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Prävention

Darmkrebsfrüherkennung

Die Darmkrebsfrüherkennung beginnt bei Männern und Frauen ab dem Alter von 50 Jahren. Die Untersuchungen werden nach wie vor zu wenig genutzt. Neben der Auslage von Informationsmaterialien im Wartezimmer sollten Sie Ihre Patienten deshalb gezielt auf das Thema ansprechen.

Zu dem Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen gehören neben der Beratung der Okkultbluttest und die präventive Darmspiegelung.

Ab 50 Jahren

Beratung beim Arzt über Ziel und Zweck des Darm-krebsfrüherkennungsprogrammes

  • jährlich: Test auf okkultes Blut im Stuhl (EBM-Nummer 01734) 
Ab 55 Jahren
  • zweite Beratung über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogrammes (EBM-Nummer 01740)
  • Koloskopie
  • nach zehn Jahren: zweite Darmspiegelung (EBM-Nummer 01741) oder alle zwei Jahre Test auf okkultes Blut im Stuhl

 

Die Beratungsgespräche

Die Früherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) sieht zwei Beratungsgespräche vor. Mithilfe der Beratung soll es jedem Versicherten ermöglicht werden, eine individuelle Entscheidung für oder gegen eine Untersuchung zu treffen.

Erste Beratung ab 50

Gesetzlich Krankenversicherte können ab dem Alter von 50 Jahren eine Beratung in Anspruch nehmen, die über das Gesamtprogramm informiert.

Zweite Beratung ab 55

Ab dem 55. Lebensjahr ist eine vertiefende Beratung vorgesehen mit dem Ziel, das Wissen hinsichtlich der Risiken für das Auftreten von Darmkrebs zu verbessern und über die Möglichkeiten der Früherkennungsuntersuchungen aufzuklären (Okkultbluttest, präventive Koloskopie).

Ergänzend dazu erhalten die Patienten ein Merkblatt zur Darmkrebsfrüherkennung, das der G-BA herausgegeben hat.

Vergütung

Die zweite Beratung wird von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet – zum festen Preis und ohne Mengenbegrenzung. Sie kann einmal abgerechnet werden (Gebührenordnungsposition 01740); sie sollte möglichst kurz nach dem 55. Geburtstag stattfinden.

Die Beratung dürfen Vertragsärzte durchführen und abrechnen, die Leistungen zur Krebsfrüherkennung erbringen – also neben Hausärzten zum Beispiel auch Gynäkologen und Urologen. Diese Ärzte führen auch den Okkultbluttest durch.

Mehr zum Thema

Gemeinsamer Bundesauschuss: Merkblatt zur Darmkrebsfrüherkennung

Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) erläutert in seinem Merkblatt zur Darmkrebsfrüherkennung die verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten.

Vertragsärzte, die Merkblätter, Mutterpässe sowie Gelbe Kinder-Untersuchungshefte in größerer Stückzahl für ihre Praxis bestellen möchten, können diese über ihre zuständige Kassenärztliche Vereinigung beziehen.

   

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) informiert auf sechs Seiten detailliert über die Früherkennungsmethoden.

Deutsche Krebshilfe: Faltblatt

Die Deutsche Krebshilfe bietet in ihrem Faltblatt Hintergrundinformationen zu Früherkennungsmethoden, spricht eventuelle Nebenwirkungen und mögliche Patientenfragen an. Wer mehr über die Krankheit Darmkrebs wissen möchte, kann weiterführende Literatur kostenlos anfordern

Deutsches Krebsforschungszentrum

Die Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums hält allgemeine und Hintergrundinformationen, aber auch Adressen, Links und Publikationen für an Darmkrebs erkrankte Menschen bereit. Außerdem vertieft dieser Link äußerst detailliert, beispielsweise die einzelnen Schritte einer Früherkennungsuntersuchung und was es für Alternativen zur Koloskopie gibt

Dokumente zum Herunterladen

Rechtliche Grundlagen