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Stand 27.09.2018

Honorar

So funktioniert die Abrechnung bei im Ausland Krankenversicherten

Für Patienten, die im Ausland krankenversichert sind und während ihres Aufenthalts in Deutschland erkranken, bestehen je nach Herkunftsland unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten. Die Praxisinformation der KBV zeigt, wie die Abrechnung jeweils funktioniert. Checklisten geben einen schnellen Überblick.
Unterschieden wird dabei grundsätzlich zwischen Patienten aus den Staaten des europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz (europäische Krankenversicherungskarte), Patienten aus Staaten mit bilateralem Abkommen über Soziale Sicherheit (Nationaler Anspruchsnachweis) und Patienten, die keinen beziehungsweise nicht den richtigen Anspruchsnachweis vorlegen (Vergütung nach der Gebührenordnung für Ärzte).

Eine Kopie der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise der provisorischen Ersatzbescheinigung gilt als ausreichend, um den Behandlungsanspruch eines im europäischen Ausland Versicherten zu dokumentieren.

Neuerungen ab 1. Oktober 2018

Nationaler Anspruchsnachweis

Zur Dokumentation des Behandlungsanspruchs von Patienten, die im Ausland krankenversichert sind und auf Basis eines bilateralen Abkommens über Soziale Sicherheit Anspruch auf vertragsärztliche Leistungen in Deutschland haben, sowie Patienten, die in einem anderen EU-/EWR-Staat oder der Schweiz versichert sind, und für die Behandlung nach Deutschland eingereist sind, verwenden die Krankenkassen ab dem 1. Oktober 2018 einen „Nationalen Anspruchsnachweis“. Durch das neue Formular wird künftig eine bundeseinheitliche und übersichtliche Dokumentation für die Ärzte erreicht.

Formular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“

Zukünftig ist auf dem Formular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ zusätzlich der Name des behandelnden Arztes einzutragen. Dies ermöglicht die eindeutige Zuordnung der Patientenerklärung zur Kopie der EHIC bei den Krankenkassen. Die geänderten und in 13 Sprachen verfügbaren Ausführungen der Patientenerklärung werden ab 1. Oktober in den Praxisverwaltungssystemen der Vertragsärzte enthalten sein.

Ausnahme im fahrenden Notdienst

Ärzte im fahrenden Notdienst dürfen ab dem 1. Oktober 2018, sollte ihnen keine unmittelbare Kopiermöglichkeit oder eine andere geeignete Erfassungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die Daten der EHIC (oder der provisorischen Ersatzbescheinigung) formlos händisch erfassen. Zur händischen Erfassung der Daten können Vertragsärzte im fahrenden Notdienst auch eine Vorlage verwenden .

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