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Notfallversorgung

Im Grunde sind sich alle Gesundheitsexperten einig: Eine Reform der Notfallversorgung ist dringend geboten.

Wie eine organisatorische Neuordnung aussehen soll, ist nicht eindeutig. Fraglich ist zudem, ob und wie weit es Sinn macht, etablierte und funktionierende Strukturen auf eine neue organisatorische Grundlage zu stellen.

″Wir brauchen keine neuen bürokratischen Organisationsstrukturen, sondern eine intelligente Weiterentwicklung bereits bestehender funktionierender Strukturen ambulanter und stationärer Versorgung in Deutschland.″ Dr. Stephan Hofmeister

„Wir arbeiten gerne konstruktiv an Reformvorschlägen mit, solange diese die Notfallversorgung auch tatsächlich verbessern“, ergänzt der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende.

Die Versorgung von akuten, nicht lebensbedrohlichen Notfällen wird durch die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) während der Sprechstundenzeiten in den Praxen und außerhalb dieser Zeiten durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Praxen oder durch einen mobilen Dienst sichergestellt.

Wesentlicher Bestandteil dieser Sicherstellung ist das flächendeckende Netz von Bereitschaftsdienstpraxen der KVen an über 700 Krankenhausstandorten. Der Ausbau dieses Netzes wird von der KBV nachhaltig unterstützt und vorangetrieben.

Passende Versorgungsebene

Wichtig ist es, die Notfallversorgung mit einer Art vorgeschalteten Lenkung zu versehen, die Akut- und Notfallpatientinnen und -patienten in die für sie richtige Versorgungsebene – zum Beispiel Bereitschaftsdienstpraxis, niedergelassene Praxis oder Krankenhaus – steuert.

Zur besseren Orientierung wurde 2012 die bundesweit rund um die Uhr verfügbare Rufnummer 116117 eingerichtet, die allen Versicherten kostenfrei zur Verfügung steht.

Hofmeister bekräftigt, dass die Rufnummern 116117 und 112 weiterhin getrennt voneinander betrieben werden müssten:

″Entscheidend ist, dass dem Patienten die Anlaufstelle aufgezeigt wird, die im Moment des Kontakts für ihn zuständig ist.″ Dr. Stephan Hofmeister

„Die 112 muss weiterhin lebensbedrohlichen Fällen vorbehalten bleiben und darf nicht durch die zahlreichen Anrufe in nicht-lebensbedrohlichen Fällen blockiert werden“, führte der KBV-Vize weiter aus.

Wichtig sei jedoch die unmittelbare technische Vernetzung beider Leitstellen zum Austausch relevanter patientenbezogener Daten in Echtzeit. Eine entsprechende Datenschnittstelle wurde durch die KBV entwickelt.

 

 

 

 

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