Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen Behinderungen ausgleichen, die Rehabilitation unterstützen oder Menschen mit bereits vorhandenen gesundheitlichen Risiken vor weiteren Risiken bei der Bewältigung ihres normalen Lebens schützen. 

Hilfsmittel-Richtlinie

Ziel der Hilfsmittel-Richtlinie ist es, die Patientenversorgung mit Hilfsmitteln zu sichern. Dabei sind die Regeln der ärztlichen Kunst und die allgemein anerkannten Standards der medizinischen Erkenntnisse zu beachten. 

Hilfsmittel-Richtlinie 

Verordnungsvordrucke

Je nachdem, ob es sich um Sehhilfen, Hörhilfen oder allgemeine Hilfsmittel handelt, gibt es für den Arzt verschiedene Verordnungsvordrucke.

Übersicht der Vordrucke

Bei Erstverordnung von Hörhilfen gilt Arztvorbehalt

Für die Erstverordnung eines Hörgerätes müssen Patienten immer erst einen Arzt konsultieren. Er klärt die Ursache des Hörverlustes medizinisch ab. Nur dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Hörhilfen.

Ganzen Text anzeigen

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat auch festgelegt, in welchen Fällen bei Folgeverordnungen eine erneute fachärztliche Diagnose oder Therapieentscheidung medizinisch zwingend geboten ist. Dazu gehören insbesondere die Hörgeräteversorgung von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie bei neu aufgetretenem Tinnitus.

Auch bei Vorliegen einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit muss zunächst ärztlich abgeklärt werden. Hier gelten die Kriterien der WHO (Hörverlust am besseren Ohr über 80 dB als Durchschnitt der tonaudiometrischen dB-Werte bei 0,5 kHz, 1 kHz, 2 kHz, 4 kHz).

Soweit eine erneute ärztliche Diagnose und Therapieentscheidung medizinisch nicht geboten ist, kann die Folgeversorgung auch von einem Hörgeräteakustiker vorgenommen werden. Grundsätzlich haben aber alle Patienten die Möglichkeit, immer zuerst einen Facharzt aufzusuchen.

KBV: Nur Arzt kann medizinisch sichere Diagnose stellen

Die KBV hatte sich dafür eingesetzt, dass bei jeder Verschlechterung des Hörvermögens zunächst ein Arzt konsultiert werden muss, bevor der Patient ein neues Hörgerät bekommt. Denn nur durch einen HNO-Arzt, einen Phoniater oder Pädaudiologen können Patienten eine ärztlich abgesicherte und verlässliche Diagnose erhalten. Patienten sollten Hörprobleme immer zuerst fachärztlich untersuchen lassen.

Hilfsmittelverzeichnis

Es umfasst alle Hilfsmittel, deren Kosten die Krankenkassen erstatten. Es können aber auch Produkte erstattungsfähig sein, die nicht gelistet sind. Da der Sicherstellungsauftrag bei Hilfsmitteln bei den Krankenkassen liegt, können nur sie eine Aussage zur Leistungspflicht im Einzelfall treffen.

GKV-Hilfsmittelverzeichnis

So erfolgt die Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis:

Um ein Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel in das Verzeichnis aufnehmen zu lassen, muss der Hersteller einen schriftlichen Aufnahmeantrag beim GKV-Spitzenverband stellen. Dieser hält produktgruppenspezifische Antragsformulare vor und gibt in einem Verfahrenshandbuch Erläuterungen zum Antragsverfahren.

Der Hersteller muss für sein Produkt den medizinischen Nutzen, die Funktionstauglichkeit und die Sicherheit belegen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen prüft auf der Basis spezifischer Qualitätsanforderungen, ob das neu aufzunehmende Produkt diese Anforderungen erfüllt. Wird ein Produkt in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen, erfolgt eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger.


Zuzahlung

In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sich die Versicherten auch in Form von Zuzahlungen an den Gesundheitskosten beteiligen.

Weitere Infos zur Zuzahlung