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Stand 09.04.2018

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Laserbehandlung bei bPS

Laserbehandlung bei benignem Prostatasyndrom

Qualitätssicherung in der Urologie

Seit dem 1. April 2018 ist die neue Qualitätssicherungsvereinbarung (QS-V) zur Laserbehandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS) in Kraft. Sie ersetzt die bisherige QS-V Holmium-Laser bei bPS. Neu aufgenommen wurde ein Verfahren für die Thulium-Laserresektion.

Es gibt somit nur noch eine Fassung der QS-V, die alle in der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-Richtlinie) zugelassenen Laserverfahren für die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie enthält. Belegärztlich tätige Fachärzte für Urologie können somit die Holmium-Laserresektion, die Holmium-Laserenukleation und die Thulium-Laserresektion als vertragsärztliche Leistung alternativ zur transurethralen Resektion der Prostata einsetzen. Sie benötigen dafür eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung.

Die QS-V regelt die apparativen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung der für die Laserbehandlung bei bPS im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung genehmigungsfähigen Laserverfahren.

Rechtsquellen

Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung des G-BA

Die Holmium-Laser Behandlung ist als Nummer 17 und 18 in der Richtlinie aufgeführt.

EBM: Details zu Laserverfahren bei bPS

Gebührenordnungspositionen

Die Vergütung der Leistungen erfolgt außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und damit extrabudgetär zu festen Preisen.

GOP

Inhalt Bewertung*
36289 Laserendoskopischer urologischer Eingriff bis 45 Minuten Dauer 2108 Punkte
36290 Zuschlag zur GOP 36289 je weitere vollendete 15 Minuten Schnitt-Naht-Zeit 364 Punkte
36505 Postoperative Überwachung 120 Punkte
36823 Anästhesie und/oder Narkose 949 Punkte
36829 Zuschlag bei Fortsetzung einer Anästhesie und/oder Narkose bei Verlängerung des Eingriffs mittels Holmium-Laser 191 Punkte
*Ab 1. Januar 2016 beträgt der Orientierungswert 10,4361 Cent.

 

Abrechnungsvoraussetzungen

Vertragsärzte benötigen eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV), um die EBM-Leistungen der Lasertherapie bei benignem Prostatasyndrom durchführen und abrechnen zu können. Die fachliche Qualifikation hierzu gilt als erbracht, wenn sie die Berechtigung zum Führen der Facharztbezeichnung „Urologie“ besitzen und der Nachweis einer Mindestanzahl von insgesamt 50 unter Anleitung erbrachten Laserbehandlungen erfolgt ist. Die Formulare für die Anträge und die genauen Anforderungen an die Form der Nachweise finden Sie im Webportal Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung.
Näheres zu den apparativen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen enthält die Qualitätssicherungsvereinbarung Laserbehandlung bei benignem Prostatasyndrom.

Übergangsregelung

Eine Übergangsregelung ermöglicht für einen begrenzten Zeitraum eine erleichterte Genehmigung für Ärzte, die bereits vor Inkrafttreten der QS-Vereinbarung mit dem jeweiligen Laserverfahren gearbeitet haben.