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Stand 24.06.2021

Anwendungen der TI

Elektronisches Rezept (eRezept)

Ab dem 1. Juli 2021 startet - zunächst nur in ausgewählten Praxen - in Berlin-Brandenburg eine Testphase zur Ausstellung von eRezepten. Drei Monate später, ab dem 1. Oktober sollen Ärztinnen und Ärzte auch bundesweit auf freiwilliger Ebene eRezepte ausstellen können. Hierbei muss geprüft werden, dass die potenziell beliefernde Apotheke in der Lage ist, eRezepte zu verarbeiten.

Ab dem 1. Januar 2022 müssen Vertragsärztinnen und -ärzte einerseits sowie deren Patientinnen und Patienten andererseits das elektronische Rezept bei der Verordnung von apothekenpflichtigen Arzneimitteln über die gesetzliche Krankenversicherung nutzen. Elektronische Verordnungen für GKV-versicherte Selbstzahler sind auf freiwilliger Basis auch als eRezept möglich, sofern die Verordnungssoftware die Funktion anbietet. 

Zukünftig sollen weitere Produkte elektronisch verordnet werden können. Bis zur Bereitstellung der entsprechenden technischen Infrastruktur durch die gematik wird das Muster 16 bei Haus- und Heimbesuchen, für Hilfsmittel, Sprechstundenbedarf (je nach regionalen Vereinbarungen) und Verbandmitteln sowie Teststreifen (sonstige in die Arzneimittelversorgung einbezogene Produkte nach § 31 SGB V) aber weiterhin zum Einsatz kommen.

Direkt zur ausführlichen Praxisinformation

Start:
1. Juli 2021: als freiwillige Anwendung nur für Testteilnehmer in Berlin-Brandenburg
1. Oktober 2021: bundesweit als freiwillige Anwendung, sofern die technischen Voraussetzungen vorhanden sind
1. Januar 2022: verpflichtend für alle Vertragsärztinnen und -ärzte sowie deren Patientinnen und Patienten

Voraussetzungen:
TI-Anbindung (mindestens mit E-Health-Konnektor, für Komfortsignatur mit ePA-Konnektor), eHBA 2.0, PVS-Update, Drucker mit Auflösung von 300dpi für den Tokenausdruck
 

Das eRezept im Detail

Ausstellen eines eRezepts

Die Verordnungssoftware unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, ein Rezept elektronisch auszustellen. Das soll in der Praxis genauso komfortabel geschehen wie heute das Bedrucken des Papierformulars.

  • Verordnung wie gewohnt über die Verordnungssoftware erstellen.
  • eRezept signieren und abschicken - idealerweise mit nur zwei Klicks. Die Verordnung wird nun auf den eRezept-Server geladen. 
  • Die Patientin oder den Patienten fragen, ob sie die eRezept-App nutzen. Ist das der Fall, erhalten diese eine Information in ihrer App, dass ein eRezept für sie zur Verfügung steht und in der Apotheke eingelöst werden kann. 
  • Patientinnen und Patienten, die die App nicht nutzen, erhalten auf Wunsch einen Token-Ausdruck. Dieser enthält Informationen zu bis zu drei Verordnungen. Die aufgedruckten Data-Matrix-Codes können in der Apotheke eingescannt werden. Der Tokenausdruck wird automatisch vom PVS erstellt, nicht unterschrieben und kann im Format A5 oder A4 in Schwarz-Weiß in der Praxis gedruckt werden.

Qualifizierte elektronische Signatur

Das eRezept muss mit einer sogenannten qualifizierten elektronischen Signatur (QES) unterschrieben werden; die Signatur per Praxisausweis (SMC-B) ist nicht vorgesehen. Die QES hat ein sehr hohes Sicherheitsniveau: Ärzte und Psychotherapeuten müssen dafür nicht nur den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) in das Lesegerät stecken, sondern auch noch eine PIN eingeben. Da die Einzelsignatur im normalen Praxisalltag viel Zeit kosten würde, gibt es dafür praxistaugliche Lösungen:

  • Komfortsignatur: Bei diesem Verfahren können Ärztinnen und Ärzte mit ihrem eHBA und ihrer PIN für einen bestimmten Zeitraum jeweils bis zu 250 Signaturen freigeben. Sollen ein oder mehrere Dokumente signiert werden, müssen sie dies nur noch bestätigen. Im Gegensatz zur Stapelsignatur ist die Komfortsignatur frühestens mit einer weiteren Ausbaustufe des Konnektors, dem sogenannten ePA-Konnektor, möglich; zum jetzigen Stand ist mit einer Verfügbarkeit in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu rechnen. Aus Sicht der KBV ist für die Massenanwendung eRezept nur die Komfortsignatur im Praxisalltag geeignet. 
  • Stapelsignatur: Sie ist bereits mit dem E-Health-Konnektor möglich. Ärztinnen und Ärzte können dabei mehrere Dokumente gleichzeitig qualifiziert elektronisch unterschreiben. Sie signieren hierbei einmal mit ihrem eHBA und ihrer dazugehörigen PIN den gesamten vorbereiteten elektronischen Dokumentenstapel, zum Beispiel am Ende eines Praxistages. Das eRezept wäre damit grundsätzlich möglich. Es dürfte jedoch im Praxisalltag nicht leicht umzusetzen sein, Patienen ihr Rezept erst verzögert zur Verfügung zu stellen. 

Technische Voraussetzungen und Verfügbarkeit

Voraussetzung für das eRezept ist ein Anschluss an die Telematikinfrastruktur mindestens mit dem sogenannten E-Health-Konnektor. Um aber die für das eRezept sinnvolle Komfortsignatur nutzen zu können, ist mindestens ein weiteres Update auf den ePA-Konnektor (PTV4+) notwendig. Diese werden in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwartet. Weitere Informationen zu den Updates erhalten Praxen bei ihrem PVS-Hersteller oder Systembetreuer.  

Daneben sind folgende Komponenten in der Praxis notwendig:

  • eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) mindestens der Generation 2.0 für die qualifizierte elektronische Signatur: Inzwischen sind alle Landesärztekammern für die Ausgabe vorbereitet; die Ausgabe erfolgt jedoch mit mehreren Wochen Verzögerung.
  • Praxisverwaltungssystem-Update für das eRezept: Die PVS-Hersteller sind unterschiedlich weit mit der Umsetzung der technischen Vorgaben der gematik. Für weitere Informationen sollten Praxen sich an ihren PVS-Hersteller wenden. 
  • Möglicherweise ist ein weiteres E-Health-Kartenterminal beispielsweise im Sprechzimmer notwendig, um dort mittels Komfortsignatur eRezepte ausstellen und elektronisch signieren zu können. 
  • Für einen Tokenausdruck ist ein Drucker mit einer Mindestauflösung von 300dpi erforderlich. Dazu sind die meisten modernen Drucker in der Lage, bei Nadeldruckern ist das jedoch mitunter nicht wirtschaftlich. Wichtig ist ein sauberer Ausdruck, um Probleme beim Abscannen und Neuausstellungen zu vermeiden. 

Patientinnen und Patienten benötigen für die Nutzung des eRezepts via App eine elektronische Gesundheitskarte (mit CAN und PIN), die die sogenannte Near Field Communication (NFC) ermöglicht. Die Ausgabe dieser Karten hat erst begonnen. 

 

 

 

weitere Informationen zur TI-Ausstattung

Erstattung Technikkosten

Die meisten für das eRezept notwendigen Komponenten sind in Praxen bereits durch andere TI-Anwendungen vorhanden. Die Technikkosten werden deshalb teilweise über die TI-Pauschalen für andere Anwendungen abgedeckt, für einen Teil müssen dagegen noch Pauschalen festgelegt werden:

Komponente Pauschale
Update zum E-Health-Konnektor 
(Bestandteil der NFDM-/eMP-Update-Pauschale)

einmalig 530 Euro

Anspruch, wenn Praxen für NFDM und eMP vorbereitet sind. Nachweis gegenüber KV notwendig.

Update zum ePA-Konnektor einmalig 400 Euro
PVS-Update eRezept einmalig 120 Euro 
Betriebskostenzuschlag eRezept 1 Euro pro Quartal
eHBA
(Teil der Pauschalen für die TI-Grundausstattung und den laufenden Betrieb) 
11,63 Euro pro Quartal und Arzt/Psychotherapeut
Abrechenbar mit TI-Anbindung und erstem Nachweis über den Abgleich der Versichertenstammdaten.
zusätzliches Kartenterminal etwa für das Sprechzimmer 
(Im Rahmen der Finanzierung von NFDM und eMP, kann auch für das eRezept genutzt werden)
595 Euro je Kartenterminal 
(ein zusätzliches Terminal je angefangene 625 Betriebsstättenfälle)
Anspruch, wenn Praxen für NFDM und eMP vorbereitet sind. Nachweis gegenüber KV notwendig.

 

weitere Informationen zur Finanzierung der TI-Anbindung

Ersatzverfahren

Um ein eRezept ausstellen zu können, ist eine Verbindung zur Telematikinfrastruktur (TI) notwendig. Ist das nicht möglich, sehen die gesetzlichen und bundesmantelvertraglichen Regelungen vor, dass das Papierrezept (Muster 16) zum Einsatz kommt. Das gilt in folgenden Fällen:

  • wenn die technischen Voraussetzungen für ein eRezept nicht gegeben sind (Soft-oder Hardware nicht verfügbar oder defekt, Telematikinfrastruktur oder Internet nicht erreichbar, eHBA defekt oder nicht lieferbar)
  • wenn die Übermittlung eines Verordnungstyps über die Telematikinfrastruktur noch nicht vorgesehen ist (bisher nur apothekenpflichtige Arzneimittel, noch keine Hilfsmittel, Verbandmittel und Teststreifen bzw. sonstige nach § 31 SGB V in die Arzneimittelversorgung einbezogene Produkte) 
  • wenn bei Verordnungen die Versichertennummer im Ersatzverfahren nach Anlage 4a BMV-Ä nicht bekannt ist
  • bei Haus- und Heimbesuchen

 

Anwendungsbereiche

Ab dem 1. Januar 2022 wird das eRezept für apothekenpflichtige Arzneimittel für Vertragsärztinnen und -ärzte sowie für Patientinnen und Patienten zur Pflicht. Die Übersicht zeigt auch, für welche weiteren Verordnungen das eRezept ab dann möglich (aber nicht verpflichtend) ist. 

Kategorie Umsetzung Ersatzverfahren/Alternative
verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der GKV Pflicht Papierrezept nur unter bestimmten Voraussetzungen (Technische Probleme, Haus- u. Heimbesuche, eHBA nicht verfügbar, Ersatzverfahren ohne Versichertennummer)
apothekenpflichtige Arzneimittel für Selbstzahler in der GKV optional Privatrezept ("blaues Rezept")
elektronische Empfehlung von apothekenpflichtigen Arzneimitteln 

optional

(später wird schlankerer Datensatz spezifiziert)

"Grünes Rezept"
apothekenpflichtige Arzneimittel zulasten der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen optional für Verordnungssoftware und Arzt

Papierrezept

 

Hinweis: Sofern verschreibungspflichtige Arzneimittel für GKV-versicherte Selbstzahler elektronisch verordnet werden, entspricht dies auf Papier einem Privatrezept „Blaues Rezept“. Sofern nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel für GKV-versicherte Selbstzahler verschrieben werden, entspricht dies auf Papier einem „Grünen Rezept“. Der Datensatz ist der gleiche wie beim eRezept für apothekenpflichtige Arzneimittel zulasten der GKV. Er wird qualifiziert elektronisch signiert, obwohl dies bei der Verordnung von apothekenpflichtigen, aber nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln eigentlich nicht erforderlich ist. Unabhängig davon haben die Partner des BMV-Ä mit § 86 Abs. 3 SGB V den gesetzlichen Auftrag erhalten, die Voraussetzungen für ein elektronisches Grünes Rezept (bzw. Empfehlung) zu schaffen. Hierfür ist ein schlankerer Datensatz ohne Unterschrift auf freiwilliger Basis vorgesehen. Allerdings kann diese Variante erst zum Einsatz kommen, wenn die gematik die technischen Voraussetzungen geschaffen hat, also den eRezept-Server entsprechend anpasst.

In folgenden Fällen sind zunächst keine eRezepte zulässig, sondern werden erst in weiteren Ausbaustufen ermöglich oder sogar verpflichtend: 

  • BtM-Rezepte
  • T-Rezepte
  • Verordnung von sonstigen nach §31 SGB V einbezogenen Produkten (etwa Verbandmittel und Teststreifen)
  • Verordnung von Hilfsmitteln
  • Verordnung von Sprechstundenbedarf
  • Verordnungen zu Lasten von Sonstigen Kostenträgern
  • Verordnungen für GKV-Versicherte ohne Vorhandensein einer Versichertennummer (bei Erfassung der VSD im Ersatzverfahren)
  • Verordnungen von Digitalen Gesundheitsanwendungen

Diese Verordnungen werden voraussichtlich in weiteren Ausbaustufen des eRezepts ermöglicht oder sogar verpflichtend. 

Für PKV-Versicherte besteht aktuell noch keine Möglichkeit zur Ausstellung von eRezepten. Ob die elektronische Verordnung möglich ist, regelt der PKV-Verband.

Zeitplan der Umsetzung

Termin Verordnung HInweise
ab 1. Juli 2021 eRezept - Erprobung nur in ausgewählten Praxen der Modellregion Berlin-Brandenburg  freiwillig für ausgewählte Vertragsärzte
nähere Informationen zum Feldtest bietet die gematik 
ab 1.Oktober 2021 eRezept bundesweit freiwillig für apothekenpflichtige Arzneimittel

freiwillig für Vertragsärzte, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind

bis 1.Oktober 2021 Zertifizierung der Verordnungssoftware  Verordnungssoftware-Hersteller müssen  nachweisen, dass die Zertifizierungsvorgaben umgesetzt sind; frühere Umsetzung ist möglich.
ab 1. Januar 2022 eRezept verpflichtend für apothekenpflichtige Arzneimittel zulasten der GKV

Zusätzlich können Verordnungen apothekenpflichtiger Arzneimittel für Selbstzahler, die in der GKV versichert sind, elektronisch übermittelt werden.

Zeitpunkt der Ausstellung von Mehrfachverordnungen ist noch offen.

Folgestufen

eRezept für Sprechstundenbedarf

elektronische Empfehlungen für apothekenpflichtige Arzneimittel („Grünes Rezept“ ohne Verschreibungspflicht)

BtM- und T-Rezepte

eRezepte zur Einlösung in einem EU-Mitgliedsstaat

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) per eRezept 

Regionale Regelungen sind zu beachten

Geplant sind zudem weitere Funktionalitäten, wie die Rückübermittlung von Chargeninformationen und die Direktzuweisung anwendungsfertiger Zytostatikazubereitungen entsprechend §11 Apothekengesetz durch die Praxen an eine Apotheke. 

an TI-Anschluss der Sanitätshäuser gebunden 

eRezept für sonstige nach §31 SGB V in die Arzneimittelverordung einbezogene Produkte (z.B. Verbandmittel, Teststreifen) wettbewerbsrechtliche Implikationen für Beschränkung auf apothekenpflichtige Arzneimittel ausschlaggebend
ab 2024 weitere elektronische Verordnungen Heilmittel, Hilfsmittel, weitere ärztlich veranlasste Leistungen (digitale Gesundheitsanwendungen, HKP, Soziotherapie, Krankenhauseinweisung)

 

Beispieldarstellung für den Tokenausdruck zur Einlösung eines eRezepts

Häufige Fragen zum eRezept

Können Rezepturen als eRezept verordnet werden?

Ja, Rezepturen, auch Wirkstoffverordnungen, sind entweder strukturiert oder per Freitext elektronisch zu verordnen. Voraussetzung für die strukturierte Ausstellung von Rezepturverordnungen ist, dass die Verordnungssoftware diese Funktionalität auch für das Papierrezept anbietet. Gleiches gilt für die Wirkstoffverordnung. Zytostatikazubereitungen entsprechend §11 Apothekengesetz sind ebenso elektronisch zu verordnen. Die gematik ermöglicht zukünftig einen Weg für die Direktübermittlung an die Apotheke.

Wie sind Mehrfachverordnungen geregelt?

Mehrfachverordnungen sollen erst per eRezept ausgestellt werden, wenn der eRezeptserver in der Lage ist, diese zu verarbeiten. Dies wird voraussichtlich erst Anfang 2022 der Fall sein. 

Können eRezepte auch in Videosprechstunden ausgestellt werden?

Ja, eRezepte können unter Wahrung der ärztlichen Sorgfaltspflicht auch in Videosprechstunden ausgestellt werden.

Was gilt beim Ersatzverfahren?

Die Ausstellung von eRezepten ist nicht möglich, sofern die Daten des Versicherten im Ersatzverfahren nach Anlage 4a BMV-Ä aufgenommen wurden und die Versichertennummer nicht bekannt ist.

Was ist beim Ausstellen von eRezepten im Vertretungsfall zu beachten?

Bei der Ausstellung von eRezepten sind folgende Vertretungskonstellationen zu unterscheiden:

  • Kollegiale Vertretung (nach § 20 Musterberufsordnung): Die/der abwesende Arzt lässt sich von einem fachgleichen Kollegen/in in dessen Praxis vertreten. Die Abrechnung erfolgt über die LANR/BSNR des Vertretenden. Im Datensatz der elektronischen Verordnung erfolgt keine Kennzeichnung einer Vertretungskonstellation, es werden die Daten der ausstellenden Person und der vertretenden Praxis übermittelt.
  • Persönliche Vertretung: Ein Vertreter oder eine Vertreterin wird in der Praxis des Vertretenen tätig, bspw. als dessen Sicherstellungsassistentin im Falle von Kindererziehungszeiten. Rechtsgrundlage wäre hier § 32 Abs. 2, Satz 2 Ärzte-Zulassungsverordnung. Die Abrechnung erfolgt über die LANR/BSNR des Vertretenen. Es muss eine Kennzeichnung des Vertreters im Datensatz erfolgen. Es werden die Daten der vertretenden ausstellenden Person sowie des vertretenen Arztes und dessen Praxis übermittelt.

Elektronische Verordnungen sind immer von der ausstellenden Person mit eigenem eHBA qualifiziert elektronisch zu signieren.

Dürfen Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten eRezepte ausstellen?

Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten sind berechtigt, eRezepte auszustellen, solange die ordnungsgemäße Überwachung und Anleitung durch eine Vertragsärztin oder einen Vertragsarzt gewährleistet ist. Die Leistungen der Ärztinnen oder Ärzte in Weiterbildung werden dem/der Ausbildenden zugerechnet und diese/r ist für die Leistungen verantwortlich.

Es ist entsprechend der Vorgabe der Technischen Anlage eRezept immer ein/e Ausbildende/r mit anzugeben, wenn eine Person in Ausbildung eine Verordnung ausstellt. Ebenso sind die Praxisdaten der ausbildenden Betriebsstätte zu übermitteln. Eine LANR muss immer für die ausbildende Vertragsärztin oder den Vertragsarzt angegeben werden. Sofern die Weiterbildungsassistenz bereits eine LANR besitzt, sollte diese ebenfalls angegeben werden. Personen in Weiterbildung signieren elektronische Verordnungen ausschließlich mit ihrem eHBA qualifiziert elektronisch. Zur Erstellung einer qualifizierten elektronischen Signatur, etwa für das eRezept, ist auch von der Weiterbildungsassistenz ausschließlich der eigene, persönlich gebundene eHBA zu verwenden.