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WirkstoffAktuell

WirkstoffAktuell ist eine Information der KBV im Rahmen des § 73 (8) SGB V in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Die Publikation enthält unter anderem Hinweise zur Indikation, zum therapeutischen Nutzen und zur wirtschaftlichen Verordnung von Wirkstoffen.

Vertragsärzte können zu jeder Ausgabe an einer zertifizierten Online-Fortbildung teilnehmen und drei CME-Punkte erhalten.

Fortbildung noch nicht freigeschaltet

Die Fortbildung zu Rivaroxaban steht aktuell noch nicht zur Verfügung. Sobald der Zertifizierungsbescheid der Ärztekammer vorliegt, wird die Fortbildung angeboten.

Zugang zum Fortbildungsportal

Das Fortbildungsangebot der KBV ist ein Angebot für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Der Zugang erfordert einen Anschluss des Praxiscomputers an das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (z.B. über die Telematikinfrastruktur). Hier finden Sie das Fortbildungsportal unter: https://fortbildungsportal.kv-safenet.de.

Alternativ können Sie in Ihrem KV-Portal aus der Übersicht der Anwendungen das Fortbildungsportal auswählen oder die Einstiegsseite der KBV nutzen: https://portal.kv-safenet.de.

Hinweis: Aufgrund von Inkompatibilitäten des Internet Explorers empfehlen wir Ihnen, die Browser Mozilla Firefox oder Google Chrome für das Fortbildungsportal zu verwenden.

Alle Ausgaben von WirkstoffAktuell

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Agomelatin (Valdoxan®)

Agomelatin (Valdoxan®) ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung von Episoden einer Major Depression bei Erwachsenen. Studien zur Wirksamkeit gegen Placebo ergaben zusammenfassend einen geringen klinischen Effekt. In der Gesamtbewertung ergibt sich kein Hinweis auf einen Behandlungsvorteil von Agomelatin gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren (auch tri- und tetrazyklische Antidepressiva genannt) und Selektiven Serotonin-Rückaufnahmeinhibitoren.

Aktinische Keratose

Die aktinische Keratose ist ein Carcinoma in situ und kann in ein Plattenepithelkarzinom übergehen. Aktinische Keratosen präsentieren sich typischerweise als schuppende oder keratotische Maculae, Papeln oder Plaques auf gerötetem Grund. Sie können aber auch rosafarben, rötlich oder bräunlich sein.

Wirkstoff AKTUELL enthält unter anderem eine Übersicht aller topischen Wirkstoffe, die in Deutschland derzeit zur Behandlung der aktinischen Keratose zur Verfügung stehen. Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Risiken und Vorsichtsmaßnahmen werden vorgestellt.

Aliskiren (Rasilez®)

Der Renininhibitor Aliskiren bringt nach derzeitigem Wissensstand für die antihypertensive Behandlung keine Vorteile. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und langwirksame Kalziumantagonisten stehen als Therapeutika der ersten Wahl für die Erstbehandlung und Monotherapie einer unkompli-zierten Hypertonie zur Verfügung. Die Behandlung der komplizierten Hyper-tonie richtet sich nach den Hochdruckfolge- und Begleiterkrankungen (z.B. ACE-Hemmer und Betablocker bei Herzinsuffizienz oder nach Myokard-infarkt). Bei höherem Ausgangsblutdruck ist in der Regel eine Kombinationstherapie indiziert.

Amlodipin/Valsartan (Exforge®)

Das Kombinationspräparat Amlodipin/Valsartan (Exforge®) bringt nach derzeitigem Wissensstand für die antihypertensive Behandlung keine Vorteile. Erst bei höherem Ausgangsblutdruck ist in der Regel eine Kombinationstherapie entweder mit Einzelwirkstoffen oder mit einer Fixkombination indiziert. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und langwirksame Kalziumantagonisten stehen als Therapeutika der ersten Wahl für die Erstbehandlung und Monotherapie einer unkomplizierten Hypertonie zur Verfügung. Die Behandlung der komplizierten Hypertonie richtet sich nach den Hochdruckfolge- und Begleiterkrankungen.

Antibiotikatherapie bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen

Das wesentliche Ziel bei der Therapie von Harnwegsinfektionen ist, die klinischen Symptome schneller zum Abklingen zu bringen. In der Regel erfordert eine akute, symptomatische Harnwegsinfektion eine anti-bakterielle Therapie, bevor der Erreger bekannt ist und das Ergebnis der mikrobiologischen Resistenztestung vorliegt. Die Antibiotikaauswahl erfolgt deshalb nach der größten Erregerwahrscheinlichkeit und der erwarteten Resistenzsituation.

Antibiotikatherapie bei Infektionen der oberen Atemwege

Grundlage für eine rationale Antibiotikatherapie sind die korrekte Diagnosestellung, die kritische Indikation zum Einsatz von Antibiotika, die Wahl des geeigneten Antibiotikums sowie die Verlaufskontrolle mit Festlegung der Behandlungsdauer. Eine kritische Indikationsstellung dient nicht nur dem Patienten, sondern verringert auch die Kosten und reduziert die Entstehung resistenter Erreger.

Antibiotikatherapie bei Infektionen der unteren Atemwege

Grundlagen für eine rationale Antibiotikatherapie von Infektionen der unteren Atemwege sind korrekte Diagnosestellung, kritisch abwägende Indikationsstellung zum Einsatz von Antibiotika, Wahl des geeigneten Antibiotikums sowie Verlaufskontrolle mit Festlegung der Behandlungsdauer. Eine kritische Indikationsstellung dient nicht nur dem Patienten, sondern reduziert das Risiko der Selektion resistenter Erreger und verringert auch die Kosten.

Apremilast

Apremilast ist zugelassen zur Behandlung der mittelschweren bis schweren chronischen Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen, die auf eine andere systemische Therapie wie Ciclosporin, Methotrexat oder Psoralen in Kombination mit UVA-Licht nicht angesprochen haben oder bei Erwachsenen, bei denen eine solche Therapie kontraindiziert ist oder diese nicht vertragen haben.

Zudem kann Apremilast allein oder in Kombination mit krankheits-modifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln (DMARDs, Disease Modifying Antirheumatic Drugs) bei der Behandlung von Erwachsenen mit aktiver Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden, die auf eine vorangegangene DMARD-Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

Hinweis: Nach Fertigstellung des Wirkstoff AKTUELL hat der pharmazeutische Unternehmer von Apremilast in einem Rote-Hand-Brief von gelegentlichen Fällen von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten von Patienten informiert. Bei Patienten mit anamnestisch bekannten psychiatrischen Symptomen oder Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die wahrscheinlich psychiatrische Symptome verursachen, ist der Nutzen der Behandlung mit Apremilast sorgfältig gegen die Risiken abzuwägen.

Aripiprazol (Abilify®)

Aripiprazol ist kein Mittel der ersten Wahl bei der medikamentösen Behandlung schizophrener Psychosen. Es besitzt keine bessere Wirksamkeit als die kostengünstigen typischen sowie die anderen atypischen Antipsychotika.

Aromatasehemmer der 3. Generation Anastrozol (Arimidex®), Exemestan (Aromasin®), Letrozol (Femara®)

Bei der adjuvanten endokrinen Therapie postmenopausaler Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom mit Aromatasehemmern (AI) der 3. Generation ist das krankheitsfreie Überleben gegenüber einer Therapie mit Tamoxifen allein verlängert. Der Einsatz der AI erfolgt initial als Alternative zu Tamoxifen oder sequentiell nach zwei bis drei Jahren Behandlung mit Tamoxifen oder als erweiterte adjuvante Therapie nach fünf Jahren Gabe von Tamoxifen. Eine Kombinationstherapie von Tamoxifen mit Aromatasehemmern sollte nicht erfolgen.

Asenapin

Asenapin ist zugelassen zur Behandlung mäßiger bis schwerer manischer Episoden einer Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen. Allerdings ist der Wirkstoff bei der medikamentösen Behandlung manischer Episoden einer Bipolar-I-Störung kein Mittel der ersten Wahl. Auf der Basis der vor-liegenden Daten hat er keinen Zusatznutzen gegenüber den anderen in der Indikation zugelassenen atypischen Neuroleptika.

Atomoxetin (Strattera® Hartkapseln)

Atomoxetin ist für die Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab sechs Jahren und bei Jugendlichen als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms zugelassen.