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Verordnungssteuerung

Maßnahmen zur Verordnungssteuerung

Um dem Ausgabenanstieg der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel entgegenzuwirken, hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren verschiedene Reformmaßnahmen eingeführt. Mit dem Medikationskatalog der KBV gibt es darüber hinaus ein nicht gesetzliches Steuerungsinstrument.

Medikationskatalog

Der Medikationskatalog wird seit April 2014 im Rahmen der Arzneimittelinitiative Sachsen und Thüringen eingesetzt. Außerdem wird er seit Januar 2017 in einigen Kassenärztlichen Vereinigungen anstelle der Richtgrößenprüfung bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen verwendet.

Aut idem

Apotheker dürfen anstelle des verordneten Arzneimittels ein wirkstoffgleiches Medikament abgeben, wenn es preisgünstiger ist. Der Arzt kann die Substitution nur unterbinden, wenn er das auf dem Rezeptformular befindliche Feld „Aut idem“ ankreuzt.

Festbeträge

Festbeträge sind bundeseinheitliche Erstattungsobergrenzen für bestimmte Arzneimittel. Wenn der Apothekenabgabepreis den festgelegten Festbetrag überschreitet, müssen gesetzlich Krankenversicherte die Mehrkosten selbst tragen.

KBV-ABDA-Zukunftskonzept

Das Konzept zur Arzneimittelversorgung besteht aus drei Bestandteilen: dem Medikationsmanagement, der Wirkstoffverordnung und dem Medikationskatalog. Eines der Ziele: die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit.

Rabatte und Rabattverträge

Pharmazeutische Unternehmen und Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, den Krankenkassen einen Preisnachlass für jede verordnete Arzneimittelpackung zu gewähren. Darüber hinaus gibt es Rabattregelungen, die auf Freiwilligkeit beruhen.

Wirtschaftlichkeitsprüfung

Vertragsärzte sind verpflichtet, bei der Verordnung von Arzneimitteln auch auf die Wirtschaftlichkeit zu achten. Die Einhaltung dieses Wirtschaftlichkeitsgebots wird durch gesetzlich vorgeschriebene Wirtschaftlichkeitsprüfungen überprüft.

Rahmenvorgaben Arzneimittel

Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Landesverbände der Krankenkassen müssen jedes Jahr das Ausgabenvolumen vereinbaren, das im Folgejahr für die vertragsärztliche Versorgung mit Arzneimitteln voraussichtlich erforderlich sein wird.

Zuzahlung

In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sich die Versicherten auch in Form von Zuzahlungen an den Gesundheitskosten beteiligen.