• Top-Thema
  • Praxisnachricht
  • Aktualisierungsdatum:
  • Impfen

Bundesweite Aktionswoche: KBV ruft zur Impfung in Praxen auf

Anlässlich der am Montag beginnenden bundesweiten Impf-Aktionswoche ruft die KBV zur Impfung in den Arztpraxen auf. „Impfungen schützen wirksam vor Infektionskrankheiten. Gerade Menschen mit Grunderkrankungen oder Immunschwäche sollten ihren Impfschutz rechtzeitig vervollständigen“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner. Sie appellierte an Haus- und Fachärzte, ihre Patienten gezielt auf ihren Impfstatus und fehlende Impfungen anzusprechen.

Die Impf-Aktionswoche ist eine Initiative des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) und findet dieses Jahr erstmals vom 9. bis 15. November statt. Sie soll über den Nutzen von Impfungen informieren und den Impfschutz in der Bevölkerung fördern. Schirmherrin ist die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Dr. Christiane Schenderlein. Arztpraxen können sich an der Aktion beteiligen und die erhöhte Aufmerksamkeit für das Thema nutzen, um ihre Patientinnen und Patienten auf ausstehende Impfungen hinzuweisen und Impflücken zu schließen.

Die KBV begleitet die Aktionswoche mit Informationsmaßnahmen in den sozialen Medien, mit Plakatwerbung sowie mit öffentlichen Aktionen in Berlin. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich in der Arztpraxis gegen Influenza und andere Infektionskrankheiten impfen zu lassen.

Informationsmaterialien für das Wartezimmer

Den Praxen stellt die KBV diverse Infomaterialien für das Wartezimmer rund um das Impfen kostenfrei zur Verfügung – beispielsweise Plakate, Infokarten oder Videos. Diese können auf der Themenseite (siehe unten) bestellt oder heruntergeladen werden. Auch auf der Internetseite der Aktionswoche gibt es Materialien zum Download sowie Ideen und Beispiele für Impfaktionen.

Praxen führen jährlich Millionen Impfungen durch

„Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in den Praxen impfen jedes Jahr Millionen Menschen mit medizinischer Sicherheit und Kompetenz, klären auf und beraten individuell: 2025 verabreichten sie rund 40 Millionen Schutzimpfungen“, betonte Steiner. Die Praxen seien für viele Menschen die erste Anlaufstelle bei allen Fragen rund um den Impfschutz.

Impfquoten bei älteren Menschen weiterhin niedrig

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden Impfangebote insbesondere von Menschen ab 60 Jahren weiterhin zu selten genutzt. Die Influenza-Impfquote lag 2025 in dieser Altersgruppe bei 34 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Die Pneumokokken-Impfquote stagniert seit mehreren Jahren bei 21 Prozent. Auch viele Erwachsene mit Grunderkrankungen verfügen laut RKI nicht über den empfohlenen Impfschutz.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren die Standardimpfungen gegen Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster. Ab 75 Jahren kommen die Impfungen gegen COVID-19 und RSV hinzu. Darüber hinaus sollten Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie regelmäßig überprüft werden.