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Stand 28.10.2022

Impfungen gegen SARS-CoV-2

Abrechnung und Dokumentation

Auf dieser Seite stehen die wichtigsten Punkte zur täglichen Schnell-Doku und zur Abrechnung der einzelnen Impfleistungen bereit. Sie finden hier zudem eine Anleitung zum Impf-DokuPortal und eine Übersicht aller Abrechnungsziffern.

Vergütung auf einen Blick

  • 28 Euro je Impfung
  • 8 Euro zusätzlich für Impfungen am Wochenende, an gesetzlichen Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember
  • 35 Euro zusätzlich für den Hausbesuch und 15 Euro für den Mitbesuch
  • 10 Euro für eine ausschließliche Impfberatung ohne Impfung
  • 2 Euro bzw. 6 Euro für das Ausstellen eines COVID-19-Impfzertifikats
  • 2 Euro für die Nachtragung einer Schutzimpfung in den Impfausweis, wenn der Arzt den Patienten nicht selbst geimpft hat

Neues zur Dokumentation und Abrechnung seit Oktober 2022

Mit dem „Gesetz zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung und insbesondere vulnerabler Personengruppen vor COVID-19“, das Mitte September 2022 in Kraft getreten ist, wurden die Vorgaben zur Dokumentation angepasst. Anstelle des Beginns oder des Abschlusses der Impfserie (Erst-, Abschluss- oder Auffrischimpfung) ist seit Oktober 2022 „die genaue Stellung der Impfung in der Impfserie“ anzugeben – also die wievielte Impfung es für die geimpfte Person ist. Dies betrifft die tägliche Schnell-Doku und die Abrechnung, mit der weitere Daten für das Robert Koch-Institut erfasst werden. Außerdem stehen für die Abrechnung von Auffrischimpfungen mit einem an die Omikronvarianten angepassten Impfstoff eigene Pseudonummern bereit.

Tägliche Schnell-Doku

Die Coronavirus-Impfverordnung sieht für Praxen die Meldung eines eingeschränkten Datensatzes zu den durchgeführten Impfungen vor. Täglich sind nur die Daten zu übermitteln, die das Robert Koch-Institut für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens benötigt.

Weitere Angaben wie zur Impfindikation sowie die Chargennummer werden später mit der Quartalsabrechnung erfasst und durch die KVen an das RKI übermittelt. Darüber hinaus dokumentieren Ärztinnen und Ärzte die Impfungen wie gewohnt in der Patientenakte sowie im Impfausweis der Patienten.

Für die tägliche Meldung nutzen Praxen das Impf-DokuPortal der KBV. Sie tragen dort jeweils bis 23.59 Uhr ihre Daten ein. Die Meldung erfolgt auch bei Berufsausübungsgemeinschaften oder MVZ pro Einrichtung.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen

  • die Anzahl der Impfungen je Impfstoff aufgegliedert nach der Stellung der Impfung in der Impfserie – also die wievielte Impfung es für eine Person ist 
  • jeweils die Anzahl der unter 18-Jährigen und über 60-Jährigen
  • die Anzahl der Impfungen von 5- bis 11-Jährigen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer; eine zusätzliche Angabe des Alters ist nicht erforderlich, die entsprechenden Felder werden automatisch belegt 

Hinweise zu den Neuerungen seit Oktober 

  • Die Eingabefelder für Erst-, Abschluss- und Auffrischungsimpfungen im Impf-DokuPortal wurden durch Felder „Impfung 1 bis Impfung 6“ ersetzt. Praxen tragen dort jeweils ein, wie viele Personen zum wievielten Mal geimpft wurden, beispielsweise zum dritten und vierten Mal. Dabei ist es unerheblich, mit welchem Impfstoff beziehungsweise welchen Impfstoffen die bisherigen Impfungen erfolgt sind. Außerdem: Es werden nur die Impfungen gezählt. Eine oder mehrere Corona-Infektionen, die eine Person gegebenenfalls durchgemacht hat, werden nicht mit eingerechnet.

    Beispiel: Ein 67-Jähriger ist grundimmunisiert und hat jetzt die zweite Auffrischimpfung erhalten. Bei den ersten drei Injektionen wurde der Impfstoff von Moderna verimpft. Der jetzt verabreichte zweite Booster erfolgte mit dem BA.4/BA.5-Vakzin von BioNTech/Pfizer. Die Impfung wird im Eingabefeld „BioNTech/Pizer angepasst“ unter „Impfung 4“ erfasst.
  • Für die bivalenten Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna gibt es neue Eingabefelder „BioNTech/Pfizer angepasst“ und „Moderna angepasst“. Impfungen mit den BA.1 und BA.4/BA.5-Vakzin von BioNTech-Pfizer werden in dem Eingabefeld aufsummiert dokumentiert.

So nutzen Sie das Impf-DokuPortal

1. Anmelden

  • Geben Sie folgenden Link in Ihren Browser ein: https://impfdoku.kv-safenet.de/impfen/manage/startseite.xhtml
  • Ihr Computer muss dazu mit der Telematikinfrastruktur (TI) verbunden sein. Denn die Anwendung steht im Sicheren Netz der KVen (SNK) bereit, das Sie über die TI oder einen SNK-Anschluss erreichen.
  • Geben Sie nun Benutzername und Passwort ein.
  • Die Zugangsdaten haben Sie von Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung erhalten.

2. Daten eintragen und absenden

  • Nach der Anmeldung tragen Sie in die Eingabemaske Ihre Daten ein: Fügen Sie für jeden verwendeten Impfstoff die Anzahl der Impfungen ein, die Sie an dem Tag verabreicht haben – jeweils aufgeschlüsselt danach, die wievielte Impfung es für eine Person ist, zum Beispiel die dritte oder vierte. Außerdem ist jeweils die Anzahl der unter 18-Jährigen und der über 60-Jährigen anzugeben. Für Impfungen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer gibt es ein eigenes Feld, in das Sie die Anzahl der Impfungen eintragen.
  • Klicken Sie nun auf „Daten senden“.
  • Die KBV fasst die Daten bundesweit zusammen und übermittelt sie dem Robert Koch-Institut.

Kurzer Check vor der ersten Schnell-Doku

Benutzername und Passwort: Haben Sie Ihre Zugangsdaten parat? Dies sind in der Regel dieselben Daten, die Sie für die Anmeldung im Mitgliederportal Ihrer KV und/oder für andere Anwendungen im SNK nutzen, oder Sie haben von Ihrer KV neue Logindaten für das Impf-DokuPortal erhalten. Sollten Sie Ihre Zugangsdaten nicht kennen, wenden Sie sich bitte an Ihre KV.

LANR, BSNR und Praxisadresse: Im Portal sind Ihre Lebenslange Arztnummer (angezeigt werden die ersten sieben Stellen Ihrer LANR), Ihre Betriebsstättennummer (BSNR) und Ihre Praxisadresse meist hinterlegt, sodass Sie diese Daten bei der Doku nicht eingeben müssen. Sind LANR und/oder BSNR nicht korrekt, wenden Sie sich bitte an Ihre KV. Ihre Praxisadresse können Sie über das Feld „Praxisadresse hinzufügen“ oder „Praxisadresse ändern“ selbst bearbeiten.

Abrechnung

Die Coronavirus-Impfverordnung regelt nicht nur die Höhe der Vergütung, sondern auch die Abrechnung. Sämtliche COVID-19-Schutzimpfungen, ob für Kassen- oder Privatpatienten oder für nichtversicherte Personen, rechnen Ärztinnen und Ärzte über ihre KV ab. Dafür gibt es bundesweit einheitliche Pseudo-Gebührenordnungspositionen. Auch die offiziellen Impfzertifikate mit QR-Code werden über die KV abgerechnet.

Abrechnung und Doku in einem: COVID-19-Impfung

Mit der quartalsweisen Abrechnung erfolgt der zweite Schritt der Dokumentation: Über die Pseudoziffern werden Daten erfasst, die das Robert Koch-Institut nach dem Infektionsschutzgesetz zur Beobachtung des Impfgeschehens in Deutschland benötigt.

Diese Verknüpfung ist nicht neu: Auch bei anderen Impfungen werden mit der Abrechnung bestimmte Parameter erfasst, die die KVen an das RKI und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die Impfsurveillance weiterleiten.

Daneben ist jede COVID-19-Schutzimpfung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 22) „unverzüglich“ in einem Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung, falls der Impfausweis nicht vorgelegt wird, zu dokumentieren. Zusätzlich kann ein COVID-19-Impfzertifikat ausgestellt werden.

Das geben Praxen bei der Abrechnung an 

Pseudoziffern mit Suffix: Pro Impfstoff gibt es nur eine Pseudoziffer:

  • 88337 für BioNTech/Pfizer angepasst,
  • 88331 für BioNTech/Pfizer nicht angepasst,
  • 88338 für Moderna angepasst
  • 88332 für Moderna nicht angepasst,
  • 88334 für Johnson & Johnson,
  • 88335 für Novavax und
  • 88336 für Valneva.

Impfungen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer werden mit der Pseudoziffer 88331 abgerechnet.

Alle Pseudoziffern werden jeweils um Buchstaben (Suffixe) ergänzt, die sowohl die Impfindikation (Allgemein, Beruf, Pflegeheimbewohner/in) als auch die Art der Impfung (1., 2. oder 3. und weitere Impfung) kennzeichnen. 

Die Indikation „Alter“ wird von der KV automatisch zugesetzt und an das RKI übermittelt. Unter die Indikation „Allgemein“ fallen auch Kontaktpersonen.

Neu seit Oktober 2022: Zahl der Impfungen 

Bei Auffrischimpfungen geben Praxen zusätzlich an, die wievielte COVID-19-Impfung es für die Person ist. Dazu tragen sie in das Feld 5009 nur die Zahl ein. Dabei spielt es keine Rolle mit welchem Impfstoff oder welchen Impfstoffen die Person bereits geimpft wurde.

Beispiel: Ein 70-Jähriger mit Erst- und Abschlussimpfung erhält den zweiten Booster; die Praxis trägt in das Feld 5009 die Zahl "4" ein.

Chargennummer: Die Chargennummer des Impfstoffes wird für alle Impfungen im Feld 5010 erfasst.

Hinweis für Betriebsärzte: Vertragsärzte, die auch betriebsärztliche Schutzimpfungen durchführen, geben für diese zusätzlich die Pseudoziffer 88360 bei der Abrechnung an.

Kodierung der COVID-19-Impfung

Informationen zur Kodierung der COVID-19-Impfung finden Sie hier.

COVID-19-Zertifikate

Informationen zur Abrechnung, Vergütung und Kodierung der COVID-19-Impf-, Genesenen- und Testzertifikate finden Sie hier.