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Honorar

So funktioniert die Abrechnung bei im Ausland Krankenversicherten

Für Patienten, die im Ausland krankenversichert sind und während ihres Aufenthalts in Deutschland erkranken, bestehen je nach Herkunftsland unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten. Die Praxisinformation der KBV zeigt, wie die Abrechnung jeweils funktioniert. Checklisten geben einen schnellen Überblick.

Unterschieden wird dabei zwischen Patienten aus den Staaten des europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz (europäische Krankenversicherungskarte), Patienten aus Staaten mit bilateralem Abkommen über Soziale Sicherheit (Abrechnungsschein) und Patienten, die keinen beziehungsweise nicht den richtigen Anspruchsnachweis vorlegen (Vergütung nach der Gebührenordnung für Ärzte).

Eine Kopie der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise der provisorischen Ersatzbescheinigung gilt künftig als ausreichend, um den Behandlungsanspruch eines im europäischen Ausland Versicherten zu dokumentieren.

Außerdem sind Ärzte nicht verpflichtet, den Identitätsnachweis (Ausweis/Reisepass) des Versicherten zu kopieren, was ohnehin datenschutzrechtlich kritisch wäre.

Formular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“

Das Patienten-Formular ist in den Praxisverwaltungssystemen in 13 Sprachen hinterlegt und kann bei Bedarf in der jeweiligen Sprache ausgedruckt werden.

Dokumentation des Behandlungsanspruchs einmal in drei Monaten

Die Dokumentation des Behandlungsanspruchs (und die Patientenerklärung) wird auf ein „gleitendes“ Quartal überführt: Sie muss mindestens einmal innerhalb von drei Monaten erfolgen. Für einen Patienten, der beispielsweise im Juni und im Juli eines Jahres die Praxis aufsucht, muss der Behandlungsanspruch nicht doppelt dokumentiert werden.

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