Praxisnachricht
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  • Elektronische Patientenakte

Forschungsteam der Charité befragt Praxen zum Nutzen der ePA – Teilnahme bis 30. Juni möglich

Wie Praxen die elektronische Patientenakte im Alltag nutzen und welche Hürden es in der ambulanten Versorgung gibt, will ein Forschungsteam der Berliner Charité herausfinden. Teil der Studie ist eine Online-Befragung von Hausärzten und Medizinischen Fachangestellten, die aktuell läuft. Eine Teilnahme ist bis zum 30. Juni möglich.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „ePA4all“ sollen hemmende und fördernde Faktoren zur Inanspruchnahme der elektronischen Patientenakte identifiziert werden, um so konkrete Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Implementierung der ePA im Versorgungsalltag ableiten zu können, wie das Studienteam mitteilt. Für die Teilnahme spiele es daher keine Rolle, wie intensiv eine Praxis die ePA bisher nutze. 

Die Befragung erfolgt anonym über ein Online-Formular und dauert laut Charité etwa 20 bis 25 Minuten. Sie enthält rund 30 Fragen zur ePA, zum Beispiel, wie häufig verschiedene Funktionalitäten wie die Einsicht in Arztbriefe oder die Medikationsliste genutzt werden, welche Gründe es gibt, die ePA nicht regelmäßig zu verwenden und wie zufrieden die Befragten mit der technischen Umsetzung des ePA-Moduls in ihrem Praxisverwaltungssystem sind.

Das Projekt wird mit Geldern aus dem Innovationsfonds finanziert und von der KBV und mehreren Kassenärztlichen Vereinigungen unterstützt.

Forschungsprojekt „ePA4all“

Das Forschungsprojekt „ePA4all“ unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Spethmann vom Deutschen Herzzentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin wird für drei Jahre mit insgesamt 1,6 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, um die ePA praxisnäher und alltagstauglicher zu gestalten.

In der umfassenden Studie werden neben Ärzten und Medizinischen Fachangestellten unter anderem auch Versicherte befragt sowie ePA-Daten der gematik ausgewertet. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Berlin sowie die KBV unterstützen das Forschungsprojekt.

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