Arzneiverordnung in der Praxis: Neue Ausgabe erschienen
Die Europäische Kommission hatte dem Arzneimittel die Zulassung im August 2026 widerrufen. Die Hintergründe werden in „Arzneiverordnung in der Praxis“ dargestellt: Nachträgliche Änderungen an Studiendaten der ADVOCATE‑Studie und ein erhöhtes Risiko schwerer Leberschädigungen durch Avacopan hätten zu einer Neubewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses geführt. Die Darstellung verdeutlicht die Bedeutung einer regelkonformen Studiendurchführung und belastbaren Evidenz.
Weitere Beiträge befassen sich mit der Behandlung der autosomal‑dominanten polyzystischen Nierenerkrankung, einschließlich aktueller Kriterien zur Risikostratifikation und der Indikationsstellung für den Wirkstoff Tolvaptan.
Ein Überblick zur ambulanten parenteralen Antibiotikatherapie zeigt Versorgungsaspekte und strukturelle Voraussetzungen für eine sichere Durchführung im ambulanten Bereich. In der Rubrik „Aus der Praxis – für die Praxis“ werden die aktuellen Daten zu Kalzium und Vitamin D in der Frakturprävention zusammengefasst. Die Metaanalyse weist auf einen insgesamt geringen präventiven Nutzen hin. Darüber hinaus informiert die Ausgabe über Maßnahmen zur sicheren Anwendung von Colecalciferol‑Fluorid‑Tabletten bei Säuglingen.
Pharmaunabhängige Informationen
„Arzneiverordnung in der Praxis“ wird von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) herausgegeben – ein wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer.
Das Heft informiert pharmaunabhängig über aktuelle Fragestellungen der Arzneimitteltherapie, neue Medikamente und Nebenwirkungen.
Es erscheint vierteljährlich und kann kostenfrei auf der Website der AkdÄ gelesen werden.