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Stand 19.04.2018

Prävention

Früherkennung auf Bauchaortenaneurysmen

Neue Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 65

Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben seit Anfang 2018 Anspruch auf eine einmalige Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader .

Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte Ende 2016 die Richtlinie Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen beschlossen, im Juni 2017 war sie zusammen mit einer entsprechenden Versicherteninformation in Kraft getreten.

Männer sind wesentlich häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen als Frauen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben etwa zwei Prozent aller Männer zwischen 65 und 75 Jahren ein Aneurysma der Bauchschlagader.

Wer kann die Untersuchung durchführen?

Hausärzte, Urologen, Internisten mit und ohne Schwerpunkt, Chirurgen und Radiologen dürfen das Screening durchführen. Für die sonographische Untersuchung der Bauchaorta benötigen sie eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nach der Ultraschallvereinbarung.

Auch Ärzte der oben genannten Fachgruppen, die keine Genehmigung für die Bauchaorta-Sonographie haben, können das Aufklärungsgespräch durchführen. Es kann beispielsweise während des „Check-up 35“ erfolgen. In diesem Fall werden die Gesundheitsuntersuchung (GOP 01732) und die Beratung separat abgerechnet.

Vergütung

Die ärztliche Aufklärung zum Screening und die Ausgabe der Versicherteninformation an den Patienten werden mit 6,07 Euro vergütet, die Abrechnung der Leistung erfolgt mit der GOP 01747 (57 Punkte).

Für die sonographische Untersuchung der Bauchaorta ist die GOP 01748 berechnungsfähig. Die Untersuchung wird mit 15,77 Euro (148 Punkte) honoriert. Die Vergütung beider Leistungen erfolgt extrabudgetär.

Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung von Bauchaortenaneurysmen können bei Bedarf auch weitere Organe des Abdomens sonographisch untersucht werden. In diesen Fällen kann die GOP 01748 neben der GOP 33042 (Sonographie Abdomen) berechnet werden.

Aufgrund sich überschneidender Leistungsinhalte wird jedoch ein Abschlag von 77 Punkten auf die GOP 33042 vorgenommen. Sie ist demnach mit 80 Punkten bewertet. Der Arzt kennzeichnet diese Fälle mit einem zusätzlichen „A“ (33042A). Damit reduziert sich die Prüfzeit für die Leistung von neun auf fünf Minuten.