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WirkstoffAktuell

WirkstoffAktuell ist eine Information der KBV im Rahmen des § 73 (8) SGB V in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Die Publikation enthält unter anderem Hinweise zur Indikation, zum therapeutischen Nutzen und zur wirtschaftlichen Verordnung von Wirkstoffen.

Vertragsärzte können zu jeder Ausgabe an einer zertifizierten Online-Fortbildung teilnehmen und drei CME-Punkte erhalten.

So gelangen Sie zum Fortbildungsportal

Das Fortbildungsportal der KBV ist ein Angebot für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten. Der Zugang erfordert einen Anschluss des Praxiscomputers an das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (z.B. über die Telematikinfrastruktur). Hier finden Sie das Fortbildungsportal unter: https://fortbildungsportal.kv-safenet.de.

Alternativ können Sie in Ihrem KV-Portal aus der Übersicht der Anwendungen das Fortbildungsportal auswählen oder die Einstiegsseite der KBV nutzen: https://portal.kv-safenet.de.

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Alle Ausgaben von WirkstoffAktuell

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Valdecoxib (Bextra®)

Valdecoxib wurde zur symptomatischen Behandlung von Osteoarthrose oder rheumatoider Arthritis sowie zur Behandlung der primären Dysmenorrhoe zugelassen. Die bisher publizierten Studien zeigten keinen Wirksamkeits-vorteil im Vergleich zu konventionellen NSAR. Auch eine bessere gastro-intestinale Verträglichkeit von Valdecoxib ist nicht hinreichend belegt.

Vedolizumab

Vedolizumab führt bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn zu einer signifikant höheren klinischen Ansprechrate als Placebo. Direkte Vergleiche mit anderen zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen zugelassenen Wirkstoffen fehlen.

Die klinischen Remissionsraten sind gering. Zu beachten sind die schwerwiegenden Nebenwirkungen (bakterielle und virale Infektionen einschließlich opportunistischer Infektionen, erhöhte Suszeptibilität gegenüber tuberkulösen Neuinfektionen) und die hohen Kosten.

Im Verfahren zur frühen Nutzenbewertung legte der pharmazeutische Unternehmer keine direkten Vergleichsstudien zu der jeweiligen zweckmäßigen Vergleichstherapie vor. Der indirekte Vergleich konnte aufgrund der vorliegenden Heterogenität der Studienpopulationen nicht berücksichtigt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss kam daher zu dem Ergebnis, dass der Zusatznutzen von Vedolizumab zur Behandlung der Colitis ulcerosa und des Morbus Crohn nicht belegt ist.

Venlafaxin (Trevilor® Tabletten 37,5 mg; Trevilor® retard)

Venlafaxin ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Akutbehandlung depressiver Erkrankungen. Es hat keinen Behandlungsvorteil gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren (tri- und tetrazyklische Antidepressiva) und Selektiven Serotonin-Rückaufnahmeinhibitoren.