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Stand 01.09.2022

Impfungen gegen SARS-CoV-2

Abrechnung und Dokumentation

Auf dieser Seite stehen die wichtigsten Punkte zur täglichen Schnell-Doku und zur Abrechnung der einzelnen Impfleistungen bereit. Sie finden hier zudem eine Anleitung zum Impf-DokuPortal und eine Übersicht aller Abrechnungsziffern.

Vergütung auf einen Blick

  • 28 Euro je Erst-, Abschluss- und Auffrischimpfung
  • 8 Euro zusätzlich für Impfungen am Wochenende, an gesetzlichen Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember
  • 35 Euro zusätzlich für den Hausbesuch und 15 Euro für den Mitbesuch
  • 10 Euro für eine ausschließliche Impfberatung ohne Impfung
  • 2 Euro bzw. 6 Euro für das Ausstellen eines COVID-19-Impfzertifikats
  • 2 Euro für die Nachtragung einer Schutzimpfung in den Impfausweis, wenn der Arzt den Patienten nicht selbst geimpft hat

Hinweis zweite Auffrischimpfung: Für die Abrechnung gibt es keine neuen Pseudonummern. Ärzte verwenden für zweite Boosterimpfungen die bekannten Ziffern für Auffrischimpfungen.

Tägliche Schnell-Doku

Die Coronavirus-Impfverordnung sieht für Praxen die Meldung eines eingeschränkten Datensatzes zu den durchgeführten Impfungen vor. Täglich sind nur die Daten zu übermitteln, die das Robert Koch-Institut für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens benötigt.

Angaben zur Impfindikation sowie die Chargennummer werden später mit der Quartalsabrechnung erfasst und durch die KVen an das RKI übermittelt. Es gibt keine weiteren Dokumentationsvorgaben. Ärztinnen und Ärzte dokumentieren die Impfungen wie gewohnt in der Patientenakte sowie im Impfausweis der Patienten.

Für die tägliche Meldung nutzen Praxen das Impf-DokuPortal der KBV. Sie tragen dort jeweils bis 23.59 Uhr ihre Daten ein. Die Meldung erfolgt auch bei Berufsausübungsgemeinschaften oder MVZ pro Einrichtung.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Auffrischimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • jeweils die Anzahl der unter 18-Jährigen und über 60-Jährigen
  • die Anzahl der Erst- und Abschlussimpfungen von 5- bis 11-Jährigen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer

Hinweise

  • Für die tägliche Schnell-Dokumentation über das Impf-DokuPortal der KBV steht in der Eingabemaske ein weiteres Feld speziell für Impfungen mit dem Kinderimpfstoff zur Verfügung. Dort tragen Praxen die Anzahl der Erst- und Auffrischimpfungen ein, die sie an dem Tag bei 5- bis 11-Jährigen durchgeführt haben. Eine zusätzliche Angabe des Alters ist nicht erforderlich, die entsprechenden Felder werden automatisch befüllt.
  • Auch die zweite Auffrischimpfung ist separat zu erfassen. Das Impf-DokuPortal wurde um entsprechende Eingabefelder erweitert.

So nutzen Sie das Impf-DokuPortal

1. Anmelden

  • Geben Sie folgenden Link in Ihren Browser ein: https://impfdoku.kv-safenet.de/impfen/manage/startseite.xhtml
  • Ihr Computer muss dazu mit der Telematikinfrastruktur (TI) verbunden sein. Denn die Anwendung steht im Sicheren Netz der KVen (SNK) bereit, das Sie über die TI oder einen SNK-Anschluss erreichen.
  • Geben Sie nun Benutzername und Passwort ein.
  • Die Zugangsdaten haben Sie von Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung erhalten.

2. Daten eintragen und absenden

  • Nach der Anmeldung tragen Sie in die Eingabemaske ein: Die Anzahl der Erst-, Abschluss- und Auffrischimpfungen des jeweiligen Tages – getrennt nach dem verwendeten Impfstoff, sowie jeweils die Anzahl der unter 18-Jährigen und über 60-Jährigen. Für Impfungen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer gibt es ein eigenes Feld, in das Sie nur die Anzahl der Erst- und Abschlussimpfungen eintragen. Eine zusätzliche Angabe des Alters ist nicht erforderlich, die entsprechenden Felder werden automatisch befüllt.
  • Klicken Sie nun auf „Daten senden“.
  • Die KBV fasst die Daten bundesweit zusammen und übermittelt sie dem Robert Koch-Institut.

Kurzer Check vor der ersten Schnell-Doku

Benutzername und Passwort: Haben Sie Ihre Zugangsdaten parat? Dies sind in der Regel dieselben Daten, die Sie für die Anmeldung im Mitgliederportal Ihrer KV und/oder für andere Anwendungen im SNK nutzen, oder Sie haben von Ihrer KV neue Logindaten für das Impf-DokuPortal erhalten. Sollten Sie Ihre Zugangsdaten nicht kennen, wenden Sie sich bitte an Ihre KV.

LANR, BSNR und Praxisadresse: Im Portal sind Ihre Lebenslange Arztnummer (angezeigt werden die ersten sieben Stellen Ihrer LANR), Ihre Betriebsstättennummer (BSNR) und Ihre Praxisadresse meist hinterlegt, sodass Sie diese Daten bei der Doku nicht eingeben müssen. Sind LANR und/oder BSNR nicht korrekt, wenden Sie sich bitte an Ihre KV. Ihre Praxisadresse können Sie über das Feld „Praxisadresse hinzufügen“ oder „Praxisadresse ändern“ selbst bearbeiten.

Abrechnung

Die Coronavirus-Impfverordnung regelt nicht nur die Höhe der Vergütung, sondern auch die Abrechnung. Sämtliche COVID-19-Schutzimpfungen, ob für Kassen- oder Privatpatienten oder für nichtversicherte Personen, rechnen Ärztinnen und Ärzte über ihre KV ab. Dafür gibt es bundesweit einheitliche Pseudo-Gebührenordnungspositionen. Auch die offiziellen Impfzertifikate mit QR-Code werden über die KV abgerechnet.

Hinweis zu Kinderimpfungen: Impfungen von 5- bis 11-Jährigen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer werden mit den gleichen Pseudoziffern abgerechnet wie BioNTech/Pfizer-Impfungen bei ab 12-Jährigen.

Abrechnung und Doku in einem: COVID-19-Impfung

Mit der quartalsweisen Abrechnung erfolgt zugleich der zweite Schritt der Dokumentation: Über die Pseudoziffern werden Daten erfasst, die das Robert Koch-Institut nach dem Infektionsschutzgesetz zur Beobachtung des Impfgeschehens in Deutschland benötigt.

Diese Verknüpfung ist nicht neu: Auch bei anderen Impfungen werden mit der Abrechnung bestimmte Parameter erfasst, die die KVen an das RKI und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die Impfsurveillance weiterleiten.

Daneben ist jede COVID-19-Schutzimpfung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 22) „unverzüglich“ in einem Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung, falls der Impfausweis nicht vorgelegt wird, zu dokumentieren. Zusätzlich kann ein COVID-19-Impfzertifikat ausgestellt werden.

Einfache Systematik

Für Ärztinnen und Ärzte hat die Verknüpfung mit den Pseudoziffern den Vorteil, dass sie nicht tagesaktuell alle geforderten Angaben übermitteln müssen. Auch ist neben der Abrechnung keine zusätzliche Dokumentation zu erstellen. Lediglich die Chargennummer des Impfstoffes muss noch erfasst werden (Feldkennung 5010). Alle Pseudoziffern sind im Praxisverwaltungssystem hinterlegt, und auch die Systematik ist relativ einfach.

Pseudoziffern mit Suffix

Pro Impfstoff gibt es nur eine Pseudoziffer für die Erst-, Abschluss- und Auffrischimpfung: 88331 für BioNTech/Pfizer, 88332 für Moderna, 88334 für Johnson & Johnson, 88335 für Novavax und 88336 für Valneva. Impfungen von 5- bis 11-Jährigen mit dem Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer werden mit den gleichen Pseudoziffern abgerechnet wie BioNTech/Pfizer-Impfungen bei ab 12-Jährigen.

Diese Pseudoziffern werden jeweils um Buchstaben (Suffixe) ergänzt, die sowohl die Impfindikation (Allgemein, Beruf, Pflegeheimbewohner/in) als auch die Art der Impfung (Erst-, Abschluss-, Auffrischimpfung) kennzeichnen.

Die Indikation „Alter“ wird von der KV automatisch zugesetzt und an das RKI übermittelt. Unter die Indikation „Allgemein“ fallen auch Kontaktpersonen.

Hinweise:

  • Vertragsärzte, die auch betriebsärztliche Schutzimpfungen durchführen, geben für diese zusätzlich die Pseudoziffer 88360 bei der Abrechnung an.
  • Auffrischimpfungen werden nach den Informationen im COVID-19-Aufklärungsmerkblatt des RKI mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt.

Kodierung der COVID-19-Impfung

Informationen zur Kodierung der COVID-19-Impfung finden Sie hier.

COVID-19-Zertifikate

Informationen zur Abrechnung, Vergütung und Kodierung der COVID-19-Impf-, Genesenen- und Testzertifikate finden Sie hier.