der Leistung des überweisungsannehmenden Arztes kein Arzt-Patienten-Kontakt erforderlich ist.

Welche Regeln bei der digitalen Nutzung der Vordrucke gelten, ist in der Vordruck-Vereinbarung digitale Vordrucke festgelegt (Anlage 2b Bundesmantelvertrag).

Ist die Nutzung der digitalen Vordrucke verpflichtend?

Die digitale Nutzung der Laborüberweisung auf Muster 10 und 10A ist den Ärzten freigestellt. Die bisherigen Übermittlungswege über konventionelle Vordrucke oder die Blankoformularbedruckung sind weiterhin möglich. Die Überweisung zum radiologischen Telekonsil kann dagegen nur digital erfolgen (siehe Anlage 31a Bundesmantelvertrag).

Da in der Regel keine Verpflichtung zur Nutzung digitaler Vordrucke besteht, muss vor dem Versand geprüft werden, ob der Empfänger digitale Vordrucke empfangen kann.

Was brauche ich für die Nutzung der digitalen Vordrucke?

Für die Versendung und den Empfang digitaler Vordrucke wird ein Dienst benötigt, mit dem die Inhalte verschlüsselt und geschützt übermittelt werden können. Die hierfür definierten Sicherheitsanforderungen erfüllt zum Beispiel KV Connect. Die zur Verarbeitung (Erstellen bzw. Auslesen) digitaler Muster verwendete Software muss von der KBV zertifiziert sein.

Für die Signierung der digitalen Laborüberweisung auf Muster 10 und die Überweisung zum radiologischen Telekonsil werden ein elektronischer Heilberufeausweis, ein Kartenlesegerät sowie eine Software zur Signaturerstellung benötigt. Der elektronische Heilberufeausweis kann über die zuständige Landesärztekammer beantragt werden. Als Kartenlesegerät kann ggf. ein bereits in der Praxis vorhandener Kartenleser genutzt werden. Die Signatursoftware ist im Regelfall Bestandteil der für die digitalen Vordrucke genutzten Software, es kann jedoch auch eine eigenständige Lösung genutzt werden. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrem Softwareanbieter bezüglich der Signatursoftware und dem Kartenlesegerät abstimmen.

Da der Anforderungsschein für Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften (Muster 10A) nicht unterschrieben wird, sind Heilberufeausweis, Kartenlesegerät und Signatursoftware für die digitale Verwendung des Musters 10A nicht erforderlich.

Wie ist sichergestellt, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die Daten erlangen?

Um sicherzustellen, dass die auf den digitalen Vordrucken enthaltenen sensiblen Daten vor dem Zugriff Unbefugter geschützt sind, wurde vereinbart, dass während der Übermittlung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Inhalte erfolgen muss. Zudem muss bei der Übertragung eine Transport-Signatur verwendet werden, die verhindert, dass die Daten unbemerkt verändert werden können. Für die Verschlüsselung und die Transport-Signatur müssen Verfahren verwendet werden, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlen werden. Es muss darüber hinaus gewährleistet sein, dass Absender und Empfänger eindeutig identifiziert werden können.

Die Einhaltung dieser Vorgaben wird durch die Softwarehersteller im Rahmen der Zertifizierung bestätigt. Ärzte, die zertifizierte Software nutzen, können daher davon ausgehen, dass die genannten Vorgaben eingehalten werden.

Müssen die digitalen Vordrucke archiviert werden?

Für die Archivierung der digitalen Vordrucke gelten dieselben Vorgaben wie für die konventionellen Vordrucke. Wenn also für die Papiervordrucke die Archivierung für Prüfzwecke vorgeschrieben ist, gilt dies ebenso für digitale Vordrucke. Die Aufbewahrungsfristen sowie weitere Vorgaben zur Aufbewahrung werden durch die Kassenärztlichen Vereinigungen definiert.

Wird die Nutzung der digitalen Vordrucke finanziell gefördert?

Aktuell gibt es keine gesonderte Förderung der Nutzung digitaler Vordrucke.

Wie erfolgt die Zuordnung der Probe zur digitalen Laborüberweisung?

Um die eindeutige Zuordnung der Probe zur Laborüberweisung zu gewährleisten, muss auf dem digitalen Muster 10 bzw. 10A verpflichtend eine Auftragsnummer eingetragen werden. Alternativ kann auch auf anderem Wege sichergestellt werden, dass eine eindeutige Zuordnung möglich ist. Wie die Zuordnung erfolgen soll, sollte daher mit dem gewählten Labor abgestimmt werden.

Hat die digitale Laborüberweisung etwas mit dem Labordatentransfer (LDT) zu tun?

Der Labordatentransfer (LDT) kann sowohl die digitale als auch die papiergebundene Laborüberweisung sinnvoll ergänzen. Die digitale Laborüberweisung und der LDT können aber auch unabhängig voneinander eingesetzt werden. Abrechnungsbegründend ist dabei immer das Muster – unabhängig davon, ob es digital oder in Papierform vorliegt.