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Stand 14.04.2022

Coronavirus

Antivirale Arzneimitteltherapie

Ambulant erfolgen können derzeit die monoklonale Antikörpertherapie sowie auch die Behandlung von COVID-19-Risikopatienten mit den oral anwendbaren antiviralen Medikamenten Lagevrio® und Paxlovid®. Mit einer möglichst frühen Verabreichung sollen schwere Verläufe und Krankenhauseinweisungen verhindert werden.

Lagevrio® (Molnupiravir)

Das orale antivirale Medikament Molnupiravir (Lagevrio®) zur Therapie von COVID-19-Risikopatienten kann seit dem 3. Januar 2022 verordnet werden. Es soll zur Behandlung von symptomatischen, nicht hospitalisierten Patienten mit COVID-19 ohne zusätzlichen Sauerstoffbedarf und erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf eingesetzt werden.

Die Bundesregierung hat das Arzneimittel Molnupiravir der Firma Merck Sharp & Dohme rechtmäßig in Verkehr gebracht und übernimmt die Produkthaftung. Es ist in der Europäischen Union noch nicht zugelassen. Für Deutschland stehen zunächst Dosen für 80.000 Patientinnen und Patienten, aber sukzessive immer mehr Dosen bereit.

Daten zur Wirksamkeit

Molnupiravir ist das orale Prodrug eines synthetischen Nukleosid-Analogons, das als falscher Baustein in die virale RNA eingebaut wird und deren Replikation hemmt. Daten aus der für die Zulassung eingereichten Studie zeigen, dass die Gabe von Molnupiravir über 5 Tage (2 x 800 mg/Tag) die Hospitalisierungs- und/oder Sterberate gegenüber Placebo von 9,7 Prozent auf 6,8 Prozent reduziert. Die Risikoreduktion liegt damit bei etwa 30 Prozent. Teilnehmer der Studie waren symptomatische nicht hospitalisierte Patienten mit COVID-19 ohne zusätzlichen Sauerstoffbedarf, die mindestens einen Risikofaktor für einen schweren Verlauf aufwiesen.

Die in die Zulassungsstudie eingeschlossenen Patienten waren nicht geimpft. Der häufigste Risikofaktor bei den Patienten war Adipositas (76,5%), gefolgt von Alter > 60 Jahre (17,2%), Diabetes mellitus (15,9%), schwere Herzerkrankung (11,7%), chronische Nierenerkrankung (5,9%, nur Einschluss von Patienten mit einer eGFR >.30 ml/min), COPD (4,0%) und aktive Krebserkrankung (2,0%) Aufgrund von Mehrfachnennungen liegt die Gesamtzahl der Risikofaktoren über 100 Prozent.

Kriterien für die Anwendung

Wichtige Kriterien und Hinweise für die Anwendung werden in der Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hoch-pathogene Erreger (STAKOB) sowie in der Patienteninformation beschrieben:

  • Entscheidungskriterien für die Anwendung von Molnupiravir insbesondere bei derzeit begrenzter Verfügbarkeit sind der Stellungnahme zufolge vor allem hohes Alter und das Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer der COVID-19-Erkrankung wie Adipositas (BMI ≥ 30), Alter > 60 Jahre, COPD, Diabetes mellitus, schwere kardiale Erkrankung, chronische Lungenerkrankung, chronische Niereninsuffizienz, aktive Krebserkrankung.
  • Der Impfstatus ist kein Kriterium. Es können nicht geimpfte und geimpfte Patienten behandelt werden, wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht.
  • Schwangerschaft ist eine Kontraindikation. Bei Frauen im gebärfähigem Alter, die keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, darf Molnupiravir ebenfalls nicht angewendet werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen vor Einnahme einen Schwangerschaftstest durchführen.
  • Wegen der Möglichkeit von unerwünschten Wirkungen von Molnupiravir auf den gestillten Säugling sollte das Stillen während der Dauer der Behandlung und für 4 Tage nach Einnahme der letzten Dosis unterbrochen werden.
  • Männer sollten während der Behandlung mit Molnupiravir und für 3 Monate danach kein Kind zeugen.
  • Kinder- und Jugendliche wurden in die Zulassungsstudie nicht aufgenommen, eine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.
  • Bei immunsupprimierten Patienten mit unzureichender Impfantwort wird bevorzugt die Gabe monoklonaler Antikörper empfohlen.

Weitere Informationen: Die Ergebnisse der Zulassungsstudie MOVe-out wurden im The New England Journal of Medicine (NEJM) am 16. Dezember 2021 veröffentlicht.

Dosierung und Dauer der Behandlung

Die Gabe von Molnupiravir erfolgt innerhalb von 5 Tagen nach Symptombeginn. Die empfohlene Dosis beträgt 800 mg (vier 200mg-Kapseln) oral alle 12 Stunden an 5 aufeinanderfolgenden Tagen. Die Verträglichkeit ist gut. Es gibt bislang keine Hinweise auf Medikamenteninteraktionen.

Verordnung

Der Bund sieht ein spezielles Verfahren zur Verordnung und Belieferung vor:

  • Ärztinnen und Ärzte können das Medikament nach patientenindividueller Risikoabwägung (siehe Stellungnahme AWMF und STAKOB) verordnen, sobald ein positives Testergebnis vorliegt. Hierfür reicht auch ein Antigentest aus. In diesem Fall erfolgt nach der Verordnung zusätzlich eine PCR-Testung.
  • Die Verordnung erfolgt auf dem Rezept-Formular (Muster 16) unter Angabe des Namens des Patienten. Als Kostenträger geben sie – wie beim COVID-19-Impfstoff – das Bundesamt für Soziale Sicherung mit dem IK 103609999 an. Auch für Privatpatienten erfolgt eine Verordnung auf Muster 16.
  • Das Rezept muss innerhalb von fünf Werktagen nach Ausstellung eingelöst werden. Ärztinnen und Ärzte geben deshalb übergangsweise die Angabe „gültig bis“ auf dem Formular an, um eine missbräuchliche Verwendung zu verhindern. Das BMG hat eine entsprechende gesetzliche Regelung angekündigt. Sobald diese umgesetzt ist, kann auf diese zusätzliche Angabe verzichtet werden. Die fünf Werktage zählen ab dem Ausstellungsdatum. Verordnungen, die beispielsweise am 20. Januar erfolgen, sind – da der 23. Januar kein Werktag ist – bis zum 26. Januar gültig. Danach darf der Apotheker das Medikament nicht mehr abgeben.
  • Das Rezept wird unmittelbar danach an die Apotheke übermittelt. Um keine Zeit zu verlieren, kann der Arzt den Apotheker – insbesondere auch telefonisch – über die Verschreibung vorab unterrichten, sodass die Bestellung bereits ausgelöst werden kann.
  • Sobald der Apotheke die Verordnung vorliegt, kann sie das Arzneimittel beim Großhandel bestellen. Eine Bevorratung in der Apotheke ist im begrenzten Umfang erlaubt, sodass eine Abgabe des Arzneimittels auch sofort möglich ist.
  • Die Apotheke übergibt das Medikament unverzüglich dem Patienten (auch per Botendienst) – zusammen mit den Anwendungshinweisen und einem Begleitschreiben der Firma MSD mit Kontakthinweisen.
  • Der Patient hat keine Zuzahlung zu leisten.

Mit der Einnahme des Medikaments soll so schnell wie möglich nach Symptombeginn begonnen werden. Daher sind alle an der Lieferkette Beteiligten gehalten, die ärztliche Verordnung schnellstmöglich zu beliefern.

Meldung von Nebenwirkungen

Bei auftretenden unerwünschten Ereignissen müssen diese wie bei anderen Arzneimittel auch umgehend an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden. Weitere Informationen unter anderem zur digitalen Meldung von Nebenwirkungen stellt das BfArM hier zur Verfügung.

Paxlovid® (Nirmatrelvir + Ritonavir)

Das oral anwendbare antivirale Medikament Paxlovid® zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten ist ab dem 25. Februar verfügbar und kann somit von den Vertragsärzten verordnet werden.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) stehen von dem Arzneimittel Paxlovid® der Firma Pfizer zunächst 40.000 Behandlungseinheiten zur Verfügung. Weitere Tranchen sollen über das Jahr verteilt folgen. Insgesamt hat die Bundesregierung eine Million Behandlungseinheiten von Paxlovid® bestellt. Paxlovid® ist seit dem 28. Januar in der Europäischen Union zugelassen.

 

Kriterien für die Anwendung

Das Medikament soll zur Behandlung von symptomatischen, nicht hospitalisierten Patienten mit COVID-19 ohne zusätzlichen Sauerstoffbedarf und erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf eingesetzt werden.

Entscheidungskriterien für die Anwendung von Paxlovid® sind der Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zufolge vor allem hohes Alter und das Vorliegen mehrerer Risikofaktoren wie Adipositas, Diabetes, Immundefizienz- oder -suppression, chronische Niereninsuffizienz, Krebs sowie Herz- und Lungenerkrankungen. Die Stellungnahme wurde in Abstimmung mit dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) verfasst.

 

Dosierung und Dauer der Behandlung

Paxlovid® sollte so früh wie möglich und innerhalb der ersten fünf Tage nach Symptombeginn verabreicht werden. Das Präparat selbst besteht aus zwei Wirkstoffen, Nirmatrelvir und Ritonavir, in zwei verschiedenen Tabletten.

Die empfohlene Dosierung beträgt nach Herstellerangaben 300 mg Nirmatrelvir (zwei 150 mg Tabletten) und 100 mg Ritonavir (eine 100 mg Tablette) zur gleichzeitigen Einnahme alle zwölf Stunden über einen Zeitraum von fünf Tagen.

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen.

Nicht mit bestimmten anderen Medikamenten verabreichen

Paxlovid® darf nicht mit bestimmten anderen Medikamenten verabreicht werden. Hinweise zu Wechselwirkungen von Paxlovid® mit anderen Arzneimitteln bietet eine Übersicht der Fachgruppe COVRIIN am Robert Koch-Institut. Auch Patientinnen und Patienten mit stark eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion sollten das Präparat nicht erhalten.

Laut Fachinformation wird die Anwendung von Paxlovid während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Verhütungsmittel anwenden, nicht empfohlen. Daten zur Anwendung von Paxlovid in der Stillzeit liegen nicht vor.

Weitere Informationen sind der Fachinformation beziehungsweise der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Die Apotheke händigt dem Patienten zusammen mit dem Medikament die Gebrauchsinformation für das Arzneimittel aus.

Verordnung

Der Bund sieht ein spezielles Verfahren zur Verordnung und Belieferung vor:

  • Ärztinnen und Ärzte können nach patientenindividueller Risikoabwägung (s. auch Stellungnahme AWMF und STAKOB) die Verordnung ausstellen und diese direkt an eine Apotheke übermitteln, sobald ein positives Testergebnis vorliegt. Hierfür reicht auch ein Antigen-Schnelltestest aus. Zudem klärt der Arzt den Patienten über die Wirkungsweise des Arzneimittels und mögliche Risiken auf und initiiert (sofern bisher nur ein Schnelltest vorliegt) einen PCR-Test.
  • Die Verordnung erfolgt auf dem Rezept-Formular (Muster 16). Als Kostenträger geben sie – wie beim COVID-19-Impfstoff – das Bundesamt für Soziale Sicherung mit dem IK 103609999 an.
  • Das Rezept muss innerhalb von fünf Werktagen nach Ausstellung eingelöst werden. Ärztinnen und Ärzte geben dazu auf dem Rezept „gültig bis“ an, um eine missbräuchliche Verwendung zu verhindern. Die fünf Werktage zählen ab dem Ausstellungsdatum: Verordnungen, die beispielsweise am 20. Januar erfolgen, sind – da der 23. Januar kein Werktag ist – bis zum 26. Januar gültig. Danach darf der Apotheker das Medikament nicht mehr abgeben.
  • Alle an der Lieferkette Beteiligten sind gehalten, die ärztliche Verordnung schnellstmöglich zu beliefern. Daher kann der Arzt den Apotheker – insbesondere auch telefonisch – über die Verschreibung vorab unterrichten, sodass die Bestellung bereits ausgelöst werden kann. Eine Bevorratung in der Apotheke ist nur im begrenzten Umfang erlaubt.
  • Die Apotheken geben das Medikament zusammen mit einer Gebrauchsinformation an den Patienten ab (auch per Botendienst).

Meldung von Nebenwirkungen

Bei auftretenden unerwünschten Ereignissen müssen diese wie bei anderen Arzneimittel auch umgehend an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden. Weitere Informationen, unter anderem zur digitalen Meldung von Nebenwirkungen, stellt das BfArM hier zur Verfügung.

Monoklonale Antikörpertherapie

Monoklonale Antikörper gegen das Spike-Protein können

  • in der frühen Krankheitsphase die SARS-CoV-2-Viruslast bei leichter bis moderater COVID-19-Erkrankung senken.
  • vorbeugend zur Verhinderung einer Erkrankung mit COVID-19 eingesetzt werden.

Sie sind damit eine der Optionen antiviraler Therapie und Prophylaxe von COVID-19. Die Bereitstellung, den Anspruch sowie die Vergütung der Anwendung dieser Arzneimittel regelt die Monoklonale-Antikörper-Verordnung (MAKV) des BMG. Die aktuelle Produktinformation und die Vorgaben des BMG, nach denen der Bezug und die Anwendung dieser Arzneimittel in Deutschland ausschließlich zulässig sind, sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts veröffentlicht.

Die Bundesregierung hat verschiedene Arzneimittel mit monoklonalen Antikörpern zentral beschafft. Seit Ende Januar ist das Präparat Xevudy® mit dem monoklonalen Antikörper Sotrovimab in Deutschland verfügbar. Seit Kurzem stellt das BMG außerdem begrenzte Kontingente des Arzneimittels Evusheld® (Tixagevimab/Cilgavimab) für eine Anwendung in der Präexpositionsprophylaxe von COVID-19 bereit. Bereits länger im Einsatz ist die Antikörperkombination Casirivimab/Imdevimab (Ronapreve®). Diese ist bei der Omikron-Variante des SARS-CoV-2 jedoch weitestgehend nicht wirksam. Eine Empfehlung zur Anwendung besteht bei einem nahezu ausschließlich durch Omikron-Varianten dominierten Infektionsgeschehen nicht mehr.

Xevudy® (Sotrovimab)

Das COVID-19-Medikament Xevudy® mit dem monoklonalen Antikörper Sotrovimab wird intravenös verabreicht und kann einem schweren Krankheitsverlauf vorbeugen. Es zeichnet sich durch eine gute Wirksamkeit gegenüber der Omikron-Variante aus. In-vitro-Testdaten weisen eine erhaltene Aktivität gegen alle bisher getesteten sogenannte besorgniserregenden Varianten (VoC) und solche von besonderem Interesse (VoI) nach.

Nur für den therapeutischen Einsatz zugelassen

Die Europäische Union hatte das monoklonale Antikörperpräparat Xevudy® im Dezember 2021 zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (Körpergewicht von mindestens 40 kg) mit einer COVID-19-Erkrankung zugelassen.

Es darf Patienten verabreicht werden, die keine zusätzliche Sauerstofftherapie benötigen und ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, zum Beispiel Personen mit Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder immunsupprimierte Patienten. Eine prophylaktische Gabe ist von der Zulassung nicht erfasst.

Einmalige intravenöse Infusion

Laut Produktinformation soll Xevudy® innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten von COVID-19-Symptomen angewendet werden. Die empfohlene Dosis ist eine einzelne intravenöse Infusion von 500 mg, die nach Verdünnung des Arzneimittels verabreicht wird. Die Infusion dauert etwa 30 Minuten. Das Medikament muss bei Kühlschranktemperaturen (+2 °C bis 8 °C) transportiert und gelagert werden.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) stellt weiterführende Informationen für Fachkreise und Patientinnen und Patienten über seine Internetseiten bereit.

Evusheld® (Tixagevimab/Cilgavimab)

Das Kombinationspräparat Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld®) wird intramuskulär appliziert und weist eine lange Halbwertzeit auf. Nach Einschätzung der Fachgruppe COVRIIN beim RKI ist die Wirksamkeit von Evusheld® beim Omikron-Subtyp BA.1 vermutlich reduziert, dagegen jedoch nicht beim Subtyp BA.2  

Bislang ausschließlich zur Präexpositionsprophylaxe zugelassen

Die Europäische Union hat das Arzneimittel Evusheld® bisher ausschließlich für die Präexpositionsprophylaxe bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit mindestens 40 kg Körpergewicht zugelassen. Es ist unter anderem für Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem vorgesehen, bei denen eine unzureichende Immunantwort auf eine SARS-Cov-2-Impfung erwartet wird.

Applikation und Dosierung

Es handelt sich um kühlkettenpflichtige Arzneimittel (Lagerung und Transport bei +2 °C bis +8 °C). Die Applikation der Präparate erfolgt ausschließlich intramuskulär als zwei separate, aufeinanderfolgende Injektionen an verschiedenen Stellen des Körpers, vorzugsweise in jeden Gesäßmuskel. Die empfohlene Dosierung beträgt 300 mg Evusheld® mit je 1,5 ml/150 mg Tixagevimab sowie 150 mg Cilgavimab.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) stellt weiterführende Informationen für Fachkreise und Patientinnen und Patienten über seine Internetseiten bereit.

Vergütung

Vergütung für die Anwendung von monoklonalen Antikörpern

Leistung GOP Vergütung
Therapie mit monoklonalen Antikörpern bei einem mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Patienten (§ 2 Abs. 2 Nr. 1) 88400 360 Euro
(bis 14.03.2022:
450 Euro)
Prophylaxe mit monoklonalen Antikörpern bei einem nicht mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Patienten mit einem erhöhten Risiko eines schweren Verlaufs (§ 2 Abs. 2 Nr. 2) 88401 150 Euro
Zuschlag für einen Besuch im Zusammenhang mit der GOP 88401 (§ 2 Abs. 2 Nr. 2) 88402 60 Euro
Lagerung und Abgabe einschließlich Transport von monoklonalen Antikörpern von der Krankenhausapotheke an den Leistungserbringer (§ 4 Abs. 2 und 2a) 88403 40 Euro