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Rehabilitation

Bei der medizinischen Rehabilitation geht es darum, die körperlichen Funktionen, Organfunktionen und gesellschaftliche Teilhabe des Patienten wiederherzustellen. Reha-Maßnahmen erfolgen ambulant oder stationär.

Medizinische Rehabilitation: Wer ist zuständig?

Medizinische Rehabilitation ist eine Leistung, auf die Patienten gesetzlichen Anspruch haben - wenn eine solche Maßnahme aus ärztlicher Sicht notwendig ist. Die Kosten hierfür werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen, das sind insbesondere die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung. Die Zuständigkeiten grenzen sich folgendermaßen ab:

Gesetzliche Krankenversicherung

  • wenn keine Verminderung der Erwerbstätigkeit vorliegt oder droht
  • wenn kein Arbeitsunfall und keine Berufskrankheit vorliegt

  • bei Reha-Leistungen für Altersrentner, denn diese sollen nach Unfall oder Krankheit so lange wie möglich in gewohnter Umgebung leben und die Chance erhalten, aktiv am Leben teilzuhaben

  • bei Reha-Leistungen für Mütter und Väter, wenn es sich nicht um eine reine Vorsorge handelt, sondern schon eine Beeinträchtigung vorliegt und die Rehabilitation medizinisch notwendig ist

  • bei Reha-Leistungen für Kinder und Jugendliche, wenn dies medizinisch notwendig ist (grundsätzlich gleichrangige Zuständigkeit der Kranken- und Rentenversicherung)

Gesetzliche Rentenversicherung

  • grundsätzlich bei Menschen im erwerbsfähigen Alter

Verordnung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

Vertragsärzte verordnen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung auf Muster 61. Der Antrag auf Kostenübernahme für Reha-Sport oder Funktionstraining erfolgt auf Muster 56. Die grundlegenden Regelungen für das Verordnungsverfahren sind in der Rehabilitations-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses festgelegt.

Verordnungshinweise für Vertragsärzte

Rehabilitations-Richtlinie

Das Antrags- und Verordnungsverfahren bei Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zulasten der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt anders als im Fall der gesetzlichen Krankenversicherung: Der Patient muss den „Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ stellen. Der Arzt füllt hierzu einen Befundbericht aus.  

Informationen der gesetzlichen Rentenversicherung

Fortbildung für Vertragsärzte

Seit April 2016 darf jeder Vertragsarzt eine medizinische Rehabilitation zulasten der Krankenkassen verordnen. Ein zusätzlicher Qualifikationsnachweis ist nicht mehr erforderlich. In einer Online-Fortbildung der KBV können sich Ärzte zu den Grundlagen und Besonderheiten der Verordnung schulen.

Die Fortbildung wird im KBV-Fortbildungsportal angeboten. 
Technische Voraussetzungen  

Kinder- und Jugendlichenrehabilitation

Die Abgrenzung von Mutter-/ Vater-Kind-Leistungen und Maßnahmen der Kinder- und Jugendlichenrehabilitation ist nicht immer einfach: Bei der ersten Behandlungsform stehen Mütter und Väter – gegebenenfalls unter Einbezug des Kindes – im Fokus. Bei einer Kinder- und Jugendlichenrehabilitation handelt es sich um einen ganzheitlichen biopsychosozialen Ansatz zur Verbesserung einer erheblichen Gefährdung der Gesundheit oder einer schon vorliegenden Gesundheitsbeeinträchtigung.

Mehr zum Thema

Rehabilitationssport und Funktionstraining

Reha-Sport und Funktionstraining kommen für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in Betracht. Reha-Sport soll die Ausdauer und Kraft der Patienten stärken und ihre Koordination und Flexibilität verbessern. Mit dem Funktionstraining sollen die Beteiligten möglichst dauerhaft in die Gesellschaft und das Arbeitsleben eingegliedert werden.

Die Reha-Träger haben mit einzelnen Verbänden eine Rahmenvereinbarung über den Reha-Sport und das Funktionstraining abgeschlossen.

Rahmenvereinbarung