Praxisnachricht
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Arzneiverordnung in der Praxis: Neue Ausgabe erschienen

Mit einer sicheren Arzneimitteltherapie befasst sich die aktuelle Ausgabe des Arzneimittelbulletins und hebt dabei insbesondere die Bedeutung von Verdachtsmeldungen bei Nebenwirkungen hervor. Ein weiteres Thema ist die aktuelle Diskussion zur Therapie des Vorhofflimmerns und die Frage, welche individuellen Faktoren ein modernes Behandlungskonzept bei Typ-1-Diabetes umfasst.

Seit Jahren sei die Zahl der Verdachtsmeldungen von Nebenwirkungen durch Ärztinnen und Ärzte rückläufig, heißt es im Editorial. Dafür gebe es unterschiedliche Gründe. Zumeist seien es Zeitmangel oder die Unsicherheit, welche Nebenwirkungen überhaupt gemeldet werden sollten. Doch genau davon sollten sich Medizinerinnen und Mediziner nicht abhalten lassen, appellieren die Experten.

Diagnostik und Therapie

Wie unterschiedlich die individuelle Therapie bei Typ-1-Diabetes aussehen kann, beleuchtet ein Beitrag in der Rubrik „Therapie aktuell“. Bei der Festlegung individueller Ziele der Behandlung werden nicht nur die jeweilige Lebensphase des Patienten berücksichtigt, sondern auch sein individuelles Risiko, seine Bereitschaft und Fähigkeiten zum Selbstmanagement der Therapie sowie psychosoziale Aspekte.

Ein weiterer Artikel in dieser Rubrik befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von schwerem Asthma bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Der Autor zeigt unter anderem, welche Rolle dabei den seit einigen Jahren verfügbaren Biologika zukommt und warum gerade hier eine strukturierte Dokumentation, regelmäßige Reevaluation und eine sorgfältige Indikationsstellung an Bedeutung gewinnen.

Welche Patientengruppen profitieren vom Wandel in der Therapie des Vorhofflimmerns? Dieser Frage geht ein Bericht in der Rubrik „Aus der Praxis – für die Praxis“ nach und nimmt dabei die bisherigen Erkenntnisse über die Therapie mit Rhythmus- und Frequenzkontrolle unter die Lupe. Das Fazit: „Es existiert kein Patentrezept“ – Therapieentscheidungen sind auch hier von individuellen Faktoren abhängig.

Analyse verschiedener Meldesysteme

Besonders praxisrelevant ist zudem der Artikel zu Medikationsfehlern in Deutschland. Die Analyse verschiedener Meldesysteme macht deutlich, dass Fehler entlang der gesamten Medikationskette auftreten und häufig vermeidbar wären. Gleichzeitig zeigt sich, dass eine zentrale Zusammenführung der Daten fehlt – obwohl Medikationsfehler jährlich zu zahlreichen vermeidbaren Krankenhausaufnahmen führen.

Pharmaunabhängige Informationen

„Arzneimittelverordnung in der Praxis“ wird von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) herausgegeben und greift pharmaunabhängig aktuelle Fragestellungen der Arzneimitteltherapie auf beziehungsweise informiert über neue Medikamente sowie bekannte und neue Nebenwirkungen. Das Heft erscheint drei- bis viermal im Jahr und kann auf der Internetseite der AkdÄ kostenfrei heruntergeladen werden.

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