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Mutterschaftsvorsorge

Mutterschaftsvorsorge und Familienplanung

Ergebnisse der Mutterschaftsvorsorge

Jede schwangere Frau hat als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse Anspruch auf regelmäßige ärztliche Untersuchungen und Beratungen, die in den Mutterschafts-Richtlinien geregelt sind.

Im Folgenden werden deutschlandweite Ergebnisse der Mutterschaftsvorsorge dargestellt. Sie finden zu ausgewählten Screenings jeweils die Anzahl der getesteten Schwangeren und die Häufigkeit der gesuchten Erkrankung.

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes mellitus)

Seit dem 1. Juli 2013 haben schwangere Frauen Anspruch auf ein Screening auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes mellitus, kurz: GDM). Ein GDM liegt vor, wenn der Blutzucker während der Schwangerschaft bestimmte Werte übersteigt. Damit verbunden ist ein höheres Risiko für einige seltene Komplikationen. Im Jahr 2015 wurden 83,6 Prozent der schwangeren auf GDM getestet. 12,4 Prozent der getesteten Schwangeren hatten einen GDM. Die Gesamtprävalenz lag bei 14,2 Prozent.

Screening und Prävalenz des Gestationsdiabetes in der ambulanten Versorgung in Deutschland - Eine bundesweite populationsbasierte Leistungsdatenanalyse (Deutsches Ärzteblatt)
Patienteninformationen des Gemeinsamen Bundesausschusses

HIV

Jeder Schwangeren soll ein HIV-Test empfohlen werden, da die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung auf das Kind durch wirksame Therapien auf unter ein Prozent gesenkt werden kann.

Patienteninformationen des Gemeinsamen Bundesausschusses

Hepatitis B

Ab der 32. Schwangerschaftswoche soll ein Test auf Hepatitis B (Gelbsucht) erfolgen. Zeigt der Test eine Hepatitits B Infektion, wird das Neugeborene direkt nach der Geburt gegen diese Erkrankung geimpft.

Syphilis

Jede Schwangere soll auf Syphilis getestet werden. Der Erreger dieser Geschlechtskrankheit kann das Kind schädigen, eine Behandlung in der Schwangerschaft kann solche Folgen wirksam verhindern.

Chlamydien

Jede Schwangere soll auf Chlamydien getestet werden. Chlamydien sind Krankheitserreger, die im Gebärmutterhals vorkommen und unter anderem zu Augen- und Lungenentzündungen beim Neugeborenen führen können. Ist der Test positiv, erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika.