Peer Review mit QEP: Erprobungsphase startet im Herbst
Im kollegialen Dialog auf Augenhöhe analysieren und bewerten speziell ausgebildete Kolleginnen und Kollegen gleicher Fachrichtung, sogenannte Peers, auf Basis des QEP-Qualitätsziel-Katalogs die Umsetzung von QEP in der Praxis. Sie geben konstruktives Feedback als „Critical Friend“ und praxisnahe Empfehlungen zur Optimierung der Abläufe, des Praxismanagements und nicht zuletzt der Patientenversorgung.
Das Qualitätsförderungsangebot „Peer Review mit QEP“ wird zunächst erprobt und evaluiert. Interessierte Praxen, die sich aktiv beteiligen möchten, können sich per E-Mail an die KBV wenden. Anschließend erhalten sie weiterführende Informationen zum Start und konkreten Ablauf.
Beim Peer Review stehen – im Gegensatz zu einer Visitation oder einem Audit – Austausch, Reflexion, Beratung und Entwicklung lösungsorientierter Ansätze im Vordergrund, statt einer formalen Konformitätsprüfung. Peer Review ist eine Möglichkeit für Praxen, externes Feedback zu ihrem Qualitätsmanagement zu erhalten – im Sinne einer Fremdbewertung. Eine QEP-Zertifizierung durch akkreditierte Zertifizierungsstellen ist nicht mehr möglich.
Peer Review mit QEP: Ziele
Strukturierter und kollegialer Austausch auf Augenhöhe
- Wertschätzender Austausch zum internen Qualitätsmanagement und der Patientenversorgung, ohne den Druck einer formellen Prüfung
Erkennen von Verbesserungspotenzialen
- Verbesserungspotenziale durch kritische Selbstreflexion und externe Perspektive erkennen
- Erfahrungsaustausch zu Best-Practices
Optimierung anstoßen
- Die besuchte Praxis erhält auf sie zugeschnittene Vorschläge und Maßnahmenempfehlungen zur Stärkung des internen Qualitätsmanagements und der Patientensicherheit.
Peer Review: Lernen auf Augenhöhe
Peer Reviews sind eine Form kollegialen Lernens auf Augenhöhe und eine anerkannte Maßnahme der ärztlichen Fortbildung. Kolleginnen und Kollegen gleicher Fachrichtung – speziell ausgebildete Peers – besuchen und beobachten die Arbeit anderer Kolleginnen und Kollegen in deren Praxis. Im anschließenden kollegialen Dialog reflektieren sie das Beobachtete kritisch. Ziel ist es, voneinander zu lernen und sich zu verbessern.
Peer Reviews ergänzen das Portfolio der Instrumente freiwilliger ambulanter Qualitätsförderung. Sie beruhen auf einem strukturierten, vorab beschriebenen Prozess. Der Austausch findet in einer vertraulichen, wertschätzenden Atmosphäre zwischen Kolleginnen und Kollegen statt.