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Hitzeschutz

Mann trinkt Mineralwasser aus einer Flasche. Wird von der Sonne angestrahlt.

Hitzewellen sind intensiver geworden und nehmen zu. Das wirkt sich direkt auf die Gesundheit der Menschen und somit auch auf die Arbeit der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten aus. Auf dieser Seite finden Sie Informationen, die Sie bei der Vorbereitung auf Hitzewellen und bei der Patientenaufklärung zu den Gefahren und Präventionsmaßnahmen unterstützen sollen.

Praxen und MVZ sollten sich auch mit dem Risiko „Hitze“ befassen. Wie können Ärzte und Psychotherapeuten sich und ihr Personal, ihre Räumlichkeiten und die Arbeitsabläufe auf Hitzewellen vorbereiten? Welche vorbeugenden Maßnahmen können konkret ergriffen und wie Patientinnen und Patienten im Sommer geschützt werden? Dies sollten Praxen in einem Hitzeschutzplan festhalten.

Checkliste zum Download

Hierfür gibt es Muster-Hitzeschutzpläne des Aktionsbündnisses Hitzeschutz Berlin, die die KBV für ambulante Praxen weiterentwickelt und als praktische Checkliste veröffentlicht hat.

Patientinnen und Patienten über Gefahren aufklären

Besonders Risikogruppen sollten aktiv über die Gefahren von Hitze und vorbeugende Maßnahmen informiert werden. Dazu zählen ältere und chronisch kranke Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Schwangere. Auch für Menschen, die im Freien körperlich schwer arbeiten, intensiv Sport treiben oder bestimmte Medikamente nehmen, kann Hitze besonders gefährlich werden.

Hinweise zur Ansprache vulnerabler Gruppen hat die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zusammengestellt.

Veranstaltungen

Zahlreiche Aktionen, Vorträge und Fachsymposien für Fachkräfte im Gesundheitswesen und in der Pflege finden rund um den Hitzeaktionstag am 11. Juni bundesweit statt. Ziel ist es, besonders gefährdete Menschen zu schützen und Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Interessierte finden auf der Internetseite des Hitzeaktionstags alle Termine und nähere Informationen zur Anmeldung.

info

KBV unterstützt Bündnis "Hitzeaktionstag"

Das Bündnis zum Hitzeaktionstag, zu deren Unterstützern auch die KBV gehört, setzt sich dafür ein, dass Krisenresilienz bei Hitze als konkrete gesellschaftliche und staatliche Handlungsaufgabe verstanden wird. 

Mehr als 150 Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft warnen gemeinsam: Deutschland ist auf Extremhitze als Krisenlage bislang nicht ausreichend vorbereitet. Sie fordern daher, Hitzeschutz verbindlich als Bestandteil des Katastrophenschutzes zu verankern.

Das sind die Forderungen:

  • Klare Zuständigkeiten auf allen Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen
  • Effektive soziale Schutzstrukturen für Risikogruppen
  • Eine gezielte Stärkung des Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesens für Hitzelagen
  • Finanzierung von Maßnahmen, zum Schutz von Menschen, Arbeitsabläufen, Gebäuden, Stadtteilen und Infrastruktur vor extremer Hitze sowie zur Sicherung ihrer Funktionsfähigkeit bei Hitzewellen

Der Hitzeaktionstag findet 2026 zum vierten Mal statt. Am 14. Juni 2023 machte der erste bundesweite Hitzeaktionstag unter dem Motto „Mit Hitze keine Witze“ mit einer Vielzahl von Aktionen, Veranstaltungen und Fachsymposien auf notwendige Vorsorge für extreme Hitzeereignisse aufmerksam.

Zu den Initiatoren zählen die Bundesärztekammer, die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG), die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat, der GKV-Spitzenverband, die Klima-Allianz Deutschland sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.