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Stand 04.10.2016

Bürokratieabbau

Weniger Bürokratie, mehr Zeit für die Patientenversorgung

Viele Informationen, die von Ärzten und Psychotherapeuten übermittelt werden, sind für ein funktionierendes Gesundheitswesen unverzichtbar. Hierbei muss aber ständig abgewogen werden, was wirklich wichtig ist und was nicht. Denn noch eine Dokumentation, noch eine Anfrage, noch ein Formular – sie kosten Zeit, die den Ärzten und Psychotherapeuten für die Patientenversorgung letztlich fehlt. Die KBV setzt sich daher dafür ein, die Bürokratie in den Praxen abzubauen.

Bürokratie von Anfang an verhindern

Die KBV will Bürokratie nicht nur abbauen, sondern von Anfang an verhindern. Dazu nimmt sie neue Regelungen genau unter die Lupe und ermittelt mithilfe des sogenannten Standardkosten-Modells die zu erwartenden Bürokratiekosten. Auf diese Weise können Belastungen schon frühzeitig identifiziert und beziffert werden, um dann im Verhandlungsprozess eine bürokratieärmere Vorgehensweise durchzusetzen.

Maßnahmen der KBV gegen Bürokratie

Insgesamt ist Bürokratieabbau kein Projekt, das irgendwann abgeschlossen ist, sondern eine Herausforderung, die ständig von Neuem angegangen werden muss. Trotzdem gibt es immer sowohl langfristige Aufgaben, als auch aktuelle Vorhaben zu bestimmten Themen.

Ex-ante-Abschätzung von Bürokratiekosten im Gemeinsamen Bundesausschuss

Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses führen oft dazu, dass die Bürokratiebelastung für Ärzte und Psychotherapeuten zunimmt. Die KBV setzt sich daher im Gemeinsamen Bundesausschuss gegen zum Teil erhebliche Widerstände dafür ein, dass neue Bürokratie möglichst vermieden wird und dass die Kosten für zusätzliche Bürokratie für Ärzte und Psychotherapeuten konsequent ausgewiesen werden.

Umsetzung von Maßnahmen zum Bürokratieabbau

Für viele bereits bestehende Regelungen können bürokratieärmere Lösungen gefunden werden. Die KBV setzt sich daher zum Beispiel in Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband dafür ein, dass unsinnige Bürokratie abgeschafft wird und sinnvolle Maßnahmen so ausgestaltet werden, dass Ärzte und Psychotherapeuten hierdurch möglichst wenig belastet werden.

Hierzu zählt zum Beispiel die Vereinfachung der Verordnung von Krankentransport, die Verbesserung des Musters für die Verordnung von häuslicher Krankenpflege sowie Reduzierung der Zahl der formlosen Anfragen von Krankenkassen.

Best-Practice-Forum Bürokratieabbau

Viele Kassenärztliche Vereinigungen haben ebenfalls Initiativen ergriffen, um ihre Mitglieder von Bürokratie zu entlasten. Um diese Ideen zu verbreiten und zu diskutieren, hat die KBV ein Best-Practice-Forum Bürokratieabbau ins Leben gerufen. Hier können die Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigungen erfolgreiche Ansätze vorstellen und sich mit anderen KVen austauschen.

Projekt „Mehr Zeit für Behandlung“ des Nationalen Normenkontrollrats

Im Rahmen des Projektes „Mehr Zeit für Behandlung“ hat der Nationale Normenkontrollrat die Bürokratiebelastung in deutschen Arztpraxen gemessen. Das beim Bundeskanzleramt angesiedelte Gremium ermittelte, dass die zahlreichen Informationspflichten und Verwaltungsvorgaben jährlich Bürokratiekosten in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro verursachen. Aus der Erhebung wurden konkrete Handlungsempfehlungen zum Bürokratieabbau abgeleitet, deren Umsetzung die am Projekt beteiligte KBV nun intensiv vorantreibt.

Handlungsempfehlungen des Nationalen Normenkontrollrates