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Stand 14.09.2021

Coronavirus

Corona-Viren

Testungen auf SARS-CoV-2

Wer darf wann getestet werden? Welche Meldepflichten gibt es? Wie erfolgt die Abrechnung, oder welches Formular ist das richtige? Hier finden Sie alle wesentlichen Informationen rund um das Thema Corona-Testungen.

Personen mit COVID-19-Symptomen

  • Anspruch auf eine Testung haben symptomatische Personen mit oder ohne epidemiologischen Zusammenhang zu einem COVID-19-Fall
  • Regelungen gelten nur für GKV-Versicherte
  • Leistung umfasst neben der Abstrichentnahme das Gespräch, die Ergebnismitteilung und Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses über das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2
  • Abrechnung erfolgt nach EBM
  • Beauftragung des Labors erfolgt auf Formular 10C

Testverfahren

PCR-Test

Die Untersuchung symptomatischer Personen erfolgt bevorzugt mit einem PCR-Test, das Verfahren gilt als „Goldstandard“ zur Abklärung eines Verdachts.

Ist das Ergebnis positiv, besteht Anspruch auf eine variantenspezifische PCR-Testung nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV). Die veranlassende Praxis kann eine Untersuchung auf eine Virusvariante zusammen mit dem „normalen“ PCR-Test beim Labor beauftragen oder im Nachgang, wenn ein positives PCR-Ergebnis vorliegt, veranlassen. Die Labore rechnen den Test nach der TestV (Paragraf 9) ab.

Labor-Antigentest

Möglich ist in bestimmten Fällen auch ein Antigentest im Labor. Ein positiver Befund ist nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts mittels PCR-Test zu bestätigen.

Beauftragung Labor

Formular 10C für PCR-Test und Labor-Antigentest

  • Auftrag "Diagnostische Abklärung (GOP 32816)" ankreuzen
  • Formular stellt KV bereit

Formular OEGD variantenspezifische PCR-Testung

  • Auftrag „Virusvarianten-PCR“ ankreuzen
  • Formular stellt KV bereit

Die Beauftragung der Virusvariantendiagnostik kann auch formlos nach der Vorgabe des Labors erfolgen.

Abrechnung und Vergütung

Abstrich

  • GOP 02402 (8 Euro)
  • GOP 02403 (7 Euro) für den Zuschlag, wenn in dem Quartal keine Versicherten Grund-, Konsiliar- oder Notfallpauschale abgerechnet wird

In der Abrechnung geben Praxen außerdem an:

  • Kennziffer 88240 für die Vergütung von Corona-Leistungen
  • Kennziffer 32006 für Laborkosten (keine Belastung des Laborbudgets)

Labordiagnostik

  • PCR-Test im Labor GOP 32816 / Bewertung: 35 Euro
  • Antigentest im Labor GOP 32779 / Bewertung: 10,80 Euro
  • Variantenspezifische PCR-Test (Paragraf 9 TestV) 43,56 Euro (Abrechnung nach Testverordnung)

Kodierung

Informationen zum Kodieren finden Sie hier.

Personen ohne COVID-19-Symptome

  • Anspruch auf Testung haben GKV- und Nicht-GKV-Versicherte nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundesministeriums für Gesundheit
  • Leistung umfasst neben dem Test das Gespräch mit der zu testenden Person und die Ausstellung eines Zeugnisses über das Ergebnis einschließlich der Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats oder COVID-19-Testzertifikats
  • Abrechnung und Vergütung erfolgen nach TestV
  • Beauftragung des Labors erfolgt auf Formular OEGD (stellt die KV bereit)

Hinweis: Es sind auch Tests auf Grundlage von Vereinbarungen der Länder möglich. Die Abrechnung erfolgt dann nach der entsprechenden Sonderregelung. Mehr Infos? Fragen Sie Ihre KV.

Testanlässe

Die Coronavirus-Testverordnung unterscheidet verschiedene Anlässe, wann ein kostenfreier Corona-Test erfolgen darf.

Bürgertest

Geregelt im Paragraf 4a der TestV

Das Angebot gilt für alle asymptomatischen Personen. Sie können sich mindestens einmal pro Woche kostenfrei mit einem PoC-Antigen-Test präventiv testen lassen. Neben Arztpraxen dürfen auch Apotheken, Zahnarztpraxen, medizinische Labore, Testzentren, Rettungs- und Hilfsorganisationen diese PoC-Antigen-Tests anbieten. Diese benötigen keine Beauftragung durch den ÖGD. Weitere Einrichtungen, die Tests anbieten wollen, dürfen dies nur mit Beauftragung des ÖGD.

Testverfahren

  • PoC-Antigen-Test

PoC-Antigen-Tests zur überwachten Eigenanwendung dürfen zur Bürgertestung nicht eingesetzt und abgerechnet werden.

Hinweis: Patientinnen und Patienten haben zudem Anspruch auf ein COVID-19-Testzertifikat und Übermittlung des Testergebnisses in die Corona-Warn-App. Praxen nutzen dazu das CWA Schnelltestportal, das die Firma T-Systems im Auftrag der Bundesregierung kostenfrei bereitstellt (Details zur Registrierung). Ein entsprechender Anschluss der Praxis an die Corona-Warn-App ist seit 1. August 2021 Voraussetzung für die Abrechnung von Bürgertests.

Kontaktpersonen

Geregelt im Paragraf 2 TestV

Für die Testung von Kontaktpersonen in Arztpraxen genügt es, dass die Person gegenüber dem Arzt darlegt, dass ein behandelnder Arzt oder der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) festgestellt hat, dass sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer auf SARS-CoV-2 positiv getesteten Person hatte. In der Praxis wird dies in der Regel dadurch erfolgen, dass der Patient sagt, ihm sei mitgeteilt worden, er solle sich als Kontakt testen lassen. Häufig handelt es sich auch um Fälle, wo der Arzt die Infektion festgestellt hat und nun Kontaktpersonen wie Familienmitglieder testet. „Darlegen“ heißt, es muss für den Arzt schlüssig sein.

Als Kontaktpersonen gelten unter anderen:

  • Personen, die insbesondere in einer Gesprächssituation mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern engen Kontakt zu einem mit SARS-CoV-2 Infizierten hatten
  • Personen, die im selben Haushalt mit der infizierten Person leben oder sie dort betreuen, pflegen oder behandeln
  • Personen, die sich in räumlicher Nähe zu einer infizierten Person, zum Beispiel bei Feiern, beim gemeinsamen Singen oder Sporttreiben in Innenräumen, aufgehalten haben
  • Personen, die sich mit der infizierten Person in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation aufgehalten haben, insbesondere in Schulklassen, Kita- oder Hortgruppen
  • Personen, die einen Warnhinweis der Corona-Warn-App erhalten haben

Der Anspruch auf eine Testung nach dem Kontakt besteht bis zu 21 Tage, wenn eine Quarantäne vom ÖGD angeordnet wurde und die Testung damit zur Aufhebung der Quarantäne dient.

Testverfahren

  • Nach der Nationalen Teststrategie wird ein PCR-Test aufgrund der hohen Sensitivität als geeignetes Verfahren empfohlen.

Personal in Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen

Geregelt im Paragraf 4 Absatz 1 Nr. 2 TestV

Das Personal in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen sowie von anderen humanmedizinischen Heilberufen (z.B. Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Podologie) kann ebenfalls regelhaft präventiv in der eigenen Praxis getestet werden. Pro Monat können je Tätigem höchstens zehn PoC-Antigen-Tests beschafft und genutzt werden (auch in der Eigenanwendung ohne Überwachung).

Testverfahren

  • Antigentest (Labor und PoC-Schnelltest)
  • Antigentests zur überwachten Eigenanwendung darf das Praxispersonal für seine eigenen Testungen auch ohne Überwachung einsetzen

Hinweise: Bei Durchführung von Antigentests in der eigenen Praxis sind Besonderheiten des Arbeitsschutzes zu beachten.

Vor ambulanter OP, Krankenhauseinweisung, etc.

Geregelt im Paragraf 4 Absatz 1 Nr. 1 TestV

Dies betrifft Personen vor ambulanter OP oder vor Aufnahme in ein

  • Krankenhaus
  • Pflegeheim
  • Reha-Einrichtung

Testverfahren

  • Nach der Nationalen Teststrategie wird ein PCR-Test aufgrund der hohen Sensitivität als geeignetes Verfahren empfohlen.

Nach Ausbrüchen

Geregelt im Paragraf 3 TestV

Es geht um Testungen von Personen, die in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen tätig oder untergebracht sind, betreut oder gepflegt werden. Dazu zählen beispielsweise Pflegeheime, Krankenhäuser und Arztpraxen.

Diese Personen können in oder durch eine Arztpraxis getestet werden, wenn sie gegenüber dem Arzt darlegen, dass die Einrichtung oder der ÖGD in der Einrichtung einen Ausbruch festgestellt haben.

Für Personen, die dort behandelt, untergebracht, gepflegt oder betreut wurden, gilt dies sogar für zehn Tage im Nachhinein – auch wenn sie die Einrichtung bereits verlassen haben.

Der Anspruch auf eine Testung besteht bis zu 21 Tage, wenn eine Quarantäne vom ÖGD angeordnet wurde und die Testung damit zur Aufhebung der Quarantäne dient.

Testverfahren

  • Nach der Nationalen Teststrategie wird ein PCR-Test aufgrund der hohen Sensitivität als geeignetes Verfahren empfohlen.

Abrechnung und Vergütung, Kodierung und Dokumentation

Die Abrechnung und Vergütung sämtlicher Tests bei asymptomatischen Personen erfolgt nach der Coronavirus-Testverordnung. Darin ist auch geregelt, dass Ärzte und allen anderen Einrichtungen, die solche Tests durchführen dürfen, bestimmte Daten dokumentieren müssen. Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen, die die Leistungen mit dem Bundesamt für Soziales abrechnen. Sämtliche Vorgaben gelten für GKV- und Nicht-GKV-Versicherte.

Vergütung

PoC-Antigen-Test

  • Sachkosten pauschal 3,50 Euro je Test
  • Abstrich 8 Euro (inklusive Beratung und ggf. Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis einschließlich COVID-19-Testzertifikat)
  • Abstriche bei eigenen Mitarbeitern oder Mitarbeitern anderer Arztpraxen werden nicht vergütet

Hinweis zu Bürgertestungen: Für die Abrechnung von Bürgertests ist nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums seit 1. August 2021 eine Anbindung an die Strukturen der Corona-Warn-App (CWA) verpflichtend. Teststationen, Apotheken und Vertragsärzte müssen technisch in der Lage sein, auf Wunsch der getesteten Person, Testergebnisse und COVID-19-Testzertifikate in die Corona-Warn-App zu übermitteln. Dazu nutzen sie das CWA Schnelltestportal, das die Firma T-Systems im Auftrag der Bundesregierung kostenfrei bereitstellt (Details zur Registrierung).

PoC-Antigen-Test zur überwachten Eigenanwendung

  • Sachkosten pauschal 3,50 Euro je Test
  • Überwachung 5 Euro (inklusive Beratung und ggf. Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis einschließlich COVID-19-Testzertifikat)
  • Die Überwachung der Testung bei eigenen Mitarbeitern oder Mitarbeitern anderer Arztpraxen wird nicht vergütet
  • Nicht zulässig für Bürgertestungen nach Paragraf 4a Testverordnung

Ärztliches Gespräch ohne Test

Das ärztliche Gespräch mit Kontaktpersonen, bei denen nach dem Gespräch keine SARS-CoV-2-Testung durchgeführt wurde, wird mit 5 Euro vergütet.

Labordiagnostik

  • 43,56 Euro je PCR-Test (bei variantenspezifischem PCR-Test je Einzelfall insgesamt höchstens 82,96 Euro)
  • 15 Euro Antigentest im Labor

Schulungskosten

  • 70 Euro für Schulung von Personal in nicht ärztlich geführten Einrichtungen wie Pflegeheime zur Anwendung und Auswertung von Schnelltests
  • einmal alle zwei Monate je Einrichtung

Informationen zum Impf-, Genesenen- und Testzertifikat

KBV-Vorgaben zur Abrechnung

KBV-Vorgaben zur Abrechnung

Die KBV hat gemäß der Testverordnung Vorgaben zur Abrechnung erstellt. Sie gelten nicht nur für Vertragsärzte und Labore, sondern auch für Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Einrichtungen des ambulanten Operierens, Dialyseeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, ambulante Dienste der Eingliederungshilfe, Reha-Einrichtungen und Zahnärzte – für alle, die Personen ohne Symptome testen dürfen.

  • Abrechnung über KV: Alle Leistungen nach der Testverordnung werden über die Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet (monatlich oder quartalsweise). Es wird ein separater Verwaltungskostensatz erhoben, da die Testung von symptomfreien Personen nicht zur vertragsärztlichen Versorgung gehört. KV-Mitglieder zahlen 0,7 Prozent des Gesamtbetrags der Abrechnung. Nicht-KV-Mitglieder zahlen 3,5 Prozent des Gesamtbetrags der Abrechnung.
  • Regelungen zur Abrechnung: Die Abrechnung erfolgt nach den Vorgaben der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (sie legt die Abrechnungsdetails auf Grundlage der KBV-Vorgaben fest).
  • Labordiagnostische Leistungen: Labore rechnen PCR-Tests und Antigen-Tests monatlich und auftragsbezogen ohne Personenbezug mittels CSV-Datei mit der KV ab. Hinweis: Labore sind verpflichtet, PCR-Tests oder Labor-Antigen-Tests nach den Vorgaben der Nationalen Teststrategie für die Testung von Kontaktpersonen, Ausbrüchen und zur Verhütung der Verbreitung auszuwählen und gegebenenfalls zu priorisieren.

Spezielle Hinweise zur Abrechnung von Antigen-Tests

  • Nur geprüfte Tests: Es dürfen nur Antigen‐Tests oder Antigen-Tests zur überwachten Eigenanwendung verwendet und abgerechnet werden, die beim BfArM gelistet werden.
  • PCR-Test bei positivem Befund: Antigen-Tests mit einem positiven Befund sollen nach den Empfehlungen des RKI durch einen PCR-Test bestätigt werden. Die Veranlassung erfolgt auf dem Muster OEGD als „Bestätigungsdiagnostik § 4b TestV“ und die Abrechnung nach der Testverordnung.
  • Praxispersonal: Wird das eigene Praxispersonal oder Personal einer anderen Arztpraxis präventiv getestet, werden nur die Kosten für den Antigen-Test erstattet (pauschal 3,50 Euro je Test), nicht jedoch der Abstrich oder die Überwachung.
  • Personal anderer Heilberufe: Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Ärzte ohne vertragsärztliche oder vertragszahnärztliche Zulassung sowie andere humanmedizinische Heilberufe können für Testungen ihres Praxispersonals Antigen-Tests selbst beschaffen und nutzen.

Kodierung

Informationen zum Kodieren finden Sie hier.

Dokumentation

Für Testungen von Personen ohne COVID-19-Symptomen sind seit 1. Juli die Inhalte der Auftrags- und Leistungsdokumentation festgelegt. Die Coronavirus-Testverordnung sieht zudem vor, dass die Daten bis zum 31. Dezember 2024 aufzubewahren sind und die Kassenärztlichen Vereinigungen diese bei einer Prüfung der Abrechnung anfordern können. Die Dokumentationen werden nicht mit den Abrechnungsunterlagen übermittelt.

Arztpraxen dokumentieren je durchgeführter Testung folgende Daten:

  • Daten der getesteten Person: Vorname, Familienname, Geburtsdatum, Anschrift
  • Schriftliche oder elektronische Bestätigung der durchgeführten Testung: Unterschrift der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters
  • Art der Leistung: z.B. Entnahme von Körpermaterial und Antigen-Test oder Veranlassung PCR-Test
  • Testgrund nach §§ 2 bis 4b TestV: § 2 Kontaktperson, § 3 Ausbruch, § 4 Verhütung der Verbreitung, § 4a Bürgertestung oder § 4b Bestätigung, virusvariantenspezifische-PCR
  • Datum, Uhrzeit und Ergebnis der Testung
  • Test-ID des verwendeten Antigen-Tests
  • Mitteilungsweg des Testergebnisses an die getestete Person: z.B. über die Corona-Warn-App oder Aushändigung eines Ausdrucks
  • Bei einem positiven Testergebnis: Nachweis der Meldung an das zuständige Gesundheitsamt
  • Zusätzliche Dokumentation bei Bürgertestungen:
    • je Ärztin/Arzt einmalig: Nachweis über die Anbindung an die Infrastrukturen der Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts
    • je Tag und Tätigkeitsort: Öffnungszeiten und Anzahl der testenden Personen
    • je getestete Person: Zustimmung/Ablehnung zur Übermittlung des Testergebnisses an die Corona-Warn-App

Zusätzlich dokumentieren Arztpraxen wie bisher je Abrechnungszeitraum:

  • Beschaffung der Antigen-Tests durch Rechnungen oder Kaufverträge für Antigen-Tests

Mehr dazu: Anlage 9.1 der KBV-Vorgaben für Leistungserbringer zur Abrechnung von Leistungen nach Testverordnung vom 9. Juli 2021

Hinweis: Für andere Einrichtungen, die Tests durchführen, gelten ggf. abweichende Dokumentationsvorgaben der Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Sie sind den Anlagen 9.2, 9.3 und 9.4 der KBV-Vorgaben zu entnehmen.

Meldepflicht

Positive Testergebnisse, Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle melden

Behandelnde Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle ihrer Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit dem Virus namentlich dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt (Postleitzahltool des RKI).

Die Meldung – inklusive dem Namen und den Kontaktdaten der betroffenen Person – muss unverzüglich erfolgen und innerhalb von 24 Stunden dem zuständigen Gesundheitsamt vorliegen. Zur Meldung ist der Arzt verpflichtet, der den Verdacht, die Erkrankung oder den Tod in Bezug auf COVID-19 festgestellt hat. Er ist auch grundsätzlich für die Einhaltung der Meldepflicht verantwortlich.

Darüber hinaus bestehen Meldepflicht und Verantwortlichkeit auch für Leiter bestimmter Einrichtungen. Beispielsweise ist der Leiter einer Arztpraxis mit Infektionserregerdiagnostik verpflichtet, den direkten oder indirekten Nachweis von SARS-CoV-2 namentlich zu melden.

Näheres zu den Personen, die zur Meldung verpflichtet sind, regelt Paragraf 8 des Infektionsschutzgesetzes.

Bei der namentlichen Meldung müssen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte durch das zweite Bevölkerungsschutzgesetz seit dem 23. Mai – soweit möglich – auch Angaben machen zum:

  • wahrscheinlichen Infektionsweg, einschließlich Umfeld, in dem die Übertragung wahrscheinlich stattgefunden hat (mit Name, Anschrift und weiteren Kontaktdaten der Infektionsquelle und dem wahrscheinlichen Infektionsrisiko)

Sowie im weiteren Behandlungsverlauf zum:

  • Behandlungsergebnis (d.h. Genesungsstatus)
  • Serostatus (d.h. ob spezifische Antikörper im Blut vorhanden sind)

Übersicht des Robert Koch-Institutes zu den erforderlichen Meldeinhalten

Folgende Angaben müssen bei der Meldung gemacht werden, wenn die Informationen vorliegen:

Zur betroffenen Person    

  • Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum
  • Adresse und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefonnummer, E-Mail)
  • Tätigkeit, Betreuung oder Unterbringung in einer Einrichtung, z.B. Krankenhaus, Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kita, Schule), Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, Obdachlosenunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende, Justizvollzugsanstalten
  • Diagnose oder Verdachtsdiagnose
  • Tag der Erkrankung, Tag der Diagnose, gegebenenfalls Tag des Todes und wahrscheinlicher Zeitpunkt oder Zeitraum der Infektion
  • wahrscheinlicher Infektionsweg, einschließlich Umfeld, in dem die Übertragung wahrscheinlich stattgefunden hat, mit Name, Anschrift und weiteren Kontaktdaten der Infektionsquelle und wahrscheinliches Infektionsrisiko
  • Behandlungsergebnis und zum Serostatus in Bezug auf diese Krankheit
  • Stadt oder Landkreis, in der/dem die Infektion wahrscheinlich erworben worden ist
  • Überweisung, Aufnahme und Entlassung z.B. aus einem Krankenhaus, ggf. intensivmedizinische Behandlung und deren Dauer
  • Spender für eine Blut-, Organ-, Gewebe- oder Zellspende in den letzten sechs Monaten
  • Zugehörigkeit zur Bundeswehr und Personen, während sie sich in ortsfesten oder mobilen Einrichtungen aufhalten, die von der Bundeswehr betrieben werden

Zum Labor

  • Name, Anschrift und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefonnummer, E-Mail-Adresse) der Untersuchungsstelle, die mit der Erregerdiagnostik beauftragt ist

Zum Melder    

  • Name, Anschrift und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefonnummer, E-Mail-Adresse) des Meldenden

Verdachtsfall melden

Erfüllt ein Patient mindestens eines der beiden folgenden Test-Kriterien des Robert Koch-Institutes, gilt er als Verdachtsfall und ist damit meldepflichtig:

  1. Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn UND jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome (www.rki.de/covid-19-steckbrief)
  2. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Fallhäufung in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern

Der behandelnde Arzt meldet dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (RKI-Übersicht Meldeinhalte).

Veranlasst die Ärztin oder der Arzt einen PCR-Test oder einen Antikörpertest bei einem Labor, ergeben sich dadurch weitere Meldepflichten.

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19

Meldungen nach Vorliegen der Testergebnisse

Die Ergebnisse eines PCR-Tests oder eines Antigentests (Labor-Antigentest oder Antigen-Schnelltest) oder eines Antikörpertests des Labors liegen dem behandelnden Arzt vor.

Erkrankung bestätigt: namentliche Meldung an das Gesundheitsamt

Eine nachgewiesene Erkrankung ist immer namentlich zu melden. Der behandelnde Arzt meldet dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (RKI-Übersicht Meldeinhalte).  

Hinweis: Auch ein positiver Antigen-Schnelltest (Point-of-care oder kurz PoC-Antigentest) ist meldepflichtig; der Erregernachweis ist innerhalb von 24 Stunden namentlich an das Gesundheitsamt zu melden.

Verdachtsfall nicht bestätigt: namentliche Meldung an das Gesundheitsamt

Eine Meldung an das Gesundheitsamt muss dann erfolgen, wenn sich ein vorab gemeldeter Verdachtsfall durch ein negatives Testergebnis nicht bestätigt hat.

Der behandelnde Arzt meldet dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (RKI-Übersicht Meldeinhalte).

Serostatus – namentliche Meldung an das Gesundheitsamt

Neu: Durch das zweite Bevölkerungsschutzgesetz ist seit dem 23. Mai auch der Serostatus eines Patienten Teil der namentlichen Meldung in Verbindung mit dem Verdacht, der Erkrankung oder dem Tod an COVID-19.

Liegen die Ergebnisse eines Antikörpertests vor, meldet der behandelnde Arzt dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (RKI-Übersicht Meldeinhalte).

Meldungen im weiteren Behandlungsverlauf

Genesung

Ist der Patient nach einer COVID-19-Erkankung genesen, meldet der feststellende Arzt dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (RKI-Übersicht Meldeinhalte).

Todesfall

Ein Todesfall infolge von COVID-19 ist immer dem Gesundheitsamt zu melden. Der Arzt, der den Todesfall feststellt, meldet dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (RKI-Übersicht Meldeinhalte).

Meldepflichten für Labore

Labore müssen das Ergebnis eines direkten oder indirekten Erregernachweises melden.

Namentliche Meldung an das Gesundheitsamt: bei positivem Test

Das Labor meldet dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden den positiven SARS-CoV-2-Nachweis, sofern er auf eine akute Infektion hinweist – die Meldung erfolgt namentlich. Auch direkte Erregernachweise mittels Antigentest sind namentlich innerhalb von 24 Stunden meldepflichtig. 

Rechtliche Hinweise und weiterführende Informationen

Rechtliche Grundlagen

Die Meldepflichten zu COVID-19 sind seit Mai im Infektionsschutzgesetz verankert. Zuvor waren sie in einer Verordnung vom 30. Januar 2020 geregelt. Diese Verordnung ist mit Verkündung des zweiten Bevölkerungsschutzgesetzes außer Kraft getreten.

Weiterführende Informationen

Zweites Bevölkerungsschutzgesetz: Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt (PDF)
Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (Bundesgesetzblatt) PDF: 143 KB
Infektionsschutzgesetz
Postleitzahltool des RKI zur Ermittlung des zuständigen Gesundheitsamtes
Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19
Informationen des RKI

Testverfahren im Überblick

PCR- oder Antigenverfahren? Die Nationale Teststrategie sieht Folgendes vor:

  • Antigentest bei rein präventiven Testungen von Mitarbeitenden, Betreuten/Patienten und Besuchern in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen; dazu gehört auch das Praxispersonal.
  • PCR-Verfahren bei Testungen von symptomatischen Personen sowie bei Testungen von asymptomatischen Kontaktpersonen und bei Ausbrüchen (bei Ausbrüchen solange ausreichend PCR-Testkapazitäten zur Verfügung stehen).

Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind namentlich meldepflichtig. Sie müssen zudem durch einen PCR-Test bestätigt werden.

PCR-Test

Für die Untersuchung auf SARS-CoV-2 mittels Nukleinsäurenachweis oder Antigentest ist das geeignete Untersuchungsmaterial der Abstrich aus den oberen Atemwegen (Oropharynx-Abstrich und/oder Nasopharynx-Abstrich (-Spülung oder -Aspirat) oder Material der tiefen Atemwege (Bronchoalveoläre Lavage, Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert) und/oder Trachealsekret).

Für eine labordiagnostische Untersuchung zur Klärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 wurden PCR-Nachweissysteme entwickelt und validiert. Sie gelten als „Goldstandard“ für die Diagnostik. Es stehen eine Reihe von kommerziellen Testsystemen mit hoher Spezifität und unterschiedlicher Bearbeitungsdauer zur Verfügung. Labore, die Nukleinsäurenachweise von SARS-CoV-2 durchführen, sind angehalten regelmäßig an entsprechenden Ringversuchen teilzunehmen. (Quelle: Robert Koch-Institut)

Der Nukleinsäurenachweis gilt nach RKI als Bestätigungsdiagnostik positiver Testergebnisse von Labor- oder PoC-Antigentests.

Weitere Informationen:

WHO: Laboratory testing for 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) in suspected human cases
Foundation for Innovative New Diagnostics: SARS-CoV-2 diagnostic pipeline

Antigentests

Die Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sieht zur Testung von asymptomatischen Personen auch den Einsatz von Antigen-Labortests und Antigen-Schnelltests, sogenannte Point-of-Care-Tests (PoC-Tests), vor. Die Sensitivität ist deutlich niedriger als bei PCR-Verfahren, häufig bei etwa 90 Prozent und noch niedriger bei PoC-Tests. Es ist zu erwarten, dass von 100 Infizierten in etwa 10 nicht erkannt werden.

Es dürfen nur Testverfahren eingesetzt werden, die auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt sind.

Bei klinischem Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion und bei Kontaktpersonen der Kategorie I und bei Ausbrüchen der Infektion in Einrichtungen sind deswegen weiter die empfindlicheren PCR-Verfahren das diagnostische Mittel der Wahl und sollten, wenn verfügbar, vorrangig veranlasst werden.

Abklärung positiver Antigen- und PCR-Tests

Bestätigende PCR-Tests

Positive Antigentests sind gemäß den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts mittels eines PCR-Tests zu bestätigen. Bei einem positiven Antigentest besteht Anspruch auf eine bestätigende Testung mittels eines PCR-Tests nach der Testverordnung. Die Beauftragung des PCR-Tests im Labor erfolgt auf Formular OEGD.

Variantenspezifischer PCR-Test

Bei einem positiven PCR-Test besteht Anspruch auf eine variantenspezifische PCR, um eine Virusvariante frühzeitig zu erfassen. Die Beauftragung erfolgt auf Muster OEGD oder formlos nach der Vorgabe des Labors. Eine Untersuchung auf eine Virusvariante kann zeitgleich mit dem „normalen“ PCR-Test oder der Bestätigungs-PCR beim Labor beauftragt werden oder im Nachgang, wenn ein positives Ergebnis vorliegt.

Indirekter Erregernachweis mittels Antikörpertestung

Antikörpertests können bei COVID-19-typischer Symptomatik in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Dennoch sollte der direkte Erregernachweis im Vordergrund stehen.

Mit den derzeit am Markt befindlichen Antikörpernachweisen kann bei einmaliger Untersuchung nicht ausreichend sicher festgestellt werden, ob eine akute Infektion vorliegt.

Sollte im Rahmen einer Untersuchungsserie bei einer Person eine Serokonversion oder ein deutlicher Titeranstieg für IgG- oder Gesamt-Antikörper in demselben Testverfahren festgestellt werden, kann dies insbesondere bei entsprechender Symptomatik auf eine akute Infektion hinweisen.

Nachweis einer Serokonversion oder eines Titeranstiegs

Hierzu sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden und muss im Hinblick auf die Feststellung signifikanter Veränderungen in demselben Labor / mit demselben Test untersucht werden.

Das Blut wird auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht. IgA- und IgM-Antikörper-Bestimmungen weisen eine deutlich niedrigere Spezifität auf und sollten deswegen nicht durchgeführt werden.

Bei der Bewertung, ob der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist, muss im Rahmen des laborärztlichen Befundes Folgendes berücksichtigt werden:

  • Eigenschaften der jeweils verwendeten Tests
  • Ergebnis einer gegebenenfalls durchgeführten Voruntersuchung
  • anamnestische Angaben

Hinweise zur Abrechnung

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der Ziffer 88240; so werden alle Leistungen extrabudgetär honoriert. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der Gebührenordnungsposition 32641 berechnungsfähig.

Eine Testung ohne direkten Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik ist keine vertragsärztliche Leistung. Aussagen zu einer bestehenden Immunität sind aus den Untersuchungsergebnissen gegenwärtig noch nicht sicher abzuleiten.

Schnellteste können nicht abgerechnet werden.

Die Ärzte, die Antikörper untersuchen, sollten an Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung teilnehmen.

PoC-Antigen-Tests: schnell, aber richtig

Ein so genannter Schnelltest bringt schnell ein Ergebnis. Dieses muss aber auch möglichst zuverlässig sein.
Deshalb dauert das Drumherum etwas länger – ist aber besonders wichtig.
Hier ein Überblick im Schnelldurchlauf.
Zu beachten sind:
der geeignete Ort
ausführliche Hygieneschritte
die Schutzausrüstung
korrektes Lagern und Handhaben des Test-Kits
sicheres Ablegen und Entsorgen von Schutz und Testmaterial
und: die letzten hygienischen Handgriffe

Das Wo ist entscheidend. Es müssen wichtige Elemente zusammenkommen: im Hinblick auf Hygiene-Einrichtungen und Mittel, geeignete Oberflächen, oder die Möglichkeit zu lüften.


Das richtige Wo trennt aber auch: das Umkleiden vom Testen und die noch nicht getesteten Besucher von den Menschen in der Pflege-Einrichtung.
Denken Sie aber auch daran, dass der Ort sich für jede Jahreszeit eignen muss. Und auch für längere Wartezeiten bei großem Andrang.

Passen Sie Ihren Hygieneplan an die Vorgaben für das Testen von SARS-CoV-2 an.

Bevor Sie Ihre Schutzausrüstung anlegen: Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände nach den medizinischen Profi-Regeln.
Legen Sie dann zunächst den Schutzkittel korrekt an,
dann die Atemschutzmaske – mindestens FFP2,
dann die Schutzbrille,
und schließlich die Schutzhandschuhe.
Kontrollieren Sie im Spiegel, ob alles richtig sitzt.
Und üben Sie am besten regelmäßig. Dann klappt es bald schneller und zugleich richtig.

Je nach Modell unterscheiden sich die Test-Ausrüstungen; manchmal steckt der Unterschied im Detail. Lesen Sie daher die Anleitung des jeweiligen Herstellers: genau und mit ausreichend zeitlichem Vorlauf.
Vor dem ersten Einsatz des Tests – und im Verlauf: mittels der dafür vorgesehen Kontroll-Lösung prüfen, ob alles passt; entsprechend der Herstellerangaben.
Beachten Sie auch, was zu Transport und Lagerung drinsteht.
Und dazu, nach wie vielen Minuten das Ergebnis abzulesen ist.
Fällt das Testergebnis positiv aus, sind zwei Dinge zu tun: Die Heimleitung muss es dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Und: Die positiv getestete Person sollte das Ergebnis per PCR-Test bestätigen lassen – in einer Praxis, etwa beim Hausarzt. Und sich vorsorglich isolieren.

Entsorgen Sie das Test-Kit vorschriftsgemäß.
Das gilt auch für die Schutzausrüstung.
Achten Sie beim Ablegen Ihrer Schutzausrüstung auf diese Reihenfolge:
erst die Handschuhe,
dann eine hygienische Händedesinfektion,
dann den Kittel abnehmen,
dann wieder eine hygienische Händedesinfektion,
dann die Schutzbrille abnehmen und sicher zwischenlagern.
Die Atemschutzmaske abnehmen und entsorgen.
Mangelt es Ihnen an Atemschutzmaske: zum Wiederverwenden sicher zwischenlagern; und maximal eine Schicht mit einer Maske bestreiten!
und schließlich eine weitere hygienische Händedesinfektion.

Bevor Sie den Raum und die Brille reinigen: Händehygiene und frische Handschuhe!
Lüften Sie den Raum gründlich und behandeln Sie Schutzbrille und relevante Oberflächen mit einer Wischdesinfektion.
Zu guter Letzt und zur guten Übung: Handschuhe korrekt ablegen und entsorgen und die Hände professionell waschen und desinfizieren.
Und tun Sie Ihrer Haut etwas Gutes.
Wenn Sie alle diese wichtigen Schritte beachten, mag Ihnen das Wort Schnelltest verfehlt erscheinen. Je häufiger Sie aber auf diese Weise „schnell“ testen, umso schneller werden Sie Routine entwickeln.
Bleiben Sie gesund!

Persönliche Schutzausrüstung

Reihenfolge des An- und Ablegens

Anlegen:

  • hygienische Händedesinfektion
  • flüssigkeitsdichter Schutzkittel
  • gegebenenfalls Kopfhaube
  • FFP-2/3-Maske
  • Schutzbrille
  • Einmalhandschuhe

Ablegen:

  • Handschuhe
  • hygienische Händedesinfektion
  • Schutzkittel
  • hygienische Händedesinfektion
  • Schutzbrille
  • FFP-2/3-Maske
  • gegebenenfalls Kopfhaube
  • hygienische Händedesinfektion

Schulungsfilm der Universität Erlangen zum An- und Ablegen von persönlicher Schutzausrüstung
Hinweise zum beispielhaften An- und Ablegen von persönlicher Schutzausrüstung für Fachpersonal (RKI)

Entsorgung und Wiederverwendung

  • Einmalhandschuhe, gebrauchte Atemschutzmasken, Kopfhauben werden im Restmüll entsorgt
  • Bei Mangel müssen Atemschutzmasken nicht nach jedem Patientenkontakt entsorgt werden, sie können längsten für eine Schicht angewendet werden. Die zwischenzeitliche Lagerung muss allerdings verwechslungssicher erfolgen.
  • Die Schutzbrillen können durch Wischdesinfektion wiederaufbereitet werden, sie müssen auf desinfizierbaren Flächen gelagert werden. Auch hier ist eine mitarbeiterbezogene Verwendung anzustreben.