KBV-Mittagstalk: „Lotsen im Gesundheitswesen: Wer steuert die Patienten?“
Zu Gast ist die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Stefanie Stoff-Ahnis, die mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KBV, Dr. Stephan Hofmeister, über gemeinsame und unterschiedliche Vorstellungen bei der Patientensteuerung sprechen wird. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen wird zu Beginn eine Einführung in das Thema geben.
Ziel des KBV-Mittagstalks ist ein Austausch zu aktuellen gesundheitspolitischen Fragestellungen. So einig sich viele Akteure im Gesundheitswesen bei der Notwendigkeit einer Patientensteuerung sind, so unterschiedlich sind zugleich die Vorstellungen, wie diese ausgestaltet werden soll.
Hofmeister: „Es muss Verbindlichkeit geben“
Das Konzept der KBV für eine primärärztliche Versorgung sieht vor, dass die primärärztliche Steuerung durch haus- und kinderärztliche Praxen erfolgen soll. Gleichzeitig bliebe der direkte Zugang zu Gynäkologie, Augenheilkunde und Psychotherapie erhalten, während weitere Facharztkontakte über qualifizierte Überweisungen gesteuert werden sollten. Ergänzend könnte die 116117 als zentrale Anlaufstelle für Akut-, Notfall- und Bereitschaftsversorgung sowie für Menschen ohne festen, steuernden Arzt dienen. Ziel ist eine koordinierte Versorgung aus einer Hand.
Dabei hatte Hofmeister jüngst noch einmal die Bedeutung der Verbindlichkeit bei der Patientensteuerung betont. So zeichne sich die primärärztliche Versorgung vor allem dadurch aus, dass Menschen langjährige Bindungen an die Praxen haben, denn da erst entstehe der wirkliche Mehrwert, hob der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende hervor. Hofmeister fügte hinzu: „Über allem steht die unbedingte Forderung: Es muss Verbindlichkeit geben.“
Dies gelte nicht nur – wie von der Politik immer wieder zu hören – für die Praxen, sondern auch für die Patientinnen und Patienten. Sie müssten sich an die Vorgaben der Steuerung halten und könnten nicht parallel weitere Versorgungsangebote beliebig in Anspruch nehmen.
Anmeldung nur bei Teilnahme vor Ort
Der Mittagstalk richtet sich an Entscheider aus Politik, Ärzteschaft, Verbänden und Patientengruppen sowie Journalistinnen und Journalisten. Interessierte können vor Ort oder im Livestream dabei sein. Bei persönlichem Erscheinen wird um Anmeldung bis zum 1. September gebeten. Die Moderation übernimmt Thomas Trappe von „Tagesspiegel Background“.
Anmeldung
bis 1. September per E-Mail