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aktualisiert am 20.01.2021

Formulare

Digitale Vordrucke

Neben der konventionellen Bedruckung und der Blankoformularbedruckung gibt es bei einigen Vordrucken auch die Möglichkeit der digitalen Nutzung. Aktuell sind dies:

  • die Laborüberweisung auf Muster 10,
  • der Anforderungsschein für Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften auf Muster 10A 
  • die Überweisung auf Muster 6, wenn für die Durchführung der Leistung des überweisungsannehmenden Arztes kein Arzt-Patienten-Kontakt erforderlich ist sowie
  • die Übermittlung der Daten zur Krebsfrüherkennung Zervixkarzinom an die Zytologiepraxis auf Muster 39.  

Zukünftig werden weitere Vordrucke folgen, wie z. B. die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder die elektronische Verordnung apothekenpflichtiger Arzneimittel (E-Rezept).

Welche Regeln bei der digitalen Nutzung der Vordrucke gelten, ist in der Vordruck-Vereinbarung digitale Vordrucke festgelegt (Anlage 2b Bundesmantelvertrag).

Ist die Nutzung der digitalen Vordrucke verpflichtend?

Aktuell ist nur die digitale Überweisung zum radiologischen Telekonsil verpflichtend (siehe Anlage 31a Bundesmantelvertrag). 

Zukünftig werden aber nach dem Willen des Gesetzgebers einige Vordrucke verpflichtend digital zu nutzen sein. So muss ab dem 1. Oktober 2021 die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung digital ausgestellt werden. Auch das E-Rezept soll ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend sein. 

Themenseite zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Was brauche ich für die Nutzung der digitalen Vordrucke?

Für den Versand der digitalen Vordrucke über die Telematikinfrastruktur wird ein Konnektor benötigt. Für einige Vordrucke (z. B. die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) ist ein bestimmtes Update des Konnektors erforderlich.

Bei Vordrucken, die direkt an einen bestimmten Empfänger versandt werden, erfolgt der Versand in der Regel über einen KIM-Dienst. Der digitale Versand der jeweiligen Vordrucke muss zudem in der Praxissoftware umgesetzt sein.

Bei den meisten digitalen Vordrucken muss die Signierung mittels elektronischem Heilberufeausweis (eHBA) erfolgen. Eine detaillierte Aufstellung der Anforderungen an die einzelnen Vordrucke finden Sie in der Anlage 2b des Bundesmantelvertrags

Müssen die digitalen Vordrucke archiviert werden?

Für die Archivierung der digitalen Vordrucke gelten dieselben Vorgaben wie für die konventionellen Vordrucke. Wenn also für die Papiervordrucke die Archivierung für Prüfzwecke vorgeschrieben ist, gilt dies ebenso für digitale Vordrucke. Die Aufbewahrungsfristen sowie weitere Vorgaben zur Aufbewahrung werden durch die Kassenärztlichen Vereinigungen definiert.

Wird die Nutzung der digitalen Vordrucke finanziell gefördert?

Aktuell gibt es keine gesonderte Förderung der Nutzung digitaler Vordrucke. Die für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und das E-Rezept erforderliche technische Ausstattung wird über die TI-Pauschalen finanziert.

Die KBV setzt sich aktuell dafür, dass auch weitere entstehende Kosten, zum Beispiel für das PVS-Update für die eAU, erstattet werden.    

Hat die digitale Laborüberweisung etwas mit dem Labordatentransfer (LDT) zu tun?

Der Labordatentransfer (LDT) kann sowohl die digitale als auch die papiergebundene Laborüberweisung sinnvoll ergänzen. Die digitale Laborüberweisung und der LDT können aber auch unabhängig voneinander eingesetzt werden. Abrechnungsbegründend ist dabei immer das Muster – unabhängig davon, ob es digital oder in Papierform vorliegt.