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„Impfen beim Profi“ – KBV startet Infokampagne und ruft zur Grippeschutzimpfung in Praxen auf

Vor Beginn der Grippesaison hat die KBV eine Informationskampagne zur Bedeutung von Schutzimpfungen gestartet. Unter dem Motto „Impfen beim Profi“ macht sie seit heute unter anderem mit Plakaten im öffentlichen Raum sowie Beiträgen in sozialen Medien auf das Impfen aufmerksam. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich gegen Influenza und andere Infektionskrankheiten impfen zu lassen.

Im Fokus der mehrwöchigen Informationskampagne von KBV und Kassenärztlichen Vereinigungen steht die jährliche Grippeschutzimpfung. „Der ideale Zeitpunkt für eine Impfung ist ab Oktober bis Mitte Dezember. Daher rufen wir jetzt zur Impfung in den Arztpraxen auf“, sagt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner. In ihren Infomaterialien weist die KBV die Bürgerinnen und Bürger auf die Vorteile des Impfens hin, für wen die Grippeschutzimpfung empfohlen wird und welche Impfungen eventuell noch fehlen, zum Beispiel bei über 60-Jährigen gegen Pneumokokken und Herpes Zoster.

Impfen umfasst mehr als die Injektion

Die Kampagne hebt dabei auch die wichtige Rolle der Arztpraxen hervor. „Die Praxen klären auf, sie beraten, sie impfen mit medizinischer Sicherheit und Kompetenz. Wer sich impfen lässt, muss darauf vertrauen können, dass Fragen beantwortet, Kontraindikationen ausgeschlossen und seltene Komplikationen begleitet werden“, betont Steiner – und ergänzt: „Genau dafür stehen die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte in Deutschland.“

Kostenfreie Materialien für Praxen

Praxen, die die Kampagne unterstützen möchten, können verschiedene Materialien kostenlos nutzen. Dazu gehören Plakate und Infokarten für das Wartezimmer sowie ein Webbanner für die Praxishomepage. Ab heute stehen auch Vorlagen für Social-Media-Beiträge bereit. Darüber hinaus bietet die KBV weitere Patienteninformationen speziell zur Grippeschutzimpfung und zu anderen Schutzimpfungen an.

Impfquoten bei älteren Menschen weiterhin niedrig

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden Impfangebote insbesondere von Menschen ab 60 Jahren weiterhin zu selten genutzt. Die Influenza-Impfquote lag 2025 in dieser Altersgruppe bei 34 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Die Pneumokokken-Impfquote stagniert seit mehreren Jahren bei 21 Prozent. Auch viele Erwachsene mit Grunderkrankungen verfügen laut RKI nicht über den empfohlenen Impfschutz.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren die Standardimpfungen gegen Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster. Ab 75 Jahren kommen die Impfungen gegen COVID-19 und RSV hinzu. Darüber hinaus sollten Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie regelmäßig überprüft werden.

Weniger Bürokratie und volle Regresssicherheit gefordert

Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Schutzimpfungen fordert die KBV seit Langem den Abbau unnötiger Hürden. „Es kann nicht sein, dass das wirtschaftliche Risiko von politisch und gesellschaftlich gewollten hohen Impfquoten einseitig bei den Vertragsärztinnen und Vertragsärzten liegt“, bekräftigt Steiner. Für die Praxen brauche es zudem praxistaugliche Rahmenbedingungen mit einfachen Bestellmöglichkeiten, ausreichender Impfstoffverfügbarkeit und voller Regresssicherheit.

Rund 40 Millionen Impfungen in Arztpraxen

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte impfen jedes Jahr Millionen Menschen. Das zeigen auch die Zahlen für das Jahr 2025: Haus- und Fachärzte verabreichten insgesamt rund 40 Millionen Schutzimpfungen. Davon entfielen 10,7 Millionen auf Schutzimpfungen gegen Influenza und 3,5 Millionen auf Schutzimpfungen gegen COVID-19. Weitere 25,8 Millionen Impfungen wurden gegen andere Infektionskrankheiten durchgeführt. Die Zahlen stammen aus dem ZI-Trendreport 2025. 

Infomaterialien zum Thema Impfen

  • Titelansicht Kampagnen-Poster Impfen
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  • Poster zur Grippeschutzimpfung. Ältere Dame mit Wißen Haaren tränkt Kleinen Jungen auf den Schultern. Beide lachen. Darunter Einladungstext zur Impfung.
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  • Flyer zur Grippeschutzimpfung. Ältere Dame mit Wißen Haaren tränkt Kleinen Jungen auf den Schultern. Beide lachen. Darunter Einladungstext zur Impfung.
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  • Poster zum Thema Impfen. Schulter und Oberarm einer Frau, die ihr graues T-Shirt am Ärmel ein wenig hochzieht. Medizinisches Personal klebt mit behandschuhten Händen ein Pflaster auf den Oberarm. Darunter Einladungstext zur Impfung.
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  • Flyer Vorsorgeplaner Impfen. Schulter und Oberarm einer Frau, die ihr graues T-Shirt am Ärmel ein wenig hochzieht. Medizinisches Personal klebt mit behandschuhten Händen ein Pflaster auf den Oberarm.
  • Poster zur Impfung gegen humane Papillomaviren. Mutter mit gestreiftem Shirt und dunklen langen Haaren hält rechts IHre Tochter und links ihren Sohn im Arm. Um alle ist eine Decke gelegt. Sie befinden sich am Strand. Darunter Einladungstext zur Impfung.
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  • Infokarte zur Impfung gegen humane Papillomaviren. Mutter mit gestreiftem Shirt und dunklen langen Haaren hält rechts IHre Tochter und links ihren Sohn im Arm. Um alle ist eine Decke gelegt. Sie befinden sich am Strand. Darunter Einladungstext zur Impfung.
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