Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

 

Wirkstoff Aktuell

WirkstoffAktuell ist eine Information der KBV im Rahmen des § 73 (8) SGB V in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Die Publikation enthält unter anderem Hinweise zur Indikation, zum therapeutischen Nutzen und zur wirtschaftlichen Verordnung von Wirkstoffen.

Vertragsärzte können zu jeder Ausgabe an einer zertifizierten Online-Fortbildung teilnehmen und drei CME-Punkte erhalten.

Alle Ausgaben von WirkstoffAktuell

Bitte wählen Sie einen Buchstaben aus.

Ofatumumab

Ofatumumab ist zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose mit aktiver Erkrankung (RMS). Der Wirkstoff ist nach Ocrelizumab der zweite zugelassene CD-20-Antikörper zur Behandlung der Multiplen Sklerose auf dem Markt.

Ofatumumab verringert in den identisch konzipierten Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und ASCLEPIOS II bei Patienten mit RMS die Zahl der Schübe pro Jahr und verlangsamt das Fortschreiten der Krankheit im Vergleich zu Teriflunomid. Direkte Vergleiche mit anderen krankheitsmodifizierenden Therapien der RMS liegen nicht vor, sodass der generelle therapeutische Stellenwert in der Indikation bisher nicht beurteilt werden kann.

Orale und transdermale Analgetika bei degenerativen Gelenkerkrankungen

Nichtselektive COX-Hemmer und selektive COX-2-Hemmer werden zur medikamentösen Schmerzbehandlung bei degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt. Erweisen sich nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) als nicht ausreichend, können auch orale oder transdermale Opioide eine kurzfristige analgetische Alternative sein.

WirkstoffAktuell informiert über die Wirkungsweise, Wirksamkeit und Nebenwirkungen von NSAR und Opioiden. Ärzte erhalten zudem Empfehlungen für eine wirtschaftliche Verordnungsweise einschließlich einer Übersicht zu den Kosten.

Organische Nitrate zur Langzeitbehandlung der Angina pectoris

Organische Nitrate werden als enzymatisch wirkende Stickstoffmonoxid-Donatoren neben der Behandlung des akuten Angina-pectoris-Anfalls auch zur Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina pectoris eingesetzt.

Oseltamivir (Tamiflu®)

Die Neuraminidaseinhibitoren (NI) Oseltamivir und Zanamivir bringen nach den derzeitigen epidemiologischen Erkenntnissen keinen zusätzlichen generellen Nutzen bei der Therapie der saisonalen Influenza, erhöhen aber die Kosten. Die Prophylaxe der Wahl ist neben infektionshygienischen Maßnahmen die Grippeschutzimpfung. Die Wirksamkeit von NI zur Prophylaxe und Therapie der aviären Influenza („Vogelgrippe“) beim Menschen ist nicht erwiesen.

Oxycodon/Naloxon

Retardiertes orales Morphin ist das Opioid der ersten Wahl bei starken chronischen Schmerzen. Oxycodon/Naloxon ist hinsichtlich seiner analgetischen Wirksamkeit mit den zurzeit zur Verfügung stehenden stark wirkenden Opioiden vergleichbar. Zur Behandlung von Tumorschmerzen liegen keine ausreichenden Daten vor.