Praxisnachricht
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Europäische Impfwoche: Jetzt Infomaterialien für das Wartezimmer bestellen

Die Europäische Impfwoche macht in diesem Jahr vom 19. bis 25. April mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen auf den Wert von Schutzimpfungen aufmerksam. Arztpraxen können diese erhöhte Aufmerksamkeit nutzen, um ihre Patienten auf ausstehende Impfungen hinzuweisen und bestehende Impflücken zu schließen. Die KBV unterstützt Praxen mit diversen Materialien für das Wartezimmer.

So können der Patientenflyer „Impfschutz aufbauen und auffrischen“ sowie ein Plakat mit gleichem Motiv können kostenfrei bestellt werden. Der Flyer bietet eine Übersicht der empfohlenen Impfungen mit der Angabe, wann diese optimalerweise erfolgen sollen, und gibt kurze Erklärungen zu den einzelnen Infektionskrankheiten. Zudem haben Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, ihre nächsten Impftermine einzutragen.

Ein Praxisplakat, eine Infokarte sowie ein 1,5-minütiges Video für das Wartezimmer unterstützen Praxen bei der Information über die Schutzimpfung gegen Humane Papillomaviren (HPV). Darüber hinaus gibt es Infomaterialien zur Masern- sowie zur Grippeschutzimpfung.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland nach wie vor Menschen in allen Altersgruppen unzureichend gegen verschiedene Infektionskrankheiten geschützt. Es bleibe daher wichtig, Impflücken zu schließen und auf einen raschen Abschluss von Impfserien zu achten.

HPV: Impfraten immer noch zu niedrig

So sind beispielsweise die HPV-Impfquoten in Deutschland nach wie vor zu niedrig. Laut RKI stagnieren bei Mädchen die HPV-Impfquoten und bei Jungen stiegen sie zuletzt nur noch minimal an. Im Jahr 2024 waren lediglich 55 Prozent der Mädchen und nur 36 Prozent der Jungen im Alter von 15 Jahren vollständig geimpft, wie das RKI mitteilt. Dabei schützt die prophylaktische Impfung wirksam vor den gefährlichsten HPV-Typen und kann dadurch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken.

Empfehlungen und Aktionen für die Verbesserung des HPV-Impfschutzes in Deutschland bietet das „Konzept zur Förderung der Impfaufklärung und der HPV-Impfquoten“ der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen, an dem die KBV mitgearbeitet hat. Im Mittelpunkt stehen die Erhöhung der Impfbereitschaft durch gezielte Aufklärung über HPV und die Schutzimpfung.

Impfstatus prüfen und Impflücken schließen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI passt ihre Impfempfehlungen regelmäßig an. Nach Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses fließen sie in die Schutzimpfungs Richtlinie ein und werden damit Kassenleistung.

Bei den STIKO-Empfehlungen für 2026 gibt es unter anderem bei der Schutzimpfung gegen Meningokokken eine wichtige Neuerung im Impfkalender: Empfohlen wird als Standardimpfung die Impfung mit einer Dosis eines quadrivalenten Konjugatimpfstoffs gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollen bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden. Die bisher übliche Standardimpfung gegen Meningokokken C im Kleinkindalter entfällt vollständig. Unverändert bleibt hingegen die Empfehlung zur Impfung gegen Meningokokken B.

Bedeutung von Impfmaßnahmen

Jedes Jahr veranstaltet die Europäische Region der Weltgesundheitsorganisation WHO die Europäische Impfwoche, um auf die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Prävention von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben aufmerksam zu machen. In diesem Jahr findet diese zum 20. Mal statt, diesmal unter dem Motto „Impfungen wirken in jeder Generation“. Ziel ist es nach Angaben der WHO, aufzuzeigen, wie Impfungen seit Generationen Menschen, Familien und Gemeinschaften sicher schützen und auch in Zukunft schützen werden.

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