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Arzneimittel im Praxisalltag Positionen für eine hochwertige, patientenorientierte und nachhaltige Versorgung

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sind weitreichende Eingriffe in das Gesundheitssystem vorgesehen, die auf eine Konsolidierung der Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung abzielen. Hiervon ist auch die Arzneimittelversorgung betroffen. Das Gesetz sieht unter anderem Maßnahmen zur Preisregulierung vor. So sollen Krankenkassen beispielsweise die Möglichkeit erhalten, in bestimmten Therapiegebieten auch für patentgeschützte Arzneimittel mit vergleichbarer therapeutischer Wirkung Rabattverträge abzuschließen.

Eine qualitativ hochwertige, patientenorientierte und langfristig tragfähige Arzneimittelversorgung setzt jedoch verlässliche und zukunftsfähige Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen voraus. 

Vor diesem Hintergrund erachtet die KBV für die Arzneimittelversorgung im vertragsärztlichen Bereich sowie für die Weiterentwicklung des AMNOG-Verfahrens, das in Deutschland die Preisgestaltung neuer patentgeschützter Arzneimittel regelt, die folgenden Grundsätze als unverzichtbar:

  • Kein Regressrisiko für Ärztinnen und Ärzte bei evidenzbasierter Verordnung
  • Evidenzbasierte, praxistaugliche und bürokratiearme Steuerungsmechanismen
  • Stabile Markt- und Versorgungsstrukturen
  • Patientenrelevanter Zusatznutzen von Arzneimitteln auf Basis hochwertiger Evidenz
  • Finanzstabilität des GKV-Systems

Preisregulierung ist grundsätzlich legitim und notwendig. Sie darf jedoch weder die Versorgungssicherheit noch die Verordnungssicherheit der Ärztinnen und Ärzte beeinträchtigen oder die Ergebnisse der frühen Nutzenbewertung nach dem AMNOG unterlaufen. Evidenzbasierte Therapieoptionen müssen dauerhaft erhalten bleiben.

Mit diesem Positionspapier legt die KBV ihre Positionen und Handlungsempfehlungen für eine zukunftssichere Arzneimittelversorgung vor.

Positionspapier

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