Dr. Andreas Gassen: „Keine Entscheidung für die Interessen psychisch kranker Menschen“
Der KBV-Chef erklärte: „Über die Jahre hinweg ist die Psychotherapie zu einer etablierten Versorgungssäule im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung geworden. Dass die gesetzlichen Krankenkassen aufgrund der aktuellen Finanzlage sparen müssen, steht außer Frage. Es ist aber paradox, genau da sparen zu wollen, wo der Großteil der Versorgung für relativ wenig Geld stattfindet – eben in der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung. Dass nun bei den psychotherapeutischen Leistungen die Vergütung nach der Rasenmähermethode um fast fünf Prozent gekürzt werden soll, ist aus unserer Sicht ein Unding. Das Nachsehen werden leider vor allem die Patientinnen und Patienten haben, deren Nachfrage nach psychotherapeutischen Leistungen in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.“